Strahlende Insel-Schönheit im Mittelmeer: Zypern

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Reise-Tipp

Aphrodite, die Göttin der Liebe, soll an der Südwestküste der Insel Zypern aus dem Meer geboren sein. Mit Adonis, einem ihrer Geliebten, verbrachte sie vergnügliche Stunden in einem grünen Quellteich auf der Akamás-Halbinsel (1). Wundersame Kräfte schreiben die Zyprioten heute diesem Adonis-Bad zu. Frauen soll es verjüngen, Männer zu kräftigem Haarwuchs verhelfen. Erfrischend ist das Wasser nach einer staubigen Jeeptour durch das wild zerklüftete Naturparadies allemal.

Grenzenloser BadespaßDie drittgrößte Mittelmeer-Insel ist Zypern. Sie hat seit Jahrtausenden eine bewegte Vergangenheit. Die Phönizier, die alten Ägypter, nach den Römern die Kreuzritter, später die Venezianer und Türken, schließlich britische Kolonialherren kämpften um die fruchtbare Insel. 1960 wurde die Insel Zypern ein unabhängiger Staat, seit 1974 ist er zwischen den griechischen und türkischen Zyprioten geteilt. Die Grenze läuft quer durch die Hauptstadt Nicosia (2). Seit 2004 gehört der griechische Süden zur EU, der Norden steht unter türkischer Hoheit. Urlauber lieben beide Landesteile, die lebhaften Ferienstädte wie Agia Nápa (3) und lauschigen Buchten im Süden. Im Norden schwärmen Fans der Insel Zypern von der idyllischen Hafenstadt Kyrénia (4), die türkisch Girne heißt, mit ihrem schicken Acapulco Beach, aber auch von den Endlos-Stränden auf der Halbinsel Karpasia. Fast überall auf der Insel Zypern geht es familienfreundlich flach ins Meer . Besonders beliebt ist der goldene Sand am Kap Greco beim quirligen Agia Nápa und weiter westlich am weitläufigen Nissi Beach. Dazwischen immer wieder Buchten für Romantiker.

Weiße Felsen im goldenen SandIn der Hafenstadt Larnaca (5) mit ihrer palmengesäumten Uferpromenade und dem schicken Yachthafen landen die meisten Ferienflieger. Zwischen Larnaca und der modernen Stadt Limassol (6) lockt der abwechslungsreiche Governor’s Beach mit langen Sandstränden und einsamen Plätzchen an der wilden Steilküste mit weißen, glattgeschliffenen Felsen. Weiter im Südwesten reihen sich die schönsten Badeplätze: der Lady’s Mile Beach und die belebte Coral Bay gleich hinter Paphos (7). In dem schmucken Hafenstädtchen begegnet man auf Schritt und Tritt der bewegten Inselgeschichte. Sehenswert sind die kunstvollen Mosaiken in den römischen Ruinen, das Amphitheater, die ägyptischgriechischen Königsgräber und das mächtige türkische Fort von 1592 am Hafen. An der Nordküste der eingangs erwähnten Akamas-Halbinsel liegt die Fontana Amorosa, ein kleiner Sandstrand (keine Hotels, keine Tavernen – Ruhe pur!), den man am besten mit dem Ausflugsboot von Paphos aus erreicht.

Fruchtige Weine und kostbare Ikonen Eine Tour ins grüne Herz Zyperns sollte unbedingt auf dem Programm stehen. Achtung, Linksverkehr! In engen Kurven winden sich die Straßen hinauf ins waldreiche Troodos- Gebirge, vorbei an unzähligen Weinterrassen, stillen Dörfern und bedeutenden Klöstern mit Ikonen und Fresken, die die UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt hat. "Die Insel der Götter" nennen die Zyprioten ihre Heimat. Wie könnte der höchste Gipfel (1.951 Meter) da wohl anders heißen als Olymp? Oben auf dem "Sitz der Götter" hat mit Fernsehsendern und Antennenmasten längst die Moderne Einzug gehalten. Doch göttlich ist sie immer noch, die Aussicht über diese unglaublich schöne Urlaubsperle im Mittelmeer.

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