Tchibo-Check: So gut sind die Produkte

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Der große Tchibo-Check ergibt nicht nur gute Ergebnisse
Foto: Istock

Der ARD-Markencheck hat Tchibo getestet und DAS ist herausgekommen

Tchibo und Kaffee: Das gehört einfach zusammen. Doch das deutsche Unternehmen verkauft inzwischen längst nicht mehr nur Bohnenkaffee. Eigentlich hat jeder Haushalt etwas von Tchibo im Schrank stehen. Denn vor allem die kleinen Helfer im Haushalt, die auch bei Drogerien und Supermärkten im Tchibo-Regal stehen, sind bei den Deutschen beliebt.

Die ARD-Sendung "Der Tchibo-Check" hat das Unternehmen genau unter die Lupe genommen. Herausgekommen sind durchaus gemischte Ergebnisse. Was Tchibo verspricht: Qualität zum kleinen Preis. Doch kann das Unternehmen dieses Versprechen halten? Getestet wurde mit Konkurrenz-Ware von H&M, KiK und anderen Anbietern.

Technik überzeugt nicht in der Anwendung

In der Technikabteilung wurde ein Föhn, eine Uhr und eine Heckenschere getestet. Die Konkurrenz schloss beim Test nicht schlecht ab. Der Föhn von Tchibo stank bei der Anwendnung nach Plastik und die Heckenschere war zu laut.

Die Kleidung überzeugt nicht

Mit der Helene Fischer Kollektion hat sich Tchibo ein ganz besonders beliebtes Gesicht in die Läden geholt. Aber die Kleidung konnte im Test leider nicht überzeugen. Die billigeren Jeans von H&M saßen besser und gefielen den Testerinnen auch besser. Noch härter kam es bei einem Oberteil aus der Kollektion. Selbst die Ware des Billiganbieters KiK hatte bessere Stoffqualität. Das Oberteil von Tchibo hatte beim Auspacken ein Loch und färbte stark ab.

Spielzeug gesundheitlich bedenklich

Noch dicker kam es für Tchibo beim Spielzeugtest. Minionfigur Kevin fiel schon beim Geruchstest durch, weil die Spielzeugfigur so nach Plastik roch. Die Labor-Analyse zeigte: Das Spielzeug enthält den krebserregenden Stoff Naphtalin. Der Grenzwert für diesen Stoff wurde bei der Minion-Figur um das Vierzigfache überschritten.

Tchibo rief das Spielzeug direkt zurück. Minion Kevin kann im Geschäft zurückgegeben werden. Die Figur wurde sofort aus dem Verkauf genommen.

Der Kaffee schneidet gut ab - Herstellung eher nicht

Die meisten Tchibo-Artikel werden in Billiglohn-Ländern gefertigt und das unter schlechten Bedingungen. Der Markencheck fand heraus, dass Arbeiter in China bei der Produktion der Helene Fischer Kollektion keinen Mundschutz tragen und Schneidemesser bedienen, ohne Schutzhandschuhe zu tragen.

Der Kaffee von Tchibo schnitt beim Geschmack und der Hygiene gut ab und konnte sich gegen die Eigenmarke von Aldi durchsetzen. Der Acrylamidgehalt (entsteht durch die Röstung der Bohnen) war knapp unter dem EU-Grenzwert. Die Hygiene des Kaffees und der Tchibo-Filialen war gut.

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