Tantriker

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Sexpraktiken: Tantra

Wie Sie Blockaden durch Tantra lösen und Ihren Partner in völligem Einklang lieben können.

Die wenigsten Uneingeweihten wissen wirklich, was Tantra ist. Das liegt vor allem daran, dass Sexdienstleistungen oft (fälschlich) als "Tantra-Massagen" angeboten und in den Medien meist nur als erotische Übungen herausgestellt werden. Hartnäckig hält sich auch das Klischee von alternativ gesinnten Typen , die den pseudo-esoterischen Rahmen nutzen, um möglichst viel Sex mit möglichst vielen Leuten zu haben. Seriöses Tantra ist etwas anderes und man muss sich dafür auch nicht unbedingt ausziehen.

Grob gesagt, ist es zugleich Arbeit mit Körperenergie und eine alte östliche Philosophie. Sie hilft, an den eigenen Kern und an den Kern des anderen heranzukommen und Blockaden zu lösen, die uns davon abhalten, mit uns selbst und anderen eine tiefe Verbindung aufzunehmen.

Was wir von Tantrikern lernen können

Viele Übungen und Rituale , die unsere Selbstbeobachtung und das Sich-Fallen-Lassen fördern. "Das Geheimnis des Tantra ist, dass man ganz ungeschminkt hinter die Fassade schaut. Was an mir ist ganz echt und ganz ich, was ist eine Spielart? Es geht auch darum, sich vollkommen, ohne Angst und Vorbehalte zu öffnen, statt sich gegenseitig sexuell zu benutzen", erklärt Silke Maschinger. Tantra heißt unter anderem: "Hinnehmen, dass es so ist."

Übungen für den sexuellen Gleichklang

Damit ist nicht Resignation gemeint, sondern zu wissen, dass man Veränderung nicht mit Druck durchsetzen kann, sondern mit Akzeptanz und Geduld viel mehr bewirkt. Zudem lehrt Tantra, dass man mit Körperwahrnehmung und -übungen auch an die Seele herankommt, zum Beispiel über die Atmung.

Experimentier-Tipp

Solo-Übung: Setzen Sie sich so auf einen Stuhl, dass Sie entspannt sitzen können. Schließen Sie die Augen, erfühlen Sie die Sitzfläche mit Ihrem Po. Nehmen Sie ein, zwei Minuten Ihre Atmung wahr , ohne sie zu bewerten. Atmen Sie nun einige Minuten abwechselnd in die Brust und in den Bauch. Danach stellen Sie sich vor, dass der Atem durch Ihren Körper fließt, hinab zum Unterleib und wieder hoch zu Mund und Nase.

Paar-Übung: Setzen oder legen Sie sich bequem hin, face to face, angezogen oder nackt (wie Sie sich wohler fühlen). Sehen Sie sich so lange es geht in die Augen. Versuchen Sie, mindestens fünf Minuten durchzuhalten. Tun Sie nichts, reden Sie nicht, nehmen Sie nur wahr: Was passiert bei mir, beim anderen? Hinterher reden Sie darüber: Wie ist es mir/dir ergangen? Fortgeschrittene machen diese Übung, während sie im selben Rhythmus atmen oder sogar ihre Genitalien und Hände/Arme verbunden sind. Dabei entsteht eine Nähe, die nervös machen kann - wenn beide lernen, sie auszuhalten, kommt ihr Innerstes in Berührung.