Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch

syphilis
Syphilis beginnt meistens ohne Sympthome
Foto: Istock

Immer mehr Menschen stecken sich mit dieser Geschlechtskrankheit an ohne es zu merken ...

Lange Zeit dachte man, diese Geschlechtskrankheit sei in Deutschland verschwunden. Doch jetzt ist sie wieder da: Syphilis. Vor allem in den Schwulenszenen der Großstädte nimmt die Zahl der Fälle wieder zu.

 

Vor allem Männer sind von Syphilis betroffen

 

2014 hat Syphilis einen Höchstwert von Neuerkrankungen erlangt: 5722 Neudiagnosen gab es in diesem Jahr. Die Krankheit ist meldepflichtig. Im Jahr 2012 waren rund 93 % aller gemeldeten Syphilis-Fälle Männer.

Aber nicht nur in Großstädten steigt die Zahl der Betroffenen. Auch im Umland werden immer mehr Fälle gemeldet. "Wir vermuten, dass es für Männer leichter geworden ist, durch das Internet beispielsweise, andere Männer kennenzulernen", sagt Viviane Bremer, Expertin für sexuell übertragbare Infektionen am Robert-Koch-Institut.

 

So ist der Verlauf von Syphilis

 

Syphilis ist deshalb so gefährlich, weil sie zunächst keine Symptome verursacht. Sie wird über Bakterien beim Sex übertragen. Durch die bei der Krankheit entstehenden Geschwülste tritt Flüssigkeit, die den gesunden Sexpartner infiziert. Diese Geschwülste können im Intimbereich oder im Mund- und Rachenraum oder Enddarm auftreten. Selten auch an der Wange oder den Fingern.

Mit einem Kondom kannst du dich schützen. Das solltest du auch schon während des Vorspiels einbinden. Außerdem sollte man ungewöhnliche Geschwülste nicht berühren. Wer das Ansteckungsrisiko noch verringern möchte, der sollte auch beim Oralsex Kondome verwenden.

 

Syphilis verläuft in 3 Stadien

 

Nach ein paar Tagen bildet sich dort, wo man mit dem Bakterien in Kontakt gekommen ist, ein Geschwür. Das tut meistens nicht weh und ist etwa münzgroß. Es sondert eine hoch ansteckende Flüssigkeit ab. Das Geschwür befindet sich meistens an Eichel, Vorhaut, den Schamlippen, Mund oder Enddarm.

Im 2. Stadium bekommt der Betroffene Symptome wie bei einer Grippe und die Lymphknoten schwellen an. An Händen und Füßen kann ein Hautausschlag entstehen. Auch die Schleimhäute können von einen warzenähnlichen Ausschlag befallen sein. Die Symptome werden mit der Zeit schwächer.

Das 3. Stadium äußert sich durch gummiartige verhärtete Knoten. Beim Aufbrechen zerstören sie umliegendes Gewebe. Das kann lebensbedrohliche Folgen haben. Starke Symptome sind Taubheit, Sehstörungen oder Lähmungen. In diesem Fall hat sie Syphilis bereits auf das Nervensystem übergegriffen.

 

So behandelt man Syphilis

 

Syphilis heilt selten von alleine. Die Symptome verschwinden nach einiger Zeit wieder, aber die Infektion bleibt weiter bestehen. Nach Jahrzehnten kann das dann zur Neurosyphilis führen. Diese zerstört das zentrale Nervensystem.

Syphilis wird mit Penicillin behandelt. Auch in fortgeschrittenem Stadium kann die Krankheit noch geheilt werden. Bereits entstandene Schäden an Organen oder Nerven können allerdings nicht rückgängig gemacht werden.

 

Falls du dir nicht sicher bist, ob du dich nicht vielleicht mit Syphilis angesteckt hast, dann kontaktiere deinen Arzt. Der kann dir schnell und zuverlässig helfen!

 

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