Stauraum Teil 2!

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Die Schranktüren lassen sich kaum mehr schließen? Dann ist Ausmisten angesagt...

Constanzes (Wohn)Kolumne

Nun betten sich Männer und Frauen unterschiedlich, aber ich werfe heute einfach alle Auffälligkeiten in einen Topf, man möge mir verzeihen:

Das Bett. Oft ungemacht, die Fenster geschlossen. Die Kissen, ausgelegen, an einer Stelle strecken schon die ersten Federn ihren Kopf hervor. Wie es wohl erst darunter aussieht? WEG DAMIT! In einer Single-Bude finde ich oft nur 1 (!) Bettwäschegarnitur vor – und dabei soll sich der Single-Zustand doch ändern! Also, neue Bettwäsche – aber im Doppelpack bitte! Wenn ER kommt, ist sein Plätzchen vorbereitet! Eine Tagesdecke fehlt oder liegt zerknüllt unter dem Bett. Natürlich ist sie verstaubt, als ich sie hervorziehe. Also: WASCHEN und auflegen! Decken wir den intimsten Platz im Hause doch ab, 30 Sekunden investieren wir, aber wir gewinnen einen schönen, ästhetischen Anblick! Oft reichen auch große Stoffe, im SALE gekauft!

Was ist das? Die Schranktüren lassen sich kaum noch schließen! „Ja, ich müsste mal dringend…!“ – „Ausmisten? Ja, klasse, dann fangen Sie an! JETZT!“ Nach einer Weile kann der Schrank wieder atmen, die verbliebene Garderobe hat sich reduziert, längst verloren geglaubte Hemden finden sich auch wieder an! PLATZ! Auf einmal passt sogar die Kleidung, die wild auf einem weiteren Kleiderständer außerhalb des Schrankes hing, wieder in den Schrank! Nun heißt es: weg mit den Drahtbügeln, denn auch Kleidung hat seinen Stolz! Also her mit dem Holz! Alles hängt nun wieder schön beisammen! Für die Schubladen überlegen wir uns kleine Fächer, in denen nach Themen sortiert wird: Schlüpfer, Gürtel, Tücher! Die Sachen unterm Bett landen ebenfalls im Schrank – nun steht lediglich der Karton mit Ausrangiertem im Raum herum. Den tragen wir sogleich zum Auto, denn noch heute wird er bei der Kleiderkammer abgegeben (oder bei der Kirche, beim Roten Kreuz oder bei der Freundin, die so gerne Flohmarkt macht).

Auf dem Nachttisch liegen Tempos, Öle, Bücher, Magazine. Das Öl ist abgelaufen, die Magazine sind schon lange nicht mehr up to date. Das Lämpchen ziert einen Schirm, der verbeult ist. RAUS DAMIT! Eine schöne Lichtquelle lädt auch wieder zum Lesen ein! Hinzu stellen wir ein paar Kerzen – und einen Ghettoblaster, der im Keller stand. Ein SZ darf gern von Musik beseelt werden, und zum Einschlafen gibt es Chill-Out-Musik oder mal wieder ein Hörspiel! „Frau Köpp, der Staubsauger, das Bügelbrett, das Plätteisen, ich …..“ – „Klar! Aber haben Sie den Stauraum im Schrank vergessen? Bügeleisen und Handstaubsauger landen im Schrank!“ Die Reise- und Sporttaschen, die zwischen Wand und Schrankwand ersticken, werden entsorgt oder finden ebenfalls noch Platz im Schrank, so kann das Bügelbrett samt Wäscheständer dort versteckt werden! Auf dem Kleiderschrank finden sich Aktenorder und Bettbezüge, die….genau, die eh nicht mehr gewollt werden! RAUS DAMIT! Sind die Bezüge kultig genug, um daraus kleine Kissen fürs Kinderbett zu nähen? Dann ab zum Schneider um die Ecke! Die Ordner landen in großen Kartons, am besten in der Farbe des Schrankes oder in Leinen oder ….. Nun fehlt noch ein schönes Bild an der Wand, vielleicht ein Spruch-Tattoo über dem Bett oder ein Spiegel, der den Raum vergrößert. Die Aluminium-Jalousien werden durch Stoffrollos oder Bastrollos ausgetauscht und die Deckenlampe eingewechselt gegen einen Kronleuchter oder eine weiße Glaskugel. Die Kakteen auf der Fensterbank werden im Hausflur zum Verschenken deponiert. Stacheliges wird verbannt! Vielleicht streicht meine Kunden noch ein Teil ihrer Wände oder tapeziert sie mutig in einem gewagten Wandkleid! Innerhalb von 2 Stunden ist der Raum wieder liebens- und begehrenswert!

Nun folgen Sie mir bitte ins Kinderzimmer! Natürlich, hier darf getobt und gelebt werden! Ein KZ ist eine Wohnung im Kleinformat, welches so viele Bedürfnisse abdeckt! Da die Ansprüche der kleinen Großen sich aber schneller ändern, wird hier öfters ausgemistet. Gemeinsam! Was Hänschen nicht lernt, lernt er als Hans nimmer mehr! Einheitliche Kartons (Papiermarkt) werden für verschiedene Themen angeschafft: Bastelpapier, Stifte, Kleinkram, Kassetten, ….

Ein Kinderzimmer braucht Farbe und gute Beleuchtungen. Setzen wir Akzente, malen wir bunte Kreise an die Wand, wenn nicht gleich die ganze Wand gestrichen werden soll. Teppichstücke auf dem Holzboden sind wichtig, denn Kinder verbringen sehr viel Zeit auf ihren Knien. Reduzieren Sie alles, stellen Sie mal um, die Kinder sollen gerne ihren Raum betreten, sich wohl fühlen, dort Freunde empfangen, schlafen und träumen. Ein Hochbett erlaubt Platz darunter, für eine Höhle oder für den Schreibtisch. Kein Geld für neue Gardinen? Färben Sie Bettlaken ein und lassen diese besticken oder arbeiten Sie mit Stempelfarbe. ………

So, Break! Aber nur 7 Tage! Dann begehen wir die letzten Räume – den Balkon und auch die Abstellkammer. Vielleicht nehmen wir auch das Büro noch mit!

Ich freue mich, wenn Sie mich wieder begleiten!

Ihre Constanze*

Und wer es gar nicht abwarten kann, wer bereits jetzt Hummeln im Hintern hat, der schaue noch schnell auf meinen WOHN-BLOG, denn dort stecken noch viele Ideen, Tipps & Tricks, die darauf warten, JETZT umgesetzt zu werden:

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Folge 1: Loslassen Folge 2: SOS-Junggesellinnen Folge 3: Mit Räumen Geld verdienen?! Folge 4: Geht die Liebe – kommt das Wohngefühl! Folge 5: Das Glück der Verschmelzung! Folge 6: Welchen Raum braucht die Liebe? Folge 7: Stauraum bitte melde dich!

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