Stimmungstief? Die neuen Tipps für mehr Energie im Winter

 Mit diesen Tipps habt ihr auch im Winter viel Energie
Mit diesen Tipps habt ihr auch im Winter viel Energie
Foto: iStock // SrdjanPav

Kürzere Tage, sinkende Temperaturen - das wirkt sich bei vielen Menschen auch auf die Stimmung aus. Doch schon viele Kleinigkeiten können dem Wintertief vorbeugen

Was Spaziergänge unverzichtbar macht

Möglichst täglich 30–45 Minuten an der frischen Luft spazieren – am besten zwischen 13 und 14 Uhr. Dann sind die Lichtverhältnisse ideal, um die Produktion körpereigener Glücksstoffe anzuregen. Bewegung verstärkt diesen Effekt.

Weshalb eine kalte Dusche happy macht

Ein fünfsekündiger Kälteschock (etwa 13–14 Grad kühles Wasser) beim morgendlichen Duschen reizt bestimmte Nervenstränge im Körper, die mit unserem Gehirn verbunden sind. Dadurch werden u. a. vermehrt Endorphine ausgeschüttet, die Glücksgefühle auslösen und das Schmerzempfinden reduzieren. Das fand der Molekularbiologe Nikolai Shevchuk heraus.

Warum ein Lachen nicht echt sein muss

Lachen setzt im Körper einen Entspannungs-Mechanismus in Gang. Das Glückshormon Serotonin und sogar schmerzstillende sowie entzündungshemmende Stoffe werden vermehrt produziert. Das geht so: Stellen Sie sich vor den Spiegel, denken Sie an etwas Amüsantes und lächeln Sie sich an. Weil unser Gehirn merkt, dass gelächelt wird, schaltet es automatisch in den Gute-Laune-Modus.

Wie sich Glück finden lässt

Züricher Psychologen sind sicher: Wir können unser Gehirn auf gute Laune umprogrammieren. Dazu täglich drei schöne Begebenheiten aufschreiben. Weil wir uns so mit positiven Ereignissen stärker beschäftigen, rückt Negatives in den Hintergrund – wir achten künftig stärker auf das, was uns erfreut.

Was Fantasie uns schenkt

Bücher geben uns nicht nur die Möglichkeit, in eine andere Welt einzutauchen, sie helfen uns auch, Probleme zu bewältigen. Mediziner sprechen dabei von der Bibliotherapie: Durch das Lesen einiger Zeilen einer Geschichte oder eines Gedichts erlangen wir neue Eindrücke und Denkanstöße, vielfach auch den Mut, etwas zu verändern.

Warum Sport jetzt wichtig ist

Wer dreimal pro Woche für etwa 45 Minuten trainiert (z. B. Joggen), erzielt damit einen stimmungsaufhellenden Effekt, der vergleichbar ist mit chemischen Mitteln wie Antidepressiva, so eine US-Studie. Grund: Bewegung regt u. a. die Produktion des Glückshormons Serotonin an.

Wie eine Selbst-Massage den Kopf entspannt

Sanfte Berührungen erhöhen den Spiegel des Gute-Laune-Hormons Serotonin und wirken so dem Blues entgegen. Für eine Selbstmassage 3–4 Tropfen eines Körperöls mit stimmungsaufhellendem Aroma (z. B. Bergamotte, Geranie, Grapefruit) in die Handflächen geben, mit leichtem Druck Schultern und Nacken für zehn Minuten massieren.

Wie Freundschaften die Seele streichein

Für unsere Psyche sind Freunde und Familie sehr wichtig. Dieser Kontakt lässt den Körper verstärkt Substanzen ausschütten, die unsere Zufriedenheit sowie unser Selbstwertgefühl steigern. Gerade wenn es uns nicht gut geht, sollten wir Freundschaften pflegen. Dazu reicht schon ein kurzes Telefonat. Forscher wiesen sogar nach: Je mehr soziale Kontakte wir haben, desto weniger Stresshormone sind im Blut.

Wie Lieblingsmusik uns plötzlich fröhlich sein lässt

Bestimmte Melodien wecken positive Erinnerungen. Dadurch wird verstärkt das Wohlfühlhormon Dopamin ausgeschüttet. Dieses hemmt das Angstzentrum im Gehirn, das für negative Emotionen verantwortlich ist, und Stresshormone werden abgebaut. Wer mitsingt, verstärkt diese Wirkung. Übrigens: Klassik und spezielle Entspannungsmusik wirken ähnlich beruhigend auf den Körper.

Was Sorgen aus dem Kopf verbannt

Wer über seine Probleme redet, sieht sie häufig in einem anderen Licht und findet für sie schneller eine Lösung. Doch wie Studien gezeigt haben, müssen wir dazu nicht alle Zweifel und Nöte anderen Menschen anvertrauen. Psychologen haben festgestellt, dass das Aufschreiben den gleichen befreienden Effekt hat: Bringen Sie Ihre Gedanken und Gefühle zu Papier und werfen Sie die Notizen anschließend in den Müll. Das Gehirn bekommt so den Eindruck, mit der Angelegenheit abgeschlossen zu haben.

Weshalb Klopf-Akupressur negative Gedanken vertreibt

Beim Tapping werden verschiedene Akupressur-Punkte stimuliert, um die Anspannung im Körper zu lösen. Klopfen Sie nacheinander je siebenmal mit Mittel- und Zeigefinger auf die folgenden Punkte: Handkante, Anfang der Augenbraue nahe der Nasenwurzel, außen seitlich vom Auge, unterhalb Ihres Auges auf das Jochbein, zwischen Nase und Oberlippe, Kinn, Schlüsselbein und eine Handbreit unter der Achsel. Auf welcher Körperhälfte Sie das machen, ist für den erholsamen Effekt egal. In der Regel wird das Klopfen mit der dominanten Hand, also bei Rechtshändern mit rechts auf der linken Seite, durchgeführt.

Warum Atmen glücklich macht

Forscher konnten anhand von Gehirnscans nachweisen, dass eine einfache Übung genügt, um die Biochemie des Gehirns von Stress in Richtung Gelassenheit zu verändern. Erst wenn die Anspannung abfällt, gelingt es uns, aus vollem Herzen Freude zu empfinden. Und so funktioniert’s: nach dem Einatmen die Luft anhalten. Sobald der Impuls zum Ausatmen auftritt, noch ein wenig warten. Das bringt den Verstand auf einer tieferen Ebene zur Ruhe. Dann ausatmen. Am besten dreimal wiederholen.

Warum Genuss den Frust nimmt

Gesundheitsforscher wissen mittlerweile, wie wichtig Achtsamkeit für das körperliche und seelische Wohlbefinden ist. Statt aus Frust zu naschen, sollten wir uns etwas genussvoll gönnen: z. B. ein Stück Kuchen oder den leckeren Kakao aus Kindertagen. Es sollte etwas sein, das seit jeher als besonders gilt. Denn kleine Zeichen der Wertschätzung aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn. Das gibt ein gutes Gefühl.

Weshalb wir zu Hause Buntes brauchen

Unser Gehirn reagiert sehr stark auf leuchtende, kräftige Farben. Besonders die Herbsttöne Gelb, Orange und Rot haben eine lebensbejahende, fröhlich machende und anregende Wirkung, wie Wissenschaftler feststellten. Diese kleine Farbtherapie gelingt über die eigene Kleidung, Wohnungsdekoration (z. B. neue Kissen) oder einfach einen Blumenstrauß auf dem Schreibtisch.

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