Tiere leiden für "hübsche" Fotos

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Ausgestellt für nur einen Zweck: Fotos mit Touristen.
Foto: Deutscher Tierschutzbund

Löwen, Delfine, Affen und Co. freuen sich nicht über Blitzlichtgewitter

Für den Delfin gibt es ein Küsschen und das Äffchen wir schön geknuddelt: Was auf dem Foto gut aussehen soll, ist für die armen Tiere ein nervlicher Drahtseilakt.

Was auf den ersten Blick noch aussieht, wie ein süßes Fotomotiv und von Menschen im Anschluss auf Facebook gepostet oder ins fast schon altmodische Album geklebt wird, bleibt den betroffenen Tiere nicht als schöner Moment in Erinnerung.

Diese werden nämlich enormen Stress ausgesetzt, wenn sie ständig von Menschen betatscht werden. Wer lässt sich schließlich schon gerne von völlig Fremden den ganzen Tag angrapschen? Der Deutsche Tierschutzbund appelliert darum ganz deutlich an alle, die bisher nicht widerstehen konnten, sich mit ihren liebsten Tieren fotografieren zu lassen, und rät dazu Äffchen, Delfinen und Co. in Zukunft ihren Freiraum zu lassen.

Der Schutz der Tiere ist dabei nicht nur in der Heimat, sondern auch im Urlaub ein wichtiges Thema. Denn gerade im Ausland bieten Reiseveranstalter vermehrt Attraktionen wie Elefantenreiten oder einen Ausflug ins Delfinarium an. Für die Tiere bedeutet dies ein Dasein voller Qualen.

Bevor beispielsweise ein Elefant geritten werden kann, muss er unterworfen werden. Dies erreicht man, in dem man das Tier ankettet, fesselt und schlägt. Durch den Besuch von Delfinarien wiederum wird indirekt die Jagd auf frei lebende Delfine gefördert, die verfolgt werden, damit sie ihr restliches Leben in Gefangenschaft fristen dürfen. Auch Löwen werden gerne als Touristenattraktion missbraucht. Während die kleinen Babylöwen schon viel zu früh von ihren Müttern getrennt werden, um als Fotoobjekt zu dienen, fallen die älteren Tiere dem Jagdtourismus zum Opfer.

Thomas Schröder, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes sagt dazu: "Oftmals werden Tiere nur zur Belustigung der Menschen vorgeführt und gequält. Meist fristen sie ein Leben voller Entbehrungen, das den Touristen zwar oft verborgen bleibt, dass sie aber in keinem Fall unterstützen sollten."

Je geringer jedoch die Nachfrage nach solchen "Attraktionen" ist, umso weniger werden sie angeboten.

Foto: Deutscher Tierschutzbund

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