Thermomix: Welcher ist am besten? Original, Lidl oder Aldi?

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Foto: Patrik Stollarz / Getty Images

Alle lieben den Thermomix! Aber muss es das Original sein?

Der Thermomix von Vorwerk ist extrem beliebt; ist er doch der perfekte Küchen-Allrounder. Allerdings hat er mit über 1.000 Euro auch seinen Preis. Anfang Oktober zogen Aldi und Lidl nach. Die Billig-Varianten waren so begehrt, dass sie jetzt Anfang November wieder auf den Markt kommen.

Obwohl mein Freundeskreis nicht unbedingt aus Großverdienern besteht, ist selbst hier der Thermomix großes Thema. Irgendwie ist jeder scharf auf einen Thermomix oder hat irgendwo, irgendwie einen günstig, gebraucht bekommen/geerbt.

"Oh wow, der Dip ist echt lecker!" - "Danke, den hab ich mit dem Thermomix gemacht."

Aber jedes Mal, wenn wieder eine andere Freundin berichtet, sie hätte jetzt einen Thermomix, folgt sofort die Frage: "Echt? Und wie hast du das gemacht?" Denn die Alleskönner, die voll automatisch kochen, pürieren, mixen, garen - irgendwie gefühlt ALLES können, kosten über 1.000 Euro und sind so begehrt, dass es zu monatelangen Wartezeiten kommen kann. Zumindest beim Original von Vorwerk.

Gehen auch die günstigen Thermomix-Alternativen?

Die Discounter zogen nach und boten Anfang Oktober günstige Alternativen zum originalen Thermomix von Vorwerk an. Bei Aldi Süd gab es zum Beispiel einen Thermomix-Klon der Hausmarke "Studio" für gerademal 199 Euro. Der Verkaufsstart löste in mehreren Aldi-Filialen Tumulte aus, im oberpfälzischen Weiden musste sogar die Polizei anrücken.

Auch Lidl bot mit dem "Monsieur Cuisine" Anfang Oktober eine günstige Alternative zum Thermomix an. Auch die Lidl-Variante kostet nur 199 Euro und war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

Lidl gab nun bekannt, dass sie am 5. November ihren günstigen Thermomix wieder in den Geschäften anbieten wollen. Aldi Süd gab daraufhin bekannt, auch Anfang November wieder nachziehen zu wollen. Die neuen Geräte seien bereits bestellt, wie eine Sprecherin von Aldi Süd gegenüber Focus-Online bestätigte .

Taugen die Alternativen vom Discounter etwas?

Wir reden hier von einem Preisunterschied von knapp 900 Euro zum Original. Da muss es doch Abstriche geben, die Billig-Geräte müssen doch irgendwie schlechter sein.

Mit allen kann man kochen,dampfgaren, dünsten, mixen, zerkleinern, rühren und pürieren. Doch tatsächlich fehlen den Billig-Varianten einige Funktionen. So hat der "MonsieurCuisine" von Lidl keine integrierte Waage und die Guided-Cooking-Funktion, die Kochzeit, Temperatur und Drehzahl-Einstellungen automatisch vornimmt und damit Anfängern das Kochen erleichtert, gibt es hier nicht. Die Aldi-Variante hat zwar eine Waage, man benötigt aber ein extra Gefäß.

Aber ganz ehrlich: Wenn ich 900 Euro spare, kann ich mir eine extra Küchenwaage oder ein Gefäß auch noch leisten und mal einen Blick ins Kochbuch riskieren...

Aber es geht noch weiter: Eine extra Knetstufe, mit der beispielsweise Brotteig geknetet werden kann, haben die Billigvarianten nicht. Außerdem hat der Thermomix einen Messer-Rückwärtslauf. Das bedeutet, dass nachdem ein Gericht vom integrierten Messer zerkleinert wurde, es mit dem Messer-Rückwärtslauf, also mit der stumpfen Seite des Messers, weiter gerührt werden kann. Diese Funktion fehlt den Aldi- und Lidl-Varianten, die zerkleinern das Gericht immer weiter.

Letztendlich muss jeder selbst wissen, wie wichtig ihm diese Funktionen sind, wenn er sich so einen Küchenvollautomat wünscht.

Wir sind gespannt, wie Vorwerk auf die Billig-Konkurrenz reagiert - bisher gab es zumindest keine Reaktion. Bringen sie noch mehr noch tollere Funktionen in ihren Thermomix, um den hohen Preis zu rechtfertigen? Oder senken sie ihren Preis?

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