Tränen lügen nicht

traenen luegen nicht

Männer verstehen

"Tränen lügen nicht" heißt es im Volksmund und verschiedenