Stiftung Warentest: Mehr als die Hälfte der Kuscheltiere bekommt mangelhaft

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Foto: Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat Kuscheltiere getestet: Erschreckende Ergebnisse

Selbst ein teures Kuscheltier der Marke Steiff fiel durch. Die Stiftung Warentest hat 30 Kuscheltiere für Kinder getestet und fanden zum Teil krebserregende Stoffe...

Kinder lieben ihre Kuscheltier-Kamerade. Sie kuscheln mit ihnen, nicht selten nuckeln sie auch an ihnen, sie nehmen sie überall mit hin. So ein Kuscheltier muss eine ganze Menge aushalten. Doch wie die Stiftung Warentest jetzt herusgefunden hat, hält ein Großteil der Kuscheltiere nicht nur nicht viel aus, sondern sind auch noch schädlich für unsere Kinder!

30 Kuscheltiere testete die Stiftung Warentest für ihre Dezember-Ausgabe auf Schadstoffgehalt, Entflammbarkeit und die Reißfestigkeit der Nähte; Ergebnis: "Wegen Schadstoffen oder gerissener Nähte schneiden 21 von 30 getesteten Plüschtieren 'mangelhaft'ab, darunter solche von namhaften Herstellern wie Käthe Kruse, Kösen, Sigikid und Steiff. 3 der Stofftiere hätten gar nicht verkauft werden dürfen", heißt es in der Pressemitteilung zu dem Test.

Nach diesen erschreckenden Ergebnissen kann die Stiftung Warentest nur acht von den 30 Kuscheltieren empfehlen. 19 der 30 Produkte – also mehr als 60 Prozent – enthalten kritische Mengen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Einzelne dieser Verbindungen können bei häufigem Kontakt (und wir wissen, wie Kinder ihre Kuscheltiere zu Kameraden machen) Krebs erzeugen.

Bei den drei Stofftieren, die gar nicht hätten verkauft werden können, rissen die Nähte zu schnell auf und Kinder könnten sich die Füllung in den Mund stecken.

Die Stiftung Warentest fordert eine bessere Prüfung von Kuscheltieren: "Beim EU-Schnell­warn­system für gefähr­liche Produkte, Rapex, belegten Spielsachen im vergangenen Jahr mit 650 Meldungen den unrühmlichen ersten Platz. Auch in unseren Tests schneiden sie oft schlecht ab. In den vergangenen fünf Jahren haben wir 150 Plüschtiere, Puppen, Holz- und Plastikspielsachen geprüft. Jedes zehnte Spielzeug scheiterte an den recht­lichen Anforderungen. Made in China oder Germany stellte dabei kein Qualitäts­kriterium dar. Gute und schlechte Produkte kamen aus beiden Ländern. Der aktuelle Test zeigt erneut: Hersteller müssen mehr dafür tun, unbe­denk­liches Spielzeug zu produzieren. Dann können Kinder mit ihren Plüschtieren kuscheln und Eltern ruhiger schlafen."

Die acht Kuscheltiere, die die Stiftung Warentest empfehlen kann, sind:

Senger Tierpuppen Schlenkertier Hase, beige: Note sehr gut (1,0), 58 Euro
Spiele Max / Smiki Hund 25 cm: Note gut (1,6), 15 Euro
Galeria Kaufhof, Bob der Bär, Affenbaby: Note gut (1,7), 7 Euro
Kik Lamm: Note gut (1,7), 5 Euro
Sigikid Katze Sweety: Note gut (1,7), 27 Euro
Oetinger Natur Mein Bio Kuschelbär: Note gut (2,2), 15 Euro
Schmidt Spiele Die Sendung mit dem Elefanten, Elefant: Note gut (2,4), 13 Euro
Heunec Janosch Tigerente, 27cm: Note befiredigend (3,1), 15 Euro

Die drei Kuscheltiere, die Stiftung Warentest gleich melden musste und nicht hätten verkauft werden dürfen:

Karstadt Kuschelwuschel, Pegasus Cerise, 20cm: Note mangelhaft (5,5), 10 Euro
Käthe Kruse Drache Kuno Spieltier: Note mangelhaft (5,5), 27 Euro
Steiff Hoppi Schlenker-Hase, 26 cm: Note mangelhaft (5,5), 50 Euro

Hier alle getesteten Kuscheltiere:

  Foto: Stiftung Warentest

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