Täuschend echt: US-Künstlerin Lee Price malt Frauen mit Essstörungen

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Lee Price zeigt auf ihren Bildern Frauen, die in ganz intimen Situationen essen.
Foto: Lee Price

Lee Price weiß, was es heißt, wenn Essen gleichzeitig tröstet und Abhängigkeit ist. Die US-Künstlerin hat deshalb ihre persönlichen Erfahrungen mit Esstörungen in täuschend echten, aber gemalten Bildern dargestellt.

Die Bilder von Lee Price sehen aus wie Fotos. Super realistisch hat die Künstlerin Frauen in verschiedenen Situationen mit Nahrungsmitteln dargestellt. Egal, ob Süßigkeiten oder Fast Food: Essen spielt auf ihren Bildern eine wesentliche Rolle. Und das aus einem bestimmten Grund: Die 47-Jährige litt selbst an einer Essstörung. Wenn es ihr schlecht ging, stopfte sie Nahrungsmittel in sich hinein.

Mit ihren Bildern - an denen sie sieben Jahre arbeitete - will sie allerdings nicht nur auf Essstörungen aufmerksam machen. Für Price ist der unstillbare Hunger nach Nahrung auch immer Sinnbild für einen anderen "Hunger", der mit Hilfe von Essen versucht wird zu stillen. Ihre Bilder sollen helfen sich mit diesem auseinanderzusetzen.

Wirklich außergewöhnlich an den Bildern von Price ist die Umgebung. Die Frauen essen in der Badewanne, im Bett oder an anderen ungewöhnlichen Orten. Für die Künstlerin war es wichtig möglichst friedliche, private Orte darzustellen, in die sich die Frauen zum Essen zurückziehen. So soll der Kontrast zwischen dem chaotischen Essverhalten und der ruhigen Situation möglichst aufrüttelnd sein.

Oben könnt ihr euch durch die beeindruckenden Bilder von Lee Price klicken und noch mehr zu Lee Price gibt es auf ihrer Homepage: www.leepricestudio.com

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