Tipps fürs Online Dating

Flirt im Netz

3, 2, 1… meins? Ganz so einfach wie das Ersteigern eines Konzertickets ist Online-Dating zwar nicht. Doch mithilfe der richtigen psychologischen Strategie geht garantiert auch Ihnen bald die große Liebe ins Netz.

Mehr Dates durch Online-Dating

Nur Männer, die sonst keiner will, tummeln sich im Internet – sagen die einen. Online nach der neuen Liebe zu suchen, ist aufregend und lohnt sich auf jeden Fall – versichern die anderen. Fest steht: Monatlich sind rund sechs Millionen Deutsche im Online-Dating-Fieber. Das ist die Hälfte aller Singles in Deutschland. Und ja, die Erfahrungen, die sie dabei machen, sind extrem unterschiedlich.

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Manche fischen permanent im Trüben, anderen geht auf Anhieb der Richtige ins Netz. Immerhin verliebt sich inzwischen etwa jedes achte Paar am Computer. Was diese erfolgreichen Online-Flirter auszeichnet? Sie machen sich für ihren Weg durch den digitalen Dating-Dschungel ein paar psychologische Hilfsmittel zunutze, erstellen zum Beispiel fantasievolle Profile, beeindrucken mit ihrem Humor und verlieren ihn auch dann nicht, wenn sie Schlappen wegstecken müssen.

Unsere Expertin

Nicole Schiller, 41, ist Diplompsychologin und Partnerschafts-Expertin. Die Hamburgerin coacht seit 2002 im Auftrag der Online-Partnerargentur Parship.de Singles bei ihrer Suche nach der großen Liebe im World Wide Web.

Der Online-Dating-Guide

Und: Sie sind geduldig, weil sie wissen, dass nicht gleich die ersten Kontakte Volltreffer sein können, sondern oft einige Monate verstreichen, bis sich echtes Herzklopfen einstellt. Wie auch Sie sich den sicheren Weg zu einem aussichtsreichen Net- Flirt bahnen, verrät unser topaktueller Online-Dating-Guide.

Kann man sich im Web wirklich verlieben?

Ja! Immerhin fanden bisher schon sechs Millionen Deutsche laut einer Studie des Portals singleboersenvergleich.de ihre neue Liebe im Internet. Andere Untersuchungen zeigen, dass Online- Beziehungen sogar tiefgründiger sind als solche, die sozusagen „analog“ entstehen. „Das Internet ist eben eine weitere und inzwischen völlig gesellschaftsfähige Möglichkeit, jemanden kennenzulernen“, erklärt Single-Coach Nicole Schiller aus Hamburg .

Was macht Flirten im Netz so spannend?

Selbst wenn Sie sowieso schon Flirt-Meisterin sind: Online bekommen Sie in einer Woche mehr Aufmerksamkeit als sonst in einem ganzen Monat – und das von mehreren Männern gleichzeitig.

Sie wissen nie, welcher aufregende Kerl hinter dem nächsten Posteingangs-Pling steckt. Und da Ihnen beiden klar ist, um was es geht, kommen Sie schneller zur Sache als beim Date in der Realität.

„Das Flirten im Netz kostet weniger Überwindung, weil die Angst wegfällt, vor Nervosität die Stimme zu verlieren oder nur Blödsinn zu reden“, so die Expertin. Stattdessen strecken Sie ohne Eile Ihre Fühler aus, stöbern in Profilen und formulieren in aller Ruhe Ihre E-Mails.

Was darf ich erwarten und was nicht?

Zwar gibt es scheinbar unendlich viele Kandidaten. „Lassen Sie sich davon jedoch nicht blenden“, sagt Single-Coach Nicole Schiller. Erwarten Sie also nicht, dass Sie sich online Ihren Traummann backen können oder schon nach 14 Tagen mit einem Prachtkerl liiert sind.

„Bleiben Sie realistisch und gehen Sie davon aus, dass es einige Monate dauern kann, bis sich ein Kontakt herauskristallisiert, den Sie ernsthaft weiterverfolgen möchten.“

Erstellen Sie ein Profil von sich!

Etwas Pragmatismus tut den hohen Erwartungen gut, denn: Die Online- Partnersuche ist nur eine Möglichkeit von vielen, die Liebe zu finden. Draußen tobt das Leben ebenfalls. Nicht nur, was das Flirten anbelangt. Auch Ihre Mädels wollen mit Ihnen nach wie vor in Clubs oder ins Kino gehen. Lassen Sie es also nach ein bis zwei Stunden vor dem PC auch wieder gut sein.

