SUP: Neuer Trendsport erobert deutsche Städte

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Gisele Bündchen ist nur eine der Stars, die im SUP-Fieber sind. Stand Up Paddling bietet viel Erholung und Spaß.
Foto: (c) instagram.com/giseleofficial#

Trend-Check

Surfen in deutschen Städten geht nicht? Geht doch! Bis jetzt ist für Surf-, Windsurf- und Kite-Surf-Anhänger der Sport immer mit Organisation und Stress verbunden. Doch wer einfach mal zu Hause bleiben und trotzdem auf den Boardsport nicht verzichten möchte, für den gibt es jetzt einen neuen Trendsport - SUP! Einzige Voraussetzung: Sie sollten in einer Stadt wie Hamburg, Berlin oder München mit Wasseranbindung bzw. in einer Umgebung mit Seen oder Wasserläufen leben.

Was das SUP ausmacht, was Sie dafür brauchen und welche Stars schon im SUP-Fieber sind, erfahren Sie hier.

Neuer Trendsport: Was ist SUP aka Stand Up Paddling?

SUP wird auch als Stehpaddeln bezeichnet. Vom Materialaufwand und von der Technik ähnelt es dem Wellenreiten. Einziger Unterschied: Auf dem SUP-Board wird gestanden und anstatt Arme und Hände wird das Stechpaddel zum Vorankommen genutzt.

Großer Vorteil: Fast jedes Gebiet eignet sich zum Stand Up Paddling - egal ob Fließgewässer (Ozean) oder ruhiges Stehgewässer (See), SUP macht überall Spaß und bietet viel Erholung.

Ursprung des neuen Trendsports SUP

In Asien seit Jahrtausenden bekannt - dort bewegten und bewegen sich die Einheimischen bis heute auf Ein-Mann-Bambusflößen per Stangen bzw. Paddel vorwärts. Auf Hawaii war Stand Up Paddling der Sport des Königs. Außer ihm durften sich nur Auserwählte stehend auf dem Wasser fortbewegen. Im 20. Jahrhundert nutzten zuerst nur Fotografen und Surflehrer das Stand Up Board, um näher an den Surfern zu sein und besser sehen zu können.

Laird Hamilton, einer der einflussreichsten "Big Wave"-Surfer unserer Zeit entwickelte diesen Zustand und bestehende Materialien weiter, nahm das Stechpaddel dazu und kreierte damit eine unvergleichliche Art sich im Wasser fortzubewegen.

Trendsport SUP - Entspannung oder Workout?

Es geht Beides! Egal ob Sie per Wasserweg wunderschöne, einsame Landschaften erkunden oder ein hervorragendes Ganzkörperworkout machen wollen - SUP ist die Sportart dafür.

Wer kann den neuen Trendsport ausführen?

Auch das ist ein großer Vorteil: Jedes Alter, jedes Fitness-Level ist bei SUP willkommen. Sie sollten gut schwimmen können, das ist eine wichtige Voraussetzung, doch dann hören die Einschränkungen erfreulicherweise schon auf.

Durch die aufrechte Position auf dem Stand Up Board werden Arme, Oberkörper, Rumpf- und Beinmuskulatur trainiert . Insgesamt kann man Stand Up Paddling als ein gelenkschonendes Ausdauer- und Mentaltraining für Jedermann bezeichnen.

SUP-Board: Welche Länge ist für mich richtig?

Mit Einführung der Sportart nutzten Stand Up Paddler Longboards oder Tandemboards vom Wellenreiten, da sie genügend Auftrieb erzeugen, um das Gewicht des Sportlers im Stehen mit Ausrüstung zu tragen. Eine Sicherung war durch die Boardleash ebenfalls vorhanden.

Letzteres Detail wurde für die neuen SUP-Boards übernommen, doch die Shapes haben sich deutlich verändert. Momentan befinden sich Bretter in Längen zwischen 1,80 Meter und über 4 Meter mit einem Volumen von 100 bis 250 Liter auf dem Markt.

Welches Board das Richtige ist entscheiden vor allem die Konditionen, in denen gepaddelt wird, denn es gibt SUPs zum Wellenreiten, zum Flachwasser-Cruisen, für Downwinder auf dem offenen Meer und fürs racen im Flachwasser als auch offenen Meer.

Auch aufblasbare SUP-Boards, die leichter zu verstauen und zu transportieren sind, sind mittlerweile erhältlich und vor allem für Freizeitsportler interessant.

Kriterien für das richtige Board

* Je kleiner das Board, umso schwieriger ist es zu paddeln und Wellen zu bekommen. Daher ist es gerade für Anfänger wichtig darauf zu achten, dass das Board nicht zu klein ist. Lieber eine Nummer größer kaufen, auch mit großen Brettern kann man gut surfen.

* Unbedingt die Konditionen vor Ort checken! Dann die Frage stellen, was will ich mit meinem Board machen - nur die Bedingungen zu Hause nutzen, oder auch im Urlaub im offenen Meer paddeln? Dann wäre ein Allrounder-SUP die beste Wahl für den größten Spaß.

Kleine Faustregel: Alle Bretter, die sich für das Paddeln im Ozean eignen, sind auch für Flachgewässer geeignet. Umgekehrt ist das nicht der Fall.

* Für professionelle Wettrennen eignen sich Raceboards am besten - sie sind für Schnelligkeit konzipiert. Für Rennen trainieren kann man jedoch auf jedem Brett.

Kriterien für das Paddel

* Die meisten Paddel sind höhenverstellbar. Optimale Höhe des Paddels ist rund eine Paddel-Blattlänge länger als der Surfer selbst.

* Preisgünstige Paddel bestehen oftmals aus einem Aluschaft und einem einfachen Kunststoffblatt während leistungsfähigere Paddel aus Glasfaser und kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff gefertigt werden. Sie sind daher auch deutlich leichter.

SUP-Einstiegskurs oder lieber Learning by doing?

Wenn Sie noch nie auf einem SUP gestanden haben, empfiehlt es sich sehr in einem Einsteigerkurs die Technik zu erlernen, denn auch wenn´s so aussieht - einfach aufstehen und los funktioniert bei dem Wassersport dann doch nicht!

Im Kurs lernen Sie nicht nur das Paddel richtig einzustellen und zu handhaben, sondern wie Sie je nach Bedingungen auf das Brett steigen, aufstehen, sich bewegen und was im Notfall zu beachten ist.

Weitere Informationen zum neuen Trendsport unter

* SUP Guide

* SUP im Deutschen Wellenreit Verband

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