Tipps zum Heizen & Lüften

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Die Luftfeuchtigkeit lässt sich am einfachsten durch richtiges Heizen und regelmäßiges Lüften optimieren
Foto: Emmi/Fotolia.de

Gesundes Raumklima

Entscheidend für unser Wohlbefinden in geschlossenen Räumen ist die Luftfeuchtigkeit: Werte zwischen 40-50 Prozent gelten als besonders verträglich. Messen Sie mit einem Hygrometer, ob es in Ihren Zimmern zu feucht oder zu trocken ist!

Am einfachsten und billigsten lässt sich die Luftfeuchtigkeit durch richtiges Heizen und regelmäßiges Lüften optimieren:

Richtig Heizen: Lassen Sie Ihre Räume auch bei Abwesenheit nie ganz auskühlen. Wer erst abends die Heizkörper voll aufdreht, um angenehme Temperaturen zu bekommen, verbraucht besonders viel Energie und sorgt für eine große Luft- und damit auch eine erhöhte Staubzirkulation.

Richtig Lüften: Lassen Sie nicht stundenlang das Fenster gekippt oder offen stehen. Besser ist regelmäßiges Stoßlüften, wenn die Luft im Zimmer verbraucht ist: Öffnen Sie dafür für drei bis fünf Minuten das Fenster. Das bringt frischen Sauerstoff hinein und lässt Feuchtigkeit und Staub entweichen, ohne dass die Grundtemperatur nennenswert sinkt. Wer Räume mit Durchzug lüftet, sollte sich wegen der Erkältungsgefahr nicht in ihnen aufhalten.

Was können Sie tun, wenn Ihre Räume, trotz richtiger Belüftung und Beheizung zu trocken oder zu feucht sind?

Ist die Luftfeuchtigkeit in den Räumen dauerhaft zu hoch, entsteht an Stellen, die eine niedrigere Oberflächentemperatur haben, Kondenswasser. Das Wasser kann zu Schäden am Gebäude und an der Inneneinrichtung führen. Dabei wird in der Regel auch das Wachstum von Pilzen und Mikroorganismen gefördert. Exponierte Stellen, wie schlecht isolierte Außenwände, Fenster, Ecken oder Kanten sind besonders gefährdet. In solchen Fällen ist es wichtig, bestehende Feuchtigkeitsquellen zu kontrollieren und feuchte Luft gezielt abzuführen:

Was können Sie tun ...

  • Kochen Sie nur mit Deckel oder Dampfkochtopf, das spart auch Zeit und Energie
  • Schalten Sie immer kurzzeitig den Dampfabzug ein.
  • Lüften Sie nach dem Duschen und Baden das Bad kräftig durch und öffnen Sie erst danach wieder die Badezimmertür.
  • Trocknen Sie keine Wäsche in der Wohnung.
  • Dichten Sie Fensterfugen ab oder lassen Sie Ihre Fenster isolieren.
  • Feuchtigkeit kann auch durch kaum sichtbare Bauschäden am Haus in die Wohnung gelangen. Lassen Sie bei größeren Problemen nicht nur die Wohnung, sondern auch die das ganze Haus untersuchen.
  • Schimmelpilze an den Wänden, sich ablösende Tapeten oder Anstriche sowie Fleckenbildungen erfordern einen Spezialisten ...

Gerade in den Wintermonaten klagen viele Menschen wegen trockener Heizungsluft über gereizte Schleimhäute, rissige Haut oder brennende Augen. Dabei macht uns in erster Linie nicht die trockene Luft zu schaffen, sondern Millionen kleinster Staubpartikel, die durch die aufsteigende Wärme der Heizkörper aufgewirbelt und von uns eingeatmet werden.

Was können Sie für ein optimales Raumklima tun ...

  • Stellen Sie eine Schüssel mit Wasser in die zu trockenen Räume.
  • Feuchte Außenluft kann die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht erhöhen, denn Kaltluft nimmt weniger Wasser auf als die warme Zimmerluft. Je mehr gelüftet wird, desto trockener wird daher der Raum.

Beispiel: Im Winter beträgt die Außentemperatur 2 Grad. Die Luft hat dann häufig eine relative Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent, das sind gut 3 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft. Wird diese Luft im Inneren auf 20 Grad erwärmt, genügen die 3 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft nur noch für eine relative Luftfeuchtigkeit von knapp 25 Prozent, das heißt, die Luft trocknet aus.

Kurzfristige Linderung bieten Luftbefeuchter. Sie geben ihre Feuchtigkeit an die Raumluft ab, binden so die herumfliegenden Staubteilchen und lassen Sie auf den Boden sinken. Doch durch diese erhöhte Luftfeuchtigkeit besteht auch eine erhöhte Schimmelgefahr, die weder dem Raum noch dem Menschen gut tut.

Doch es kommt dabei hauptsächlich auf das jeweilige Produkt an: "Ökotest" hat beispielsweise 15 Luftbefeuchter getestet und nur vier kamen gut dabei weg. Lassen Sie sich also vor dem Einkauf richtig beraten oder informieren Sie sich eingehend bei der Verbraucher-Zentrale. Ein Luftbefeuchter sollte mit einem Feuchtigkeitsregler ausgerüstet sein, der die Luftfeuchtigkeit durch Ein- und Ausschalten des Befeuchters regulieren kann. Stellen Sie den Regler, den sogenannten Hygrostat, auf maximal 45 Prozent Luftfeuchtigkeit ein. Kalkhaltiges Wasser kann zu Flecken auf Ihren Möbeln führen, deshalb befüllen Sie in Ihren Luftbefeuchter am besten mit destilliertem Wasser.

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