Stauraum Teil 3! Letzter Rundgang

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Stauraum & Co - Ordnung schaffen ist gar nicht so schwer!
Foto: Wohnidee

Constanzes (Wohn)Kolumne

Liebe Mit-Leser,

es ist Dienstag! Und wie versprochen machen wir uns heute auf die letzte Suche nach Stauraum & Co. Wenn Sie mir bitte folgen mögen – auf den Balkon, in die Abstellkammer und ins Büro.

(Nächste Woche werde ich vielleicht die LIEBE angehen!

Oder brennt Ihnen ein spezielles (Wohn)Thema auf der Seele?

Dann mailen Sie mich bitte an: che@wohnkosmetik.de

BALKON:

Entweder begegne ich kahlen Betonflächen oder als 2. „Mülldeponie“ verkommene Terrains. Leider trete ich nur selten einen Schritt hinaus und bewundere die outdoor-Stübchen. Wer einen Balkon sein Eigen nennen kann, hat einen Raum mehr, sage ich immer!

Und damit wir nicht nur im Sommer die Luft und die Freiheit genießen können, hier ein paar Tipps, den Balkon / die Loggia auch im Winter zur Magnetzone zu erklären:

Umranden Sie die kühlen Balkonstäbe einfach mit dem klassischen Bastsichtschutz – Sie fühlen sich dadurch nicht länger zur Schau gestellt sondern geschützt, und können selbst mal nur im knappen Höschen dort verweilen, weil Ihnen niemand durch Stäbe zwischen die Beine schauen kann. Weiter empfehle ich, Filz-Platten (1€ / Quadrat, Baumarkt) auf den Boden zu kleben. Die Platten zeigen sich bei mir seit über 3 Jahren als wetterbeständig, und sind sie abgenutzt, werden sie einfach ausgetauscht. Bis dahin bin ich aber schon Kilometer von Schritten abgelaufen, am liebsten natürlich barfuss!

Ich persönlich habe meinen großen Sonnenschirm in Dunkelgrün auch noch zur Herbst- und Winterzeit aufgespannt. Ich verteile hohe Windlichter auf dem Boden und kuschle mich in meinen wetterbeständigen Leder-Ohrensessel aus den 70ern – unter mir ein Schaffell, auf mir eine Decke. Durch die Nase strömt die kalte Luft in meine Lungen! Ja, meine Loggia ist ein Raum – und Getränkekisten liegen in einer wetterbeständigen Holzkiste! Nichts erinnert an ein Rabenkind, eher an einen 4. Raum!

Und Fahrräder? Die kann man an spezielle Wandhaken montieren, wenn es schon kein’ Keller gibt. Und Wäscheständer, die sonst zur gestalterischen Form der Hausfassade gehörten, blockieren bis zum nächsten Klimawechsel nicht mehr den Balkon.

Im Sommer sind Markisen besonders schick, und für ganz kleine Balkone und kleine Budgets gibt es Sonnenschirme, die man an die Gitter schraubt. Ein Holzbrett – angeschraubt an die Gitterstäbe - wird als Tisch genutzt und je nach Bedarf hoch- oder heruntergeklappt. Wessen Balkon eine Dachmütze trägt, kann sogar Bilder an die Wand hängen, es wird sich ja schon nicht um einen Original-Goya handeln! Schön, wenn man bei Platzregen auf seinem Balkon romantisch wird und trocken bleibt ….

ABSTELLKAMMER

Das große Paradies des Potpourris! Was ich hier alles entdecke: 200 Plastiktüten an Haken, Schuhe, Konserven, Reinigungsmittel. Auf und unter Regalen herrscht das heilige Durcheinander. Erinnern wir uns bitte: was wir nicht sehen, können wir fühlen. Da reicht es nicht, dass eine Tür die Sicht auf die Rumpelkammer versperrt!

Idee:

Reinigungsflaschen aussortieren und auf ein Minimum reduzieren! Aus dem Papiergroßhandel ca.20 gleiche Kartons besorgen, nach Themen beschriften, so lässt sich auch der kleinste Nagel wieder finden und schnell noch die Kleberolle mit Weihnachtsmotiven.

