Stress erkennen und entschleunigen

orthomol stress erkennen un
Erkennen Sie Stress und entkommen Sie ihm mit unseren Anti-Stress-Tipps.
Foto: iStock / CentralITAlliance

Stress-Falle Alltag

Egal, ob wir ihn im Beruf oder Zuhause erleben: Stress ist eine der größten Belastungen für unsere Gesundheit. Doch wenn Du Stress erkennst, gibt es Wege, das Leben zu entschleunigen. Regelmäßige Pausen und persönliche Bedürfnisse zu erkennen, gehören u.a. dazu. Wie Du Stress erkennst und was Du gegen ihn tun kannst, verraten wir Dir hier.

Stress erkennen: Warnsignale

Du erkennst Stress an deutlichen Anzeichen für eine Überlastung, wenn sich der Alltag dadurch merklich verändert. Beantworte Dir daher regelmäßig folgende Fragen: Habe ich häufiger Spannungskopfschmerzen? Rauche ich mehr als sonst oder esse und trinke ich unkontrolliert? Kann ich schlecht ein- oder durchschlafen? Auch Ängstlichkeit, Nervosität, Gereiztheit und unvermittelte Tränenausbrüche zählen zu den emotionalen Warnzeichen. Ebenso das ständige Gefühl, keinen klaren Gedanken fassen zu können.

Grenzgänger Stress: Was ist positiver, was negativer Stress?

Es ist schwierig, hier eine Grenze zu ziehen, denn jeder Mensch hat ein anderes Stressempfinden. Positiver Stress beflügelt, kitzelt Höchstleistungen heraus und lässt unser Selbstwertgefühl wachsen. Der Motor dieses sogenannten Eustresses ist die Adrenalinausschüttung.

Beim negativem Stress, dem Distress, wird Kortison erhöht ausgeschüttet. Darauf reagieren Kopf und Körper blockiert – der Stress lässt sich nicht mehr bewältigen. Achte auf Deine Reaktion bei verschiedenen Anforderungen: Nur dadurch kannst Du merken, ob der dabei entstehende Stress für Dich positiv oder negativ ist.

Körperliche Reaktionen auf Stress

Die Nebennieren produzieren Adrenalin und Kortison. Adrenalin sorgt in Stesssituationen für eine Steigerung der Energie. Der Blutdruck, Blutzuckerspiegel und die Herzschlagfrequenz steigen an. Die verbesserte Durchblutung kann sogar zu Höchstleistungen führen.

Kortison ist bei chronischer Belastung für die Regulation vieler Körperfunktionen verantwortlich. Wenn es über einen längeren Zeitraum ausgeschüttet wird, kann es zu einer Entgleisung vieler Stoffwechselvorgänge kommen – das Immunsystem wird geschwächt.

Die Folgen: Bluthochdruck, Herzprobleme, Tinnitus bzw. Ohrgeräusche, Unruhe, Schlafstörungen, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden.

Stressfaktoren und wie sie auf unser Herz wirken

U.a. ist Stress im Job ein großer Faktor, der gesundheitliche Probleme am Herzen verursachen kann. Das Hamburger Abendblatt berichtete in einer Studie von 2012, dass häufiger Zeitdruck, die Vermehrung des Arbeitsvolumens, Unterbrechungen bzw. Störungen im täglichen Arbeitsprozess, häufige Überstunden, körperliche Anstrengungen und viel Verantwortung die größten Stressoren sind.

Faktoren wie zu wenig Anerkennung in Form eines angepassten Gehalts, eine Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse, zu wenig Anerkennung von Vorgesetzten, schlechte Aufstiegschancen und eine ungerechte Behandlung am Arbeitsplatz können ebenso buchstäblich ans Herz gehen.

Chronischer Stress bewirkt eine dauerhafte Adrenalinausschüttung. Dieses Stresshormon lässt den Körper auf „Kampf-“ oder „Fluchtmodus“ umschalten: Unser Blutdruck klettert nach oben, die Muskulatur wird stärker durchblutet.

In der Steinzeit war dieser Kampf- und-Flucht-Reflex sinnvoll: Schließlich konnte jederzeit ein Höhlenbär aus dem Gebüsch brechen. Doch heute müssen wir nicht mehr ständig in Alarmbereitschaft sein.

Folge: Weil die „Entladung“ fehlt, bleibt das Adrenalin in unserem Körper und sorgt für eine Daueranspannung. Durch den damit einhergehenden erhöhten Blutdruck kann das Herz Schaden nehmen. Du kannst den erhöhten Adrenalispiegel z.B. mit Sport abbauen.

Entspannungsmethoden

Gute Erfahrungen werden mit Entspannungstechniken wie dem Autogenen Training, Yoga oder progressiver Muskelentspannung gemacht. Erkundige Dich bei Deinem Arzt oder bei der Krankenkasse, welche Angebote es in IhDeinem Ort gibt, damit Du die richtigen Übungen erlernen und später alleine durchführen kannst.

Auch Bewegung ist ein ausgezeichnetes Mittel, dem Stress zu begegnen. Insbesondere Ausdauersportarten wie Nordic Walking und Schwimmen haben sich bewährt.

Kategorien: