Toxisches Schocksyndrom durch Tampons

toxisches schocksyndrom
Um dem Toxischen Schocksyndrom vorzubeugen, hat man die Aufnahmefähigkeit von Tampons in den 90er Jahren beschränkt.
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Verseuchter Tampon

Die Diagnose: Toxisches Schocksyndrom - ausgelöst von einem verseuchten Tampon. Keine Panik! Wir erklären Ihnen, wie sie dem gefährlichen TSS vorbeugen können.

Die Diagnose: Toxisches Schocksyndrom - ausgelöst durch ein ganz bestimmtes Bakterium in der Scheide. Der dreifachen Mutter Joanna Cartwright ist oben genanntes Schicksal ereilt. Die verliert immer wieder das Bewusstsein, Haare und Nägel fallen aus, totales Organversagen droht. Der Grund für den toxischen Schock: ein von Bakterien befallener Tampon.

Was passiert beim TSS?

Werden die Tampons während der Menstruation zu lange in der Scheide gelassen, kann sich das Bakterium Staphylococcus aureus in Windeseile vermehren. Grundsätzlich nicht weiter schlimm. Solange es nicht das gefährliche Toxin TSST-1 bildet und innerhalb kürzester Zeit ins Blut gelangt. Die Folge: eine Blutvergiftung.

Die Symptome

Die Diagnose des Toxischen Schocksyndroms ist schwierig. Die Symptome ähneln denen vieler Infektionskrankheiten. In den meisten Fällen kommt es zu einem raschen Anstieg der Temperatur. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindel. Vereinzelt kann es zu Hautrötungen (ähnlich einem Sonnenbrand) und stark durchbluteten und geröteten Schleimhäuten kommen.

Wer während seiner Menstruation plötzlich unter oben genannten Beschwerden leidet, sollte schnellstmöglich den Tampon entfernen und einen Arzt aufsuchen.

Die Therapie

In den seltensten Fällen verlauft das Toxische Schocksyndrom tödlich - so lange TSS richtig behandelt wird. Die Bakterien werden mit Antikörpern und Antibiotikum bekämpft, die Symptome gezielt behandelt. Der Kreislauf muss stabilisiert und das Fieber gesenkt werden.

Wird das Toxische Schocksyndrom nicht behandelt, verläuft das TSS in 50 % aller Fälle tödlich.

Wie kann ich dem Toxischen Schocksyndrom vorbeugen?

1. Eine gründliche Hygiene während der Menstruation ist Grundvoraussetzung. Wechseln Sie die Tampons in kleineren Zeitabständen und minimieren Sie die Tampongröße.

2. Führen Sie die Tampons mit einem Applikator ein und waschen Sie sich vor und nach dem Gebrauch die Hände.

3. Experten empfehlen in der Nacht auf Binden zurückzugreifen.

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