Symptome der Sommergrippe und was Sie tun können

symptome sommergrippe b
Foto: © fotografstockholm - iStockphoto.com

Hat es Sie auch erwischt?

Auch in der schönsten Zeit des Jahres trifft es überraschend viele Menschen: Sie husten, klagen über Schnupfen und Halsschmerzen – alles typische Fälle von Erkältung bzw. Sommergrippe und in der Ferienzeit besonders ärgerlich. Warum die Erkältungsviren sich auch in der warmen Jahreszeit verbreiten, welche Symptome auftreten und wie man sich wirksam schützen kann, erklärt unser Experte Dr. Dietrich Lau, Allgemeinmediziner aus Hamburg.

 

Symptome einer Sommergrippe

Eine Sommergrippe kündigt sich meist mit einem kratzenden, trockenen Hals an. Die Nase läuft, Kopfschmerzen und starke Abgeschlagenheit stellen sich ein. Es kann zu Fieber, Ohrenschmerzen, Schüttelfrost und – sehr typisch für die Sommergrippe – auch zu Bauchweh und Brechdurchfall kommen. Alle diese Symptome sind natürlich in der heißen Jahreszeit am schwersten zu ertragen.

 

Die Hauptursachen

Die Gründe für einen grippalen Infekt im Sommer sind leider häufig hausgemacht. Viele Menschen glauben, im schönsten Sonnenschein kann es keine Grippeviren geben. Der Sommer mit seinen langen Nächten sorgt vor allem in der Urlaubszeit für ein etwas entspannteres Leben: Eine gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf spielen dann eine Weile keine so große Rolle. Das macht es den Viren leichter. Aber auch Zugluft, z. B. durch geöffnete Autofenster, Ventilatoren und Klimaanlagen in Wohnunen und Büros, ist schuld an vielen grippalen Infekten.

Der Grund: Zugluft trocknet die schützenden Schleimhäute im Nasen-Rachenraum aus und macht so für Viren den Weg frei.

 

Unterscheiden sich Sommer- und Wintergrippeviren?

Ja. Die sommerlichen Grippeviren lieben die Wärme . Einige spezielle Varianten z. B. sind sogar komplett unempfindlich gegen das UV-Licht der Sonne. Die Übertragung erfolgt hingegen in gleicher Weise wie im Winter: Vor allem über die Hände und durch Tröpfcheninfektion beim Niesen und Husten.

Wichtig bei jeder Grippeinfektion ist dann, sofort und konsequent im Bett zu bleiben und die Beschwerden gründlich auszukurieren – auch wenn uns dies in der warmen Jahreszeit besonders wenig Spaß macht.

 

Pflanzliche Arzneien für die körpereigene Abwehr

Mit dem Wasserdost, den schon die nordamerikanischen Indianer verwendeten, bietet die Natur eine sehr gute Alternative zu chemisch-synthetischen Arzneien. Als Extrakt ist er sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung grippaler Infekte sehr wirksam. Eine aktuelle Studie mit dem Pflanzenextrakt (Prüfpräparat: Contramutan, rezeptfrei, in Apotheken) beweist, dass Wasserdost eine anregende Wirkung auf die Freisetzung sogenannter Chemokine hat. Das sind die Lockstoffe der körpereigenen Fresszellen, die für die Abwehr von Infekten im Körper zuständig sind.

Die Chemokine sorgen dafür, dass die körpereigene Immunabwehr eingedrungene Viren und Bakterien schneller finden und vernichten kann. Weitere Studien zeigen, dass Wasserdost-Arzneien die Dauer eines grippalen Infekts deutlich verringern können. Zudem stärkt das pflanzliche Medikament gezielt die körpereigene Abwehr und beugt so einer Ansteckung vor.

 

So vermeiden Sie eine Sommergrippe

Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag. Das können kalte und warme Tees sein, Apfelsaftschorle oder Mineralwasser. Nehmen Sie die kalten Getränke aber nicht direkt aus dem Kühlschrank zu sich. Meiden Sie auch zugige oder stark klimatisierte Räume oder Umgebungen.

Ziehen Sie verschwitzte Kleidung nach Möglichkeit sofort aus und trocknen Sie sich so gut wie möglich ab. Gehen Sie jeden Tag eine halbe Stunde an die frische Luft, treiben Sie viel Sport und achten Sie vor allem auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung.

 

Begünstigen Sonnenbäder einen Grippeinfekt?

Solange Sie Sonnenbäder nur in Maßen genießen, sind sie sogar gesund. Wenn Sie es jedoch übertreiben und in der prallen Mittagssonne oder stundenlang ungeschützt am Strand liegen, dann schwächen Sie damit Ihr Immunsystem. Ursache dafür ist die UV-Strahlung, die bei längerem Aufenthalt in der Sonne freie Radikale, d.h. aggressive Sauerstoffmoleküle, im Organismus freisetzt.

Der Körper muss sich dann vermehrt anstrengen, um Schädigungen der Zellen zu verhindern. Je länger Sie sich also bräunen, desto mehr leidet die körpereigene Abwehrkraft darunter.

 

Unterschiede zwischen Erkältung, grippaler Infekt und Grippe

Die Symptome einer Erkältung und eines grippalen Infekts ähneln zwar denen einer Grippe, aber im Gegensatz zur Erkältung ist die Grippe eine ernste Erkrankung, die z. B. Folgen für das Herz haben kann.

Eine Grippe beginnt meist überfallartig – zunächst mit starker Erschöpfung, dann mit Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Ein Schnupfen ist für eine Grippe eher untypisch. Die Genesung bei einer Grippe dauert ca. drei Wochen, bei Erkältung und grippalem Infekt meist eine Woche.

Gemeinsam ist den Erkrankungen, dass sie in der Regel von Viren ausgelöst werden.

 

Der Einfluss von Schlaf auf das Immunsystem

Schlaf hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf das Immunsystem. Gerade aber im Sommer fällt er oft aus, weil die Nächte für einen erholsamen Schlummer einfach zu heiß sind. So kann sich ein Infekt leicht im Körper einnisten.

Nachts fährt der Stoffwechsel normalerweise herunter, damit sich der Körper regenerieren kann. Da herrscht dann Hochbetrieb: Aus Eiweißen bildet der Organismus Antikörper, Botenstoffe tanken neue Energie und Abwehrzellen entstehen. Wer pro Nacht weniger als fünf Stunden schläft, macht sich deshalb anfälliger für Infekte.

 

Mehr Informationen gibt´s unter "Diät und Gesund" und auf FACEBOOK .

Kategorien: