Stierkampf: Vier tote Toreros in 3 Tagen

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Am Wochenende starben gleich vier Toreros bei Stierkampf-Veranstaltungen.
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Beim Stierkampf: Vier Toreros sterben an einem Wochenende

Innerhalb von drei Tagen endeten gleich mehrere Stierkämpfe anders als erwartet. Vier Toreros starben während des Kampfes.

Stierkampf steht bereits seit langer Zeit in der Kritik. Wie das Töten eines Lebewesens als Spaßveranstaltung angesehen werden kann, ist nicht nur für Tierschützer unverständlich. Doch gleichzeitig ist der Kampf zwischen Stier und Torero noch immer als fester Bestandteil der spanischen Kultur verankert. Die Tradition fordert jährlich unzählige Opfer. Bei ihnen handelt es sich allerdings nicht nur um Stiere, die am Ende der Veranstaltung sterben.

Neben Zuschauern, sind es nicht selten die Toreros, die verletzt werden. Innerhalb von drei Tagen kam es nun zu vier Todesfällen in Spanien. Geht man nur wenige Wochen zurück, handelt es sich bereits um sieben Menschen, die seit Anfang Juli während eines Stierkampfes getötet wurden.

Der letzte Zwischenfall ereignete sich gerade erst am 16. August in Lerín, nahe Pamplona. Ein gerade einmal 18-Jähriger stellte sich hier einem Stier, doch dieser drehte den Spieß buchstäblich um. Das Tier ging auf den Torero los, der ein Horn in den Bauch gerammt bekam. Der 18-Jährige verstarb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Nur ein Tag zuvor gingen gleich zwei Stiertreiben in der Penafiel und Museros für die Toreros tödlich aus. Die 32- und 36-jährigen Männer starben. Doch die grausamen Unfälle häufen sich noch weiter. Am Freitag den 14.8., noch vor den drei anderen Todesfällen, verletzte ein freigelassener Stier in Blanca einen 55-Jährigen tödlich.

Innerhalb eines Wochenendes starben somit vier Toreros. Die grausamen Zwischenfälle häufen sich. Nur wenige Wochen zuvor wurde einer der bekanntesten Toreros Spaniens, Francisco Riviera Ordonez, von einem Stier am Bauch aufgespießt. Er hat den Unfall überlebt, befindet sich jedoch weiterhin in einem ernsten Zustand. Zu weiteren Todesfällen in Zusammenhand mit Stieren war es am 9. August und 14. Juli gekommen.

Es scheint fast, als würden sich die Tiere für die jahrelange Quälerei aufbäumen. Mit den Todesfällen werden erneut Proteste gegen die umstrittene Tradition des Stierkampfes laut.

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