Tapeten: Der neue Wandtrend

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Heute sind die bedruckten Papierbahnen aus unseren Wohnungen nicht mehr wegzudenken
Foto: Wohnidee

Kurze Geschichte

Tapeten erleben momentan ein sensationelles Comeback - dabei ist die Wandgestaltung schon über 500 Jahre alt. Heute punkten die Kollektionen mit innovativen Oberflächen.

Tapeten an die Wand zu kleben ist eigentlich eine uralte Geschichte: Wie so oft waren die Chinesen Vorreiter. Sie benutzten als Erste handbemalte Papiertapeten zur Verschönerung ihrer Räume. Ab dem 17. Jahrhundert machte die Tapete auch in Europa Furore und löste Wandbehänge aus Stoff und Leder ab. Doch erst mit den Druckmaschinen des 19. Jahrhunderts wurde die Massenherstellung möglich, und Papiertapeten wurden für jedermann erschwinglich.

Ungewöhnliche Oberflächen und fantasievolle Dessins schmücken Wand und Räume: Stark ausgeprägte Strukturen sind en vogue, hochwertige Stoffe und Materialien verströmen einen exklusiven Touch. Avantgardistische Kollektionen von Stardesignern erheben die vier Wände zur Galerie.

Viele Muster der letzten Jahrzehnte leben wieder auf, und auch Art déco und Neobarock werden neu interpretiert. Der absolute Hip-Faktor: Glanz und Glamour - die aktuellen Modelle schimmern gold oder silbern, haben Metalleffekte, sind flächig belegt, glitzern oder tragen sogar Schmucksteine und Perlen.

Papier

Der Klassiker schlechthin ist nach wie vor die Papiertapete. Sie besteht aus mindestens zwei Papierschichten, die untere dient als Trägermaterial, die obere wird bedruckt. Allerdings zeigt sie mit starker Beanspruchung schnell Gebrauchsspuren.

Kunststoff

Vinyltapeten sind eine stabile Alternative zu Papier. Sie haben eine fest mit der Trägerschicht verbundene, meist aufgeschäumte Kunststoffbeschichtung, die sie extrem robust macht. Das ist optimal für stark beanspruchte Räume wie Kinderzimmer, Küche und Flur. Verschmutzungen lassen sich einfach mit Wasser und Bürste entfernen. Auf ihrer sehr glatten Oberfläche zeichnen sich Unebenheiten leicht ab, daher benötigen Kunststofftapeten eine glatte Wand.

Vlies

Der ultimative Aufsteiger ist eindeutig die Vliestapete, ihre Trägerschicht besteht aus einem Kunstfaservlies. Anders als Papier ist Vlies sehr elastisch - eine ideale Grundlage für besondere Materialien, die durch ihre anspruchsvollen Oberflächen sonst kaum zu verkleben wären.

Ein weiterer Vorteil von Vlies ist die einfache Verarbeitung: Der Kleister wird direkt auf die Wand aufgetragen, die Tapete dann lediglich aufgelegt. Einstreichen, Einweichen und Tapeziertisch sind überflüssig. Steht eine Renovierung an, lässt sich die Tapete ruck, zuck wieder abziehen.

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