„Sie werden sich beim Online-Dating sicherlich auch viel mit sich selbst auseinandersetzen“, sagt die Psychologin. Viele Dating-Sites fragen Ihre Eigenschaften und Interessen ab, um daraus ein Profil Ihres Charakters zu erstellen und Ihnen passende Kandidaten vorzuschlagen.

Ganz automatisch werden Sie sich durch die Fragen auch Ihrer Anschauungen, Werte und Ziele bewusst (Wie wichtig ist mir Treue? Kommuniziere ich eher offen, angepasst oder kritisch?).

Sehr praktisch! Denn wer weiß, wie er ist, was er will und was nicht, schafft sich die beste Basis für eine Veränderung. Sind Sie dann erst mal im Online-Flirten geübter, gehen Sie auch offener durch die analoge Welt.

Wie präsentiere ich mich am besten?

Die Herausforderung ist groß: Sie wollen ein Profil, das unter den zahllosen anderen hervorsticht. Investieren Sie also Zeit und Mühe. Nein, nicht indem Sie sich zur gertenschlanken Blondine machen, die auf Bungee-Jumping steht. Flunkereien sind nicht nur peinlich, wenn die Wahrheit ans Licht kommt.

Sie rütteln auch am Selbstvertrauen: Indem Sie ein scheinbares Idealbild schaffen, machen Sie sich selbst schlechter, als Sie sind – und werden sich auch weniger souverän fühlen.

Verstellen Sie sich nicht!

„Bleiben Sie so authentisch wie möglich“, sagt die Psychologin. „Finden Sie die humorvolle Balance zwischen Ihren Schokoladenseiten und Ihren liebenswerten Schwächen.“ Vermeiden Sie übliche Klischees wie „Ich gehe gerne aus, liebe es aber auch, bei einem Film auf dem Sofa zu kuscheln“ oder „Ich bin quirlig und lache auch mal über mich selbst“.

Überlegen Sie stattdessen, was für Sie im Moment entscheidend ist (zum Beispiel Veränderung), was Sie gerade beschäftigt (das Entrümpeln des Kellers).

Befragen Sie Freunde, wie Sie wirken oder was Sie für einen Mann besonders interessant macht (Ihre Leidenschaft für Fußball oder das ansteckende Lachen). Seien Sie ein bisschen verrückt, kreativ, vor allem individuell und spezifisch.

Ändern Sie das Profil öfter, wenn Ihnen etwas Neues einfällt. „Das macht Sie interessanter und gibt immer wieder neue Anstöße, Sie zu kontaktieren“, sagt die Expertin.

Achten Sie auf Ihre Rechtschreibung und werfen Sie sich für das Profilfoto nicht kunstvoll oder bewerbungsmäßig in Szene. „Ein aktuelles, gutes Porträt von einer Party oder aus dem Urlaub ist viel authentischer und ehrlicher.“

Was kann ich aus seinem Profil herauslesen?

Zunächst vor allem Parallelen. Er frühstückt sonntags wie Sie gerne samt Zeitung, Fünf-Minuten-Ei und Salamibrötchen? Toll! Er macht am Wochenende am liebsten ABS (Angeln, Bergsteigen , Segeln) und Sie wollen gerne dabei sein? Perfekt! „Hören Sie trotzdem immer auf Ihre Intuition“, sagt Nicole Schiller.

„Entwickeln Sie ein Gefühl dafür, ob seine Angaben zusammenpassen, und lassen Sie sich von einem sehr ansprechenden Profil nicht zu schnell begeistern.

Seien Sie nicht voreingenommen!

Mit anbiedernden Aussagen wie „Ich liebe romantische Dinner zu zweit und Katzen“ oder „Kuscheln ist mir wichtiger als Sex “ will er Sie womöglich nur ködern. „Und natürlich wissen Sie aufgrund seiner Angaben noch lange nicht, ob Sie sich in diesen Mann auch in der Realität verlieben können.“

Das zeigen erst ein, zwei, drei reale Begegnungen. Suchen Sie aber auch nicht krampfhaft nach negativen Hinweisen zwischen den Zeilen. Besser, Sie drehen den Spieß um und achten darauf, ob Sie seine Statements charmant finden, ob er Sie mit seinen Formulierungen zum Schmunzeln bringt.

Legen Sie auch Ihre „Das muss er alles haben“-Liste zur Seite (es geht hier ja noch lange nicht um eine gemeinsame Zukunft ) und nehmen Sie’s gerade am Anfang nicht zu genau. Sonst geht Ihnen noch ein Prachtkerl durch die Lappen, der allein wegen ein paar falscher Buchstaben oder eines unglücklichen Ausdrucks durch Ihr Raster gefallen ist.

Mit der Zeit entwickeln Sie ohnehin einen bauchgesteuerten Spamfilter, der Ihnen sagen wird, welcher Typ sich wirklich hinter einem Profil versteckt.

Wie verlässlich sind Tests, die einen geeigneten Partner anzeigen?

Bei den großen Anbietern basieren die Tests tatsächlich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Fragen sind von erfahrenen Psychologen und Paarforschern erstellt, damit ein objektives Profil aus Charakterzügen, Einstellungen, Lebensgewohnheiten und Interessen entsteht.

Wer dann zu wem passt, entscheiden nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch ausgleichende Gegensätze: Wie gut würden Sie im Alltag harmonieren, wie gut könnten Sie streiten, wie gut sich auf Unternehmungen einigen?

Bleiben Sie realistisch!

„Die Tests geben also nicht zwangsläufig eine Idealpaarung an, sondern zeigen eher das Potenzial, das beide in diese Beziehung mitbringen würden“, erklärt Nicole Schiller. Trotzdem heißt das nicht, dass der 87-Prozent-Kandidat Sie zwangsläufig glücklicher machen wird als der 65-Prozent-Typ. „Schließlich ist das auch immer abhängig von Lebenssituation, Humor oder Äußerem.“

Also: Sich am Test als Basis zu orientieren ist sinnvoll. Klicken Sie aber unbedingt auch in angeblich weniger passende Profile. Hier verbergen sich oft wahre Goldschätzchen.

Was muss ich schreiben, um seine Neugierde zu wecken?

„Besonders ansprechend ist es, wenn Sie möglichst konkret im Hier und Jetzt schreiben“, sagt die Expertin: Was passiert gerade um Sie herum („Es schneit!“), wo sitzen Sie („Ich habe es mir auf meinem Lieblingssessel bequem gemacht – ein sehenswertes Stück von ebay“), was beschäftigt Sie („Ich freue mich schon auf heute Abend, da treffe ich meine Mädels beim Spanier“).

Erzählen Sie ganz spezifisch, warum Sie gerade ihn anschreiben, wo Sie Gemeinsamkeiten haben („Ich gehe auch gerne biken und war zuletzt auf dem xy- Berg – kennst du die Tour?“) – als wären Sie auf einer Party einander vorgestellt worden und würden locker ein bisschen von sich erzählen. Das macht es ihm leichter, Sie einzuschätzen, und spornt ihn an, zu antworten.

Flirten Sie mit mehreren Männern!

Halten Sie die erste Mail eher kurz, verzichten Sie auf nebulöse Geheimniskrämerei, aufgesetzte „Ich bin so toll“-Aussagen und – natürlich! – auf Copy and Paste. „Offenheit, Klarheit und Individualität wirken am sympathischsten“, sagt die Psychologin.

Parallel zu flirten ist übrigens absolut okay und zumindest am Anfang üblich. Sie können also ohne schlechtes Gewissen mehrere Männer gleichzeitig kontaktieren. Um den Überblick zu bewahren, ist es am besten, mit fünf Favoriten starten.

Wie serviere ich jemanden charmant ab?

Kein Mitleid! Körbe verteilen gehört gerade beim Online-Dating dazu. Alles andere wäre Zeitverschwendung. „Kleine Notlügen sind dabei aber erlaubt“, sagt Nicole Schiller. Behalten Sie es aus Gründen der Höflichkeit für sich, dass Sie seinen Kleidungsstil unmöglich finden, ihn als total spießig wahrnehmen oder Bänker generell für langweilig halten.

„Greifen Sie lieber andere Dinge aus seinem Profil auf, die Ihnen nicht zusagen – wie den Wohnort oder die Tatsache, dass er Raucher ist.

Schreiben Sie, dass Sie einen anderen Kontakt haben, den Sie intensivieren möchten. Oder jemanden kennengelernt haben und Ihre Internet-Verbindungen deshalb jetzt abbrechen wollen“, schlägt die Psychologin vor. Jedem zu antworten gehört zum guten Ton, es sei denn, ein Kandidat drängelt und ist unangenehm lästig oder verschickt eindeutig einfallslose Massenmails. „Die können Sie getrost ignorieren“, so die Expertin.

Was, wenn er sich nicht (mehr) meldet?

Nehmen Sie es nicht persönlich. Kommt gleich auf die erste Mail keine Reaktion, haben Sie es vielleicht mit einer Karteileiche zu tun. Manche Betreiber kümmern sich wenig um inaktive Nutzer. Aber auch wenn es schon eine Weile hin und her ging, kann plötzlich Funkstille eintreten. Deshalb sollte Ihr neues Mantra lauten: Männer kommen und gehen, ohne Warnung, ohne Grund.

Trauern Sie ihm nicht nach!

Ist nur Ihr Stolz ein wenig gekränkt oder kommt auch auf Ihre Nachfrage keine Reaktion: Verschwenden Sie nicht länger Ihre Energie und streichen Sie ihn von der Liste.

Wie lese ich aus seinen Mails heraus, ob er wirklich Interesse hat?

Dass er zuverlässig, ausführlich und regelmäßig antwortet, ist ein erster Beweis. Wenn er nicht nur von sich erzählt, sondern auf Ihre Fragen reagiert, sich an das erinnert, was Sie beschäftigt und was in Ihrem Terminplan steht, spricht das ebenfalls für ernste Absichten, sagt die Psychologin .

Weiteres gutes Zeichen: Er gibt Bescheid, wenn er sich ein paar Tage nur sporadisch melden kann, weil er im Urlaub oder auf Dienstreise ist. Wie Sie Ihr Online-Herzblatt mit einem Test ganz einfach auf die Probe stellen können?

Fragen Sie nach ein paar Schnappschüssen, nach seiner Handynummer oder seiner privaten Mailadresse. Hält er Sie unbegründeterweise hin oder druckst rum: Denken Sie an Ihr neues Männer-Mantra, verschwenden Sie mit diesem Spieler nicht länger Ihre Zeit und sortieren Sie ihn aus.

Gibt es Regeln für das erste Telefonat?

„Grundsätzlich ist es wichtig, den eigenen Impulsen zu folgen“, sagt die Psychologin. „Wenn Sie also spannenden Mailkontakt haben und den Mann auch endlich hören wollen, schreiben Sie ihm das.“ Sie suchen schließlich keinen Brieffreund, oder? Männer fühlen sich dadurch kaum bedrängt, da Sie ohnehin schneller zum Hörer greifen.

Zudem beeinflusst uns die Stimme immens (sie macht ein Drittel des ersten Eindrucks aus). Und telefonieren ist nun mal der nächste, natürliche Schritt, bevor Sie sich zum In-die- Augen -Schauen verabreden.

Bleiben Sie locker!

Die Sorge, eine reale Verbindung könnte die Magie des virtuellen Mailverkehrs zerstören, können Sie begraben: „Je eher Sie wissen, woran Sie mit Ihren Gefühlen wirklich sind, desto besser“, sagt die Expertin. Lassen Sie sich also seine Nummer geben und rufen Sie ihn an.

Wenn Sie extrem vorsichtig (und nicht besonders höflich) sein wollen, mit unterdrückter Nummer, damit er Sie nicht belästigen kann, falls er sich doch als aufdringliche Niete entpuppt.

Führen Sie das Gespräch keinesfalls wie ein Verhör: „Wer gleich alles auf der persönlichen Checkliste abhaken möchte, gibt der Sache schon durch sein Misstrauen keine echte Chance.“ Starten Sie stattdessen mit lockerem Smalltalk.

Fragen Sie, was er am Wochenende gemacht hat oder ob er Urlaubspläne hat. Wichtig: offene Fragen stellen, die er nicht mit Ja oder Nein beantworten kann.

Achten Sie auf seine Stimme!

Geben Sie auch etwas von sich preis. Das macht es ihm leichter anzuknüpfen. Versuchen Sie, Emotionen aus seiner Stimme herauszuhören: Ist er nervös, kann das durchaus sympathisch sein. Wirkt er sehr schüchtern oder gibt er den Wichtigtuer, ist das vielleicht nicht ganz Ihr Ding.

Soll ich ihn treffen?

