Stauraum bitte melde dich!

wohnzimmer regal
Aufräumen und Ordnung schaffen befreit: Probieren Sie es doch einfach aus...
Foto: Wohnidee

Constanzes (Wohn)Kolumne

Vielleicht lesen Sie diese Kolumne an einem Tag, an dem Sie frei haben? Dann kann es eigentlich gleich losgehen. Kommen Sie, ich nehme Sie jetzt an die Hand! Machen wir gemeinsam einen Streifzug durch Räume, wie ich sie häufig vorfinde und begeben wir uns auf die Suche nach Stauraum! Oder nach der kleinen Veränderung, die so viel nach sich zieht! Probieren Sie es aus! JETZT!

Tatort FLUR: Viele Flure beginnen schon vor der Haustür: Schuhe, alte Matten, Regenschirme, Mief. Und hinter der Tür? Da gleicht es Schuhgeschäften, nur wirkt das Laufwerk hier eher wenig einladend: ungeputzte Schuhe, abgelaufene Pantoffeln und „Latschen“, die diesen Namen auch verdienen.

LÖSUNG: Schuhe ausmisten oder polieren, und auf alle Fälle in Schuhschränken verstauen (Holz / Bast / Kunststoff).

An der Wand steht eine Kommode, und weil Flächen seit jeher als Ablage missbraucht werden, herrscht hier auch das Chaos: Tempos, Tampons, Schlüssel, Zettel, Karten & Co stehen Spalier um kleine Gefäße, in denen Uhren und Goldkettchen sich verbinden.

LÖSUNG: die meisten Kommoden haben eine „Krimskrams-Schublade“, die immer wieder ausgemistet werden sollte, aber gleichzeitig als unsichtbare Aufbewahrungstruhe dienen darf. Legen Sie für jedes Familienmitglied einen kleinen Einlegekarton in die Lade, so hält jeder sein Chaos-Kästchen selbst in Schacht.

Nun zur Decke: Eine Halogenleuchte, längst aus der Mode gekommen, eigentlich auch längst verhasst, aber….Genau, ABER! Die Ausreden sind lang, warum die Strahlerlämpchen noch immer über allen Köpfen hängen. Niemand sieht mehr hin und der Stolz über die Anschaffung ist längst verblasst.

LÖSUNG: z.B. ein Kronleuchter oder einer weiße Kugellampe (versch. Größen, IKEA). Wie wäre es mit Tapete oder neuer Farbe auf halber Wand, mit einem Spiegel für mehr Weite oder großer Leinwände, selbst bemalt oder mit Familienfotos bedruckt? Ein Flur gewinnt sehr viel an Charme – er schenkt dem Gast den ersten Eindruck von unserem Domizil! Und wer nur eine kleine Wohnung hat, der nutzt den Flur als eigenen Raum, der eine optische Integration ist, keine kühle Abgrenzung für Mäntel, die zu gern an überfüllten Garderobenhaken ersticken (ist wirklich kein Platz mehr im Schrank? Hängt Sommer- und Winterbekleidung noch zusammen? Misten Sie aus und bauen Sie das Metallgedöns endlich ab, damit die Ärmel keinem Gast mehr um die Ohren schlagen!)

Weiter geht’s zum BAD: auf einem Regal stapeln sich hunderte von Handtüchern, die untersten wurden sicherlich seit Jahren nicht mehr genutzt. RAUS DAMIT! Die Badvorleger, so bunt, dass sie die schönen Fliesen im Bad alles andere als untestreichen! Ein Kosmetikeimer? Wozu selbst im Bad noch Müll sammeln, wenn nebenan der Hausmüll wartet? Bequemlichkeit ist keine Tugend! Ein Unterschrank fehlt, weshalb Putzteufel Schlange stehen um das WC? Weshalb die Stufenablage über dem Waschbecken auch so endlos vollgestellt ist?

LÖSUNG: Unterschränkchen anschaffen, Putzteufel ausmisten (wie viele braucht man wirklich?), kleine Kartons / Säcke themenbezogen füllen. Hinter geschlossenen Holzschränken an der Wand kann viel verschwinden, das schafft Ruhe! Ein BAD ist heute eher ein Wellness-Tempel, kein Drogeriemärktchen. Wie wäre es mit 2 statt 1 Duschvorhängen? Für die Waschtuben könnten Kleiderschrank-Aufhäng-Taschen (Ikea) aus abwaschbarem Nylon dienen, mit der Öffnung zur Duschwand an die Stange gehängt. Wählen Sie Handtücher unifarben, die zu Wand- und Bodenfliesen passen, lassen Sie von der Decke eine schöne Lampe hängen, streichen Sie die Wände, schaffen Sie einen Raum, den man gern betritt – und nicht nur fürs kurze Geschäft!

Ab geht’s in die KÜCHE: ich habe nicht selten mit Kunden schon bis zu 6 blaue Müllsäcke heraus getragen. Inhalt? Abgelaufenes, Überflüssiges, Kaputtes, Unbrauchbares, Doppeltes. Reißen Sie mal alle Türen auf, misten Sie aus und holen Sie optische Hingucker heraus, während Sie Plastik und Lebensmittel sich IN die Schränke verkriechen. Unter der Spüle liegt das Zuhause von Einkaufstüten. Wie viele haben Sie dort gesammelt? Der Rekord, den ich erlebte: 120 Tüten! 5 Tüten durfte meine Kundin behalten, denn täglich kommen neue hinzu (warum eigentlich? Verzichten Sie doch mal! Verstauen Sie Einkäufe in eigenen hübschen Taschen und Beuteln). Ist Platz geschaffen, darf auch endlich Spülbürste und andere Putzvielfalt unter dem Becken verschwinden! Fast hätten wir die Getränkekisten vergessen. Ist so viel Vorrat wirklich nötig? Wenn ja, dann bauen Sie sich eine Holzkiste, in der die Plastikkisten verschwinden, vielleicht mit Deckel, dann legen Sie ein Kissen drauf? Wie steht es um die Stuhlkissen, sofern Sie in der Küche speisen? Und versperrt die Sicht nach draußen etwa eine Gardine mit Goldkante? Was schmückt die Fensterbank? Frische Kräutertöpfe, Keramikschalen, hohe Glasvasen mit frischen Blumen oder Gartenästen? ………

An dieser Stelle legen wir mal eine kleine Pause von nur 7 Tagen ein. Nächsten Dienstag nehme ich Sie mit in SZ / KZ / Balkon / und wir widmen uns dann Staubsauger, Bügelbrett & Co!

Ich freue mich auf Sie. Für heute lade ich Sie ein, mir einmal über die Schulter zu schauen:

http://www.youtube.com/results?search_type=&search_query=wohnkosmetik&aq=f

Ihre Constanze*

www.wohnkosmetik.de und für mehr Tipps in voller Länge, rate ich zu meinem Buch:„Die Kunst des Aufräumens“ Köpp / Ritter (rowohlt)

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Folge 1: Loslassen Folge 2: SOS-Junggesellinnen Folge 3: Mit Räumen Geld verdienen?! Folge 4: Geht die Liebe – kommt das Wohngefühl! Folge 5: Das Glück der Verschmelzung! Folge 6: Welchen Raum braucht die Liebe?

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