Super-AIDS gibt es wirklich!

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Super-Aids gibt es wirklich!
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Super-Aids

Im Netz kursieren seit jeher Gerüchte über Super-AIDS als besonders resistente HI-Virenform, die schnell zum Ausbruch der Krankheit führt. Aber was stimmt?

2005 wurde in New York ein Fall von einem homosexuellen 40-Jährigen, der nach dem Analverkehr mit mehreren hundert Männern binnen weniger Wochen an AIDS erkrankte, gemeldet. Nur ein paar Monate zuvor hatte er bereits einen HIV-Test gemacht, der aber negativ ausfiel. Trotz des ungewöhnlichen Krankheitsverlaufs dementierten Wissenschaftler, dass es Super-Aids gibt. Der Mann konsumierte zusätzliche Metamphetamine (Crystal Meth), die sein Immunsystem zusätzlich negativ beeinflusst haben sollen.

Nun aber bestätigt die Wissenschaft eine neue, besonders aggressive HI-Virenform. Mittlerweile können Medikamente den Ausbruch von AIDS lange hinauszögern. Doch die neuen HI-Viren sind viel aggressiver. Mehrfacher, ungeschützter Sex mit wechselnden Partnern, die mit abweichenden Virenstämmen infiziert sind, birgt die Möglichkeit, dass ein Patient sich unabhängig voneinander zwei verschiedene Varianten des Aidserregers einfängt, die sich im Körper zu einem weiteren neuen Stamm rekonstruieren können. Diese neuen Viren führen innerhalb von drei Jahren nach der Infektion zum Ausbruch der Immunschwächekrankheit AIDS. Im Vergleich zu normalen Viren, die sich oft erst nach über zehn Jahren zu AIDS entwickeln, erkranken die Patienten sehr schnell. Oft bemerken sie die Infizierung vorher kaum, was eine Behandlung erschwert. Super-Aids gibt es also wirklich.

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