Streichen Sie die Wände für gute Laune und richten Sie den Raum wie einen kleinen Shop ein! Sie werden staunen, wie gern man diese Kammer nicht mehr nur widerwillig betritt! Was ist mit alten Socken? Ich entdecke sie immer wieder. „Frau Köpp, perfekt zum Putzen oder eben noch zum Stopfen!“ Nach 10 Minuten sind aber auch die verschwunden, denn weder wird gestopft noch fällt die Wahl beim Putzen und Polieren auf die alten Socken. LOSLASSEN !

Auch Putzen soll Freude machen! Und Stopfen zahlt sich niemals aus! Socken liegen heute schon bei 1€ in Billigläden! Ich erinnere mich zu gern, wie ich einmal eine rumpelige Abstellkammer mit einem kleinen Kronleuchter bestückte, diese besagten Kartons in Reih und Glied in die Regale stellte und der Wand einen Farbanstrich in Pflaume gab. Von da an stand die Tür zur Kammer immer offen. Ich empfahl sogar, die Tür heraus zu nehmen – Türen sind etwas, das sich uns in den Weg stellt. Ich persönlich könnte ohne Türen IN der Wohnung leben! :-)

BÜRO:

Die Umgebung ist am Erfolg nicht minder beteiligt als ein kluges Köpfchen! Gibt es ein separates Büro? Wird es viel genutzt oder wenig, was darüber entscheiden würde, ob die kleine Arbeitskajüte vielleicht zu einem Gäste- oder Lesezimmer umfunktioniert würde und sich das Laptop auch ins WZ integrieren ließe (wie bei mir). Ist der Arbeitsbereich ein integrierter Bestandteil des Wohnzimmers mit allem, was dazu gehört? Dann schlage ich Raumteiler vor, um die Charaktere zu trennen: offene Regalwürfelkästen (Ikea) oder Paravents oder Sideboards oder hohe Pflanzengefäße – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und als Schreibtisch diene vielleicht kein typischer Bürotisch (vergl. Großraumbüro) samt Bürostuhl – sondern ein Tisch, der sich an die private Atmosphäre anpasst. Und gesunde Stühle, die Auge UND Rücken gleichermaßen befriedigen, gibt es auch!

Denke ich an Mülleimer, denke ich an: WEG DAMIT! Ich möchte nicht, dass Sie Müll sammeln – werfen Sie gleich weg, was Sie vernichten und lagern Sie es nicht in Zwischenstationen wie einem Eimer – der Hausmüll ist doch nicht weit weg und jeder Gang macht schlank! Alternative: geschlossene Holzkiste – solange Sie natürlich nur Papier und keine Bananenschalen entsorgen!

Zu guter Letzt noch ein paar schnelle Tipps zur sofortigen Umsetzung: brauchen Sie wirklich alle Stifte in Ihrem Haushalt? Funktionieren auch noch alle? Wie steht es um die Werbepost? Wenn Sie heute Ihren Briefkasten leeren, tragen Sie nicht gleich alles in die Wohnung: vernichten Sie überflüssige Werbung, auch die Umschläge Ihrer Rechnungen oder Liebesbriefe. Bewahren Sie nur auf, was Sie brauchen und erledigen Sie den Rest sofort! Ansonsten stolpert nicht nur Ihr Auge wieder über lästige Ablageberge!

Und hiermit endet unsere Reise durch die Räume. Für die nächste Woche verspreche ich Ihnen etwas ganz Besonderes: es geht wahrscheinlich um die Liebe! :-)

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne und aufregende Woche. In Ihrem Leben und in Ihrem Zuhause! Hier noch etwas zum Schauen: http://wohnkosmetik-ck.blogspot.com

IhreConstanze*

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Folge 1: Loslassen Folge 2: SOS-Junggesellinnen Folge 3: Mit Räumen Geld verdienen?! Folge 4: Geht die Liebe – kommt das Wohngefühl! Folge 5: Das Glück der Verschmelzung! Folge 6: Welchen Raum braucht die Liebe? Folge 7: Stauraum bitte melde dich! Folge 8: Stauraum Teil 2!

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