Strand-Foto verändert das Selbstbild dieser Frau

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Strand-Foto verändert das Selbstbild dieser Frau
Foto: bridgettetales.com

Inspirierende Frauen: Bridgette White

Bridgette White war geschockt von einem Foto, das unbemerkt von ihr geschossen wurde. Bis sie herausfand, was ihre beiden Kinder (7 und 9 Jahre) darüber dachten. Ihre Reaktionen veränderten Bridgettes Selbstbild. Lesen Sie hier die bewegende Geschichte.

Ein unbemerkter Schnappschuss vom Strand stellt das Selbstbild von Bridgette White auf den Kopf. Nicht, weil sie von ihrer Körperfülle geschockt ist. Sondern weil ihre beiden Kinder sie auf dem Foto schön finden. Das kann die 37-Jährige im ersten Moment überhaupt nicht verstehen.

Auf ihrem Blog „Bridgette Tales“ berichtet sie am 14. Juli 2014 ganz genau von dem Vorfall: „Als ich durch die Fotos auf meinem Handy blätterte, sah ich es. Meine erste Reaktion war Schock. Wer hat dieses grässliche Foto von mir gemacht? Selbsthass und Ekel kamen in mir hoch und brachten mich fast dazu, in Tränen auszubrechen.“ Bridgette White ist kurz davor, das Foto von ihrem Handy zu löschen, als ihr neunjähriger Sohn ins Zimmer kommt.

Ihre Kinder finden sie wunderschön

„Weißt du, wer dieses Foto geschossen hat?“, fragt sie ihn.

„Ich habe das von dir in Tahoe gemacht“, antwortet ihr Sohn. „Du sahst so schön aus , wie du dort gelegen hast, da konnte ich gar nicht anders.“

„Du musst mich fragen, bevor du mein Handy nimmst, um Fotos zu machen“, weist sie ihn zurecht.

„Ich weiß. Aber Mama, ernsthaft, schau mal, wie schön du aussiehst."

Bridgette sieht sich das Bild noch einmal an und versucht zu sehen, was ihr Sohn darin sieht. Ihre siebenjährige Tochter kommt hinzu und schaut sich das Bild ebenfalls an.

„Das könnte eine Postkarte sein, Mama", sagt sie. „Du siehst so schön aus."

Auf ihrem Blog schreibt Bridgette später:

Ich sehe generell immer nur meine Schwachstellen und Makel und konzentriere mich darauf. Jetzt fange ich an, etwas mehr zu sehen. Ich sehe immer noch meine Dellen und fetten Oberschenkel. Ich sehe aber auch eine Mutter k.o. am Strand, die einfach nur stundenlang mit ihren Kindern den See erkundet hat.

Ich sehe immer noch die schwabbeligen Arme. Ich sehe aber auch die Arme einer Mutter, die ihren Kindern über die Steine und durch den heißen Sand geholfen hat, damit ihre Füße nicht wehtun. Ich sehe eine fette Frau in einem schwarzen Badekleid, die versucht, ihre Gewichtsprobleme zu kaschieren. Ich sehe aber auch eine abenteuerlustige Mutter, die ihre Kinder leidenschaftlich liebt.

Wie viele Frauen habe ich die meiste Zeit meines Lebens mit meinem Gewicht gekämpft. Das wird sich wohl nie ändern. Ich habe keinen natürlich schlanken Körper. Das werde ich nie haben.

Momentan bin ich so schwer wie seit zehn Jahren nicht mehr. Doch ... Ich lasse mich diesmal nicht von meinem Gewicht aufhalten. Ich trage Tank-Tops, Sommerkleider und Badeanzüge in der Öffentlichkeit. Ich renne herum und spiele diesen Sommer mit meinen Kindern - und manchmal fühle ich mich sogar attraktiv.

Liegt es daran, dass ich älter werde? Weil ich jetzt andere Sorgen habe als mein Aussehen? Oder vielleicht, weil mich meine Kinder mit solch bewundernden Augen ansehen. Ganz ehrlich, es ist egal. Ich hasse meinen Körper nicht mehr. Es ist wirklich ein großer Schritt für mich, das zuzugeben, und mich selbst an den Gedanken zu gewöhnen.

Ich werde nicht aufhören, Sport zu treiben und mich gesund zu ernähren. An diesen Dingen werde ich festhalten, schließlich will ich noch eine Weile hier sein. Im Moment will ich aber einfach nur meinen Körper lieben. Ich will mich so sehen, wie mich meine Kinder sehen.

Danke, Kinder.

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