Aber natürlich! Denn erst dann werden Sie wirklich wissen, ob Ihnen der Kerl nicht nur mit berauschenden Mails und seiner unglaublichen Telefon-Stimme Gänsehaut verursacht, sondern auch dadurch, wie er wirkt, riecht, sich bewegt und benimmt.Trauen Sie sich

Lassen Sie deshalb nicht erst zig Monate verstreichen, bevor Sie sich treffen, sondern tun Sie es am besten innerhalb der ersten vier Wochen . „Es geht dabei gar nicht um eine gemeinsame Zukunft . Sondern nur darum, ob Sie sich auch noch ein zweites Mal sehen oder nicht“, beruhigt Nicole Schiller.

Wie nehme ich das erste Date in Angriff?

Unbedingt so, dass Sie sich wohlfühlen. Versuchen Sie, alle möglichen Gefahren weitgehend auszuschalten. Laden Sie ihn keinesfalls zum Essen nach Hause ein. Lassen Sie sich auch nicht abholen oder zurückbringen. Treffen Sie sich stattdessen tagsüber an einem öffentlichen Ort.

Das gemütliche Café im Park (wenn’s gut läuft, können Sie ja noch spazieren gehen), die hübsche Tagesbar im Zentrum (um schnell die Location wechseln zu können, wenn es etwas fad wird). Ihr Lieblingslokal um die Ecke ist tabu. Falls er sich doch als Freak oder Nervensäge entpuppt, sind Sie dort weiterhin vor ihm sicher.

Wie geht es dann weiter?

Um aus einer verkorksten Nummer ganz schnell wieder herauszukommen: Begrenzen Sie die Zeit, indem Sie einen Anschlusstermin vorschieben („Ich muss um 15 Uhr beim Friseur sein“) – den Sie natürlich auch ausfallen lassen können, wenn es richtig gefunkt hat.

Große Erwartungen und Hoffnungen, Angst vor Enttäuschungen – Ihr Stress pegel wird in dieser Phase enorm hoch sein. Aber Sie können sicher sein, dass er genauso nervös ist. Machen Sie sich zur Entspannung klar: Es geht erst mal nur darum, sich kennenzulernen, Spaß zu haben, einen schönen Nachmittag zu verbringen.

„Reden Sie beim ersten Rendezvous nicht zu viel“, rät die Expertin. „Und jammern Sie nicht darüber, wie einsam Sie als Single sind, wie sehr Ihr Ex Sie verletzt hat oder wie groß Ihr Kinderwunsch ist.“

Wer suchet, der findet!

Besser: ganz relaxt plaudern, Fragen stellen, sich für ihn interessieren. Das haben Sie ja bereits per Mail und am Telefon praktiziert. Sie sind gleich hin und weg?

Behalten Sie es zunächst für sich, um ihn nicht zu verschrecken, sich aber auch sicher zu sein, dass Ihre Emotionen wenigstens den nächsten Tag überdauern. Wenn Sie das Gefühl haben, es geht ihm ähnlich: Schlagen Sie ein zweites Treffen vor. Vielleicht ist das der Beginn einer großen Liebe ?

Nicht aufgeben!

Ob er wirklich interessiert ist, können Sie bei ihm übrigens intuitiv sehr viel besser erkennen als er bei Ihnen, wie eine US-Studie ergab. Danach ordneten Frauen die ernsten Absichten der Männer in wenigen Sekunden allein durch Beobachtung richtig ein.

Die Frauen hingegen konnten ihr (Des-)Interesse besser verbergen und waren daher für Männer schwerer einzuschätzen.

Sind Sie von Ihrem Gegenüber etwas enttäuscht? Geben Sie nicht sofort auf. Vielleicht ist er ja ein prima Kumpel oder bringt Ihre Schmetterlinge erst mit der Zeit zum Flattern. Geht er wirklich und ganz sicher gar nicht?

„Dann machen Sie ihm keine weiteren Hoffnungen“, empfiehlt Nicole Schiller. „Sagen Sie charmant, aber bestimmt, dass Sie den Nachmittag nett fanden, aber wissen, dass aus Ihnen kein Paar wird.“

Geben Sie nach ein paar gescheiterten Dates oder Körben, die natürlich auch Sie mal bekommen können, nicht gleich auf, sondern bleiben Sie am Ball. Betrachten Sie das Ganze als Prozess, in dem Sie viele Begegnungen mit interessanten Menschen haben. Und an dessen Ende Sie irgendwann in den Armen von Mr. Right landen.

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