TIA: So kannst du den tückischen Mini-Schlaganfall erkennen

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TIA, transitorische ischämische Attacken, gehen einem Schlaganfall voraus
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Transitorische ischämische Attacken warnen vor Schlaganfall

Jedes Jahr erleiden eine viertel Milion Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die Durchblutungsstörung eines Hirnareals kann schwerwiegende Folgen haben, wenn man sie nicht schnell behandelt. Früherkennung lautet die Devise - z.B durch TIA.

TIA ist die Abkürzung für transitorische ischämische Attacke und bezeichnet eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Diese Attacken sind quasi kleine Schlaganfälle.

Die Symptome dauern zwischen wenigen Sekunden und 24 Stunden - ein Zeitfenster, das recht übersichtlich ist und von Betroffenen oft nicht ernst genommen wird ("Das war nur so kurz - damit muss ich nicht zum Arzt gehen"). Dabei kann es noch innerhalb von einem bis drei Monaten nach einer Ti-Attacke zu einem Schlaganfall kommen. TIA kann also ein Vorbote sein - oder wenigstens eine Warnung auf ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.

TI-Attacken sollten nicht unterschätzt werden. Beinahe jedem zweiten Schlaganfall geht eine TIA voraus. Kein Wunder also, dass TIA auch "Mini-Schlaganfälle" genannt werden.

 

Wie erkenne ich eine TIA?

 

Die Symptome von TIA gleichen denen eines "großen" Schlaganfalls:

 

  • halbseitige Lähmung von Arm, Hand, Gesichtshälfte und / oder Bein (fühlt sich "pelzig" an)
  • Schwindel / Gleichgewichtsstörungen
  • Sprach- und Sprechstörungen: nicht mehr in ganzen Sätzen sprechen können, nicht die richtigen Worte finden
  • Sehstörungen: plötzlich sieht man auf einem Auge alles verschwommen, dann ist alles für ein, zwei Sekunden schwarz
  • ggf. Hörstörungen

 

Diese Symptome treten auf, weil die Gehirnfunktion gestört ist, sobald das Gehirn (bzw. ein Bereich des Gehirns) nicht ausreichend mit Blut versorgt ist: die Zellen erhalten nihct genug Nährstoffe und Sauerstoff, die Zellen drohen abzusterben.

 

Welche Ursachen haben TIA?

 

TIA entstehen, wenn das Gehirn kurzzeitig nicht mehr richtig durchblutet wird. Dafür braucht nur ein Gefäß, das zum Hirn führt (meist handelt es sich um die Halsschlagader), verstopft oder verengt zu sein.

Oft ist das der Fall, wenn Arterien verkalkt sind. Aber auch andere Leiden, wie etwa Migräne, Diabetes, hoher Blutdruck oder Vorhofflimmern können TIA verursachen. Zudem begünstigt eine ungesunde Lebensweise TIA und Schlaganfälle: wer raucht, sich wenig bewegt, übergewichtig ist und / oder sich ungesund ernährt, gilt als Risikopatient.

Ärzte raten dazu , während oder nach einer TIA den Notruf (112) zu kontaktieren. Die Ärzte können dann eine Ursache frühzeitig erkennen und eine geeignete Therapie empfehlen (z.B. mit gerinnungshemmenden Medikamenten). Werden die TIA-Auslöser behandelt und die Risikofaktoren minimiert, lassen sich Experten zufolge sogar bis zu 40 Prozent aller Schlaganfälle verhindern.

 

(ww7)

 

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