Studie enthüllt: Die Hälfte deiner Freunde mag dich nicht

studie haelfte freunde mag dich nicht

Foto: iStock

Die Hälfte deiner Freunde mag dich nicht

Eine neue Studie enthüllt, dass es mit unserer Menschenkenntnis anscheinend ziemlich schlecht steht. Nicht einmal unsere eigenen "Freundschaften" ordnen wir richtig ein.

Ein Leben ohne Freunde wäre ein trostloses Leben, denn Freunde sind einfach toll. Man ist für einander da, hilft sich durch gute und schwere Zeiten, lacht und weint gemeinsam. Man kann sich austauschen, sich und andere reflektieren, tolle Dinge gemeinsam erleben...

Doch was, wenn die Menschen, die du für deine Freunde hältst, dich gar nicht als ihre Freundin sehen? Wenn eure Freundschaft auf Einseitigkeit beruht?

Eine Studie der Universität Tel Aviv und des Massachusetts Institute of Technology fand jetzt heraus, dass wir anscheinend extrem schlecht darin sind, unsere Beziehungen zu anderen Menschen einzuschätzen. Die Hälfte unserer Freunde sieht uns nicht als ihre Freunde!

In der Studie wurden 84 College-Studenten darum gebeten, ihre Kommilitonen einzustufen von 0 (wir kennen uns nicht) über 3 (wir sind befreundet) bis 5 (das ist einer meiner besten Freunde).

Das Ergebnis: 94 Prozent der Studien-Teilnehmer dachten, ihre Freundschaft (also Einschätzung von 3 bis 5) würde erwidert werden. Doch nur 53 Prozent der Freundschaften wurden auch erwidert.

via GIPHY

Jetzt kann man sagen: 84 Studenten, das sind doch viel zu wenig, das ist doch nicht repräsentativ. Doch die Forscher haben daraufhin ihre Ergebnisse mit sechs weiteren Studien und den Auswertungen der Fragebogen aus diesen verglichen. Und auch hier kam heraus: Es wurde nie eine höhere Rate von erwiderter Freundschaft als 53 Prozent erreicht, die niedrigste Rate lag bei einer Studie sogar bei 34 Prozent.

Doch warum schätzen wir unsere Freunde so extrem falsch ein?

Die Wissenschaftler sagen, dass die Vorstellung, dass unsere Freundschaft (also Zuneigung) nicht erwidert wird, unser Selbstbild in Frage stellt. Darum tricksen wir uns selbst aus, indem wir uns einreden, unsere Zuneigung würde erwidert werden.

Die Forscher gingen noch einen Schritt weiter und untersuchten, inwieweit wir uns von unseren falschen und wahren Freunden beeinflussen lassen. Dafür brachten sie unterschiedliche Paarungen aus einseitigen und beidseitigen Freundschaften dazu, gemeinsam Sport zu machen.

Und zum Glück kam dabei heraus, dass die Paarungen, die ihre Freundschaft erwidern, also die echten Freunde, viel bessere Ergebnisse erzielten. Sie konnten sich gegenseitig motivieren und erreichten viel bessere Ergebnisse beim Workout.

Also immerhin lassen wir uns nur (bzw. besser) von unseren echten Freunden beeinflussen!

Weiterlesen:

Alles rund um (echte und falsche) Freundschaft >>

Wahre und falsche Freunde: Was macht Freundschaft aus?

via GIPHY

Die bunte Welt von Wunderweib.de gibt es jetzt auch bei WhatsApp! Abonniere hier Deinen WhatsApp-Newsletter >>

ww5

Kategorien: