Threema: Die bessere Whatsapp-Alternative?

threema q
Threema tritt in Konkurrenz zu Whatsapp.
Foto: © 2012-2013 Kasper Systems GmbH

Wirklich besser als Whatsapp?

Es ist wahrscheinlich der Deal des Jahres: Social Media-Gigant Facebook schluckt den Kurzmitteilungsdienst und Rivalen Whatsapp für insgesamt 19 Milliarden Dollar. Der Kauf kommt Facebook sehr gelegen, denn "Whatsapp ist auf dem Weg, eine Milliarde Leute miteinander zu verbinden", äußert sich Chef Mark Zuckerberg. Facebook dagegen verliert momentan vor allem die jüngeren Nutzer - eine Zielgruppe, die fast minütlich "Posted", "Shared" oder "Liked" und damit sehr wertvoll ist. Mit dem Kauf geht Facebook sicher, dass diese an Board bleibt und fleißig weiter Daten preisgibt.

Daten sind das neue Öl!

Und um Daten geht es - im ganz großen Stil. Denn mit Bildern, Kommentaren, Gesprächen und SMS bekommen Anbieter wie Facebook und Whatsapp viele weitere Daten von den Nutzern zur Verfügung gestellt, die sich für viel Geld verkaufen lassen. Google ist bereits als Datenkrake bekannt, Facebook ist auf dem Weg dorthin. Wer weiterhin Wert auf seine Privatsphäre legt und sichergehen möchte, dass die eigenen Daten nicht weiterverwendet werden, sollte zum einen Whatsapp löschen. Denn selbst wenn die App nur im Hintergrund weiterläuft und nicht aktiv bedient wird, zeichnet sie Daten auf, schleust sie über amerikanische Server an die auswertenden Dienste. Deshalb sollte sich zügig nach Alternativen umgesehen werden. Doch gibt es überhaupt welche?

Threema: Simpel und sicher

Eine Alternative hat der 30-jährige Informatiker Manuel Kasper in der Schweiz, genauer in Zürich entwickelt. Threema heißt die App, die jetzt in Konkurrenz zu Whatsapp treten könnte.

Vorteile von Threema

* Threema lässt sich genau wie Whatsapp ganz einfach handhaben. Es können Bilder verschickt, Links ausgetauscht und Gruppen-Chats geführt werden.

* Entscheidend ist die Sicherheit, die die Anwendung bietet. Eine sogenannte asymmetrische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert, dass die Nachricht vom Sender auch wirklich nur zum Empfänger übertragen und von ihm gelesen werden kann. Verschlüsselt werden die Nachrichten mit dem bewährten Kryptografie-Programm "NaCl Cryptography Library", das von dem Mathematiker und Kryptografie-Experten Daniel Bernstein entwickelt wurde.

Zu Beginn der App-Nutzung erstellt der User mit zufälligen Wischbewegungen über dem Display sein individuelles Schlüsselpaar. Es besteht aus einem privatem und einem öffentlichen Schlüssel. Der private Schlüssel bleibt auf dem Gerät, der öffentliche wird an die Familie und Freunde verteilt.

Bei Versenden einer SMS an einen Freund errechnet sich das System aus dem privaten und dem vergebenen öffentlichen Schlüssel einen dritten, der die jeweilige Nachricht für fremde Augen und Systeme unlesbar macht.

* Wie bei Whatsapp kann die Handynummer oder E-Mail-Adresse mit dem Threema-Konto verbunden und das Adressbuch nach anderen Threema-Nutzern durchsucht werden.

* Gruppen-Chats sind mittlerweile auch auf Android möglich.

Nachteile von Threema

* Es gibt keine Garantie, obgleich der hochgeschriebenen Sicherheit und der Verschlüsselung, dass amerikanische Geheimdienste wie die NSA die Nachrichten nicht lesen können. Anfällige Betriebsysteme halten eventuell das ein oder andere Hintertürchen offen, über die Apple und Co. Tastatureingaben oder Bildschirminhalte aufzeichnen können.

**APP-TIPP! Die LECKERSTE APP im Store - Unsere "LECKER REZEPTE"-APP für Iphone oder Android !

Kategorien: