Stillt Sport den Appetit?

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Essen nach dem Sport
Foto: Thinkstock

Kein Hunger nach dem Sport

Kennen Sie das? Sie haben vor dem Sport noch riesigen Hunger, danach aber nur noch Appetit auf etwas Leichtes? Wissenschaftler haben nun den Grund für diesen gesunden Sinneswandel herausgefunden.

Bisher sind Forscher davon ausgegangen, dass Hormone, die durch Bewegung ausgeschüttet werden, dafür verantwortlich sind, ob jemand nach dem Sport mehr oder weniger isst als sonst. Eine neue Studie der California Polytechnic State University hat im April 2012 allerdings herausgefunden, dass diese Entscheidung vor allem von Belohnungszentren im Gehirn abhängig ist.

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Im Rahmen der Studie wurden 30 junge und sportliche Frauen und Männer in einem Magnetresonanztomographen (MRT) untersucht. Dabei nahmen die Froscher die Gehirnregionen Insula, Putamen und Rolandic Operculum unter die Lupe, die als Belohungssystem durch Essen gelten. Um den sportlichen Effekt herauszufinden, mussten sich die Probanden im ersten Versuch vor dem MRT ordentlich auf dem Fahrrad auspowern, während sie sich im zweiten Versuch eine Stunde vorher ausruhen durften.

Sport macht Lust auf gesundes Essen

Im MRT wurden den Teilnehmern dann Bilder von Essen gezeigt. Das Ergebnis: Durften sich die Testpersonen vorher ausruhen, reagierte das Belohungssystem vor allem auf fettige, kalorienreiche Speisen wie Cheeseburger, Eis und Kekse. Mussten die Probanden vor dem MRT allerdings in die Pedale treten, zeigten sie keine oder nur sehr wenig Aktivität in dieser Gehirnregion. Das bedeutet somit, das Sport den Appetit auf ungesundes Essen stillen kann.

Dass dieses Ergebnis aber nicht auf jeden Typ Mensch zutrifft, beweist eine 2011 im „The Journal of Obesity“ veröffentlichte Studie mit übergewichtigen Menschen. Bei ihnen löste Sport den gegenteiligen Effekt aus, so dass sie nach viel Bewegung mehr Appetit auf Ungesundes hatten. Wissenschaftler nehmen an, dass es nicht nur auf das Individuum ankommt, sondern auch auf die Art des Workouts, das sie absolvieren. Wie das perfekte Programm für den Einzelnen aussieht, müssen die Forscher allerdings noch herausfinden. Bis dahin gehen wir einfach weiterhin fleißig zum Sport – denn schaden kann es mit Sicherheit nicht!

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