Thrombose - die Gefahr aus den Venen

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Krampfadern können das Thrombose-Risiko erheblich erhöhen.
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Oft fühlt es sich einfach wie ein Wadenkrampf oder Muskelkater an. Manchmal ist es auch nur eine Schwellung im Bein. Es könnte sich auch um Thrombose handeln.

Es beginnt ganz harmlos. Treten die Beschwerden aber einseitig auf, wird zudem die Haut heiß, verfärbt sich bläulich und glänzt, sollten Sie rasch einen Arzt aufsuchen. Es könnte sich nämlich um eine Thrombose handeln - ein Blutgerinnsel, das wie ein Pfropf die Adern verstopft. Dieses tritt meist (zu 90 Prozent) in den Beinvenen auf und kann unbehandelt lebensgefährlich werden. Zum Glück aber können wir uns gut schützen - wenn wir die Ursachen kennen und dementsprechend vorbeugen.

 

Risikofaktor "dickes Blut"

 

Auslösende Faktoren für eine Thrombose gibt es mehrere. Einer davon ist ein verlangsamter Blutfluss, der ein "Verkleben" der Blutplättchen begünstigt. Entstehen kann er z. B. durch unbehandelte Krampfadern. Auch längere Inaktivität (z. B. durch Bettlägerigkeit, langes, beengtes Sitzen) oder Herzschwäche können Gründe sein. Größer wird das Risiko zudem durch "dickes Blut" - also eine erhöhte Neigung zur Blutgerinnung. Diese kann angeboren, aber auch die Folge von Diabetes, Übergewicht, Rauchen oder schlicht Flüssigkeitsmangel sein. Ein erheblicher Risikofaktor ist auch das Alter. Denn oft weisen die Gefäßwände älterer Menschen kleine Schäden auf, an denen sich leichter Gerinnsel bilden. Zudem nimmt die Elastizität der Venen mit den Jahren ab. Daher sollten Sie ab 50 auf folgende Vorsorge-Maßnahmen besonderen Wert legen.

 

In Bewegung bleiben

 

Bei langem Sitzen immer wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen oder wenigstens mit den Füßen wippen. Die Muskelarbeit hilft, das Blut in den Venen schneller weiterzubefördern. Meiden Sie alles "Abschnürende": Kniestrümpfe mit zu engem Bund oder Stühle mit erhöhter Vorderkante. Auf Flug- oder Autoreisen, die länger als vier Stunden dauern, ist es wichtig, Venenstrümpfe zu tragen. Diese drücken die Gefäße leicht zusammen, der Blutfluss wird beschleunigt und einer Thrombose vorgebeugt. Der ideale Sport ist Schwimmen: Bewegung und Wasserdruck mobilisieren die Gefäße. Und ganz wichtig: viel trinken (mind. 1,5-2 Liter täglich). Es verdünnt das Blut und beugt so Gerinnseln vor.

 

Hilfe aus der Natur

 

Französische Winzer bekommen nur selten Venenbeschwerden. Denn das rote Weinlaub, das sie traditionell für Umschläge nutzen, enthält gefäßstärkende Pflanzenstoffe. Ebenso effektiv: diese Wirkstoffe konzentriert als Tablette einnehmen (Apotheke). Natürliche Hilfe bietet auch Steinklee, der die Fließfähigkeit des Blutes verbessert (als Tee oder Tropfen aus der Apotheke). Bei der Ernährung ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin K zu achten, das die Blutgerinnung reguliert. Den Tagesbedarf (60-80 µg) decken Sie bereits mit zwei Kartoffeln oder einer Mini-Portion grünem Gemüse (z. B. Rosenkohl oder Brokkoli).

 

Kneippkur zu Hause

 

Auch Wasser ist für die Venen ein idealer Fitmacher - z.B. als kalter Guss: Fahren Sie mit einem kalten Wasserstrahl von den Zehen langsam an der Außenseite des Beins hoch bis zur Kniekehle und an der Innenseite wieder zurück. Heiße Anwendungen wie Bäder oder Saunabesuche dagegen besser meiden, vor allem wenn bereits eine Venenschwäche besteht. Wer unter Krampfadern leidet , sollte diese unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Sie können das Thrombose-Risiko erheblich erhöhen.

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