Teil 1: Ich bin die Fleisch gewordene Ausrede

teil ich bin die fleisch gewordene ausrede

I did it - Ich habe einen Personal Trainer

Im März habe ich mit dem Rauchen aufgehört und mir fest vorgenommen, dass mir eines nicht passiert: zunehmen! Das stand für mich felsenfest. Von wegen! Hatte ich mir im letzten Jahr unter Qualen elf Kilo heruntergehungert, sind diese nach nunmehr neun Monaten komplett wieder drauf - eher sogar ein Kilo mehr, ehrlich gesagt. Ich bin unglücklich. Dabei esse ich doch gar nicht so viel und achte auch auf die Ernährung - zumindest ein bisschen.

Wie (fast) jeder Ex-Raucher spare ich seit neun Monaten mein Zigarettengeld und habe mir fest vorgenommen, davon einen tollen Urlaub zu machen, den ich mir ansonsten nicht hätte leisten können. Aber: Ich fühle mich in meinem Körper derzeit überhaupt nicht wohl und mag so schon gar keinen schicken Strandurlaub machen. Da fällt mir plötzlich ein, dass Celebrities ja fast alle einen Personal Coach haben - und damit auch einen perfekten Körper. Okay, perfekt muss mein Körper nicht gleich werden, aber wenigstens wieder ansehnlich. Ich möchte mich wieder wohlfühlen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Also will ich jetzt auch einen Personal Coach haben. Alleine die Idee finde ich schon so chic und, das nötige Geld habe ich ja schon durchs Nichtrauchen gespart. Aber woher soll ich einen Personal Trainer nehmen?

Klar, ich rufe bei meinen Kolleginnen in der Fitnessredaktion, der SHAPE, an und erkläre denen, was ich will und vor allem was ich von einem Trainer erwarte: ein komplettes Programm inklusive Ernährungsberatung und Sport ohne Ende. Eigentlich brauche ich ja einen Drillmaster, denn ich bin quasi die Fleisch gewordenen Ausrede selbst.

Die Mädels in der Redaktion empfehlen mir spontan René Wagner von Munichcoach aus München.

Mit ihm haben sie schon zusammengearbeitet und sind der Meinung, dass er der Richtige für mich sei. Na, prima, also rufe ich ihn S O F O R T an. Sonst überlege ich es mir schon wieder anders. Wir vereinbaren einen Termin für morgen früh, elf Uhr. Herr Wagner scheint ein Gentleman der alten Schule zu sein: Er bietet an, mich im Büro aufzusuchen, dann könnten wir alles detailliert besprechen. Uuuuh! Ich bin gespannt, wie er aussieht. Seine Stimme klingt auf jeden Fall sexy.