Stress für die Haut: Was bei zu viel Sonne wirklich hilft

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Endlich beginnt die langersehnte, entspannte Urlaubszeit. Egal, ob im heimischen Garten oder am fernen Strand - der Schutz der Haut vor gefährlicher UV-Strahlung sollte an erster Stelle stellen. Denn sonst können Sonnenbrand, allergische Reaktionen oder Ekzeme die schönste Zeit des Jahres schnell verderben. Unser Experte, Dr. Ulf Walsdorfer, beantwortete Fragen zur Hautpflege im Sommer.

Sie haben nach dem Sonnen oft entzündete Hautstellen. Warum ist das so?

Wenn Ihre Haut sich nach Sonnenbädern schnell entzündet, kann das auf eine photoallergische Reaktion deuten. Oft ist die Haut in dem Fall empfindlich auf bestimmte in Sonnenschutzcremes enthaltene Substanzen, die sich durch hohe UV-Strahlung bilden. Dazu gehören vor allem Duftstoffe, Farb- oder Konservierungsmittel und die verwendeten Fette sowie Emulgatoren. Doch auch bestimmte Medikamente (z.B. Blutdrucksenker, Antibiotika oder Schmerzmittel) können die Haut für Lichteinfluss empfindlicher machen. Suchen Sie am besten einen Hautarzt auf, er kann die Ursache testen.

Leiden Sie unter einer Neurodermitis. Was sollte man beim Sonnenbaden beachten?

Trockene, rissige und zu Entzündungen neigende Haut kann von UVA-Strahlen sogar profitieren. Doch Neurodermitis-Patienten sollten sich vor extremer Sonnenbestrahlung hüten. Ein Sonnenbrand kann zu einer akuten Verschlechterung des Hautbildes führen. Wenn Sie ein Medikament einnehmen, dass die Immunreaktion unterdrückt, kann es zudem sein, dass Sie sensibler auf Sonne reagieren. Sprechen Sie vorab mit Ihrem Arzt darüber. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Sonnencreme auf Produkte ohne Parfüm, Zusatzstoffe und Emulgatoren.

Haben Sie Sonnenallgerie?

Die sogenannte Poly morphe Lichtdermatose zeigt sich vor allem bei sonnenentwöhnter Haut. Dann entstehen z. B. ausgerechnet im Urlaub nach dem ersten Sonnenbaden juckende, gerötete Hautstellen, Pusteln oder regelrechte Knötchen auf der Haut. Setzen Sie Ihre Haut nur sehr gemäßigt der Sonne aus. Schützen Sie sich mit leichter Kleidung und einer Sonnenschutzcreme mit einem ausreichend hohem Lichtschutzfaktor. Sehr hilfreich bei Pickeln, Pusteln und Rötungen ist auch ein so genanntes Cremogel. Es enthält den Wirkstoff Hydrocortison (z. B. in Soventol HydroCort, rezepfrei, Apotheke). Dieser lindert die Entzündung und ist angenehm kühlend.

Was passiert mit der Haut bei einem Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand ist eigentlich eine Verbrennung. Bei zu intensiver UV-Strahlung zeigt sich 3-24 Stunden nach der Hautschädigung eine starke Rötung der betroffenen Stellen. Diese entsteht durch die von der Hitzeeinstrahlung geweiteten Blutgefäße, es folgen meist schmerzhafte Schwellungen.

Hier geht's zu den besten Sonnencremes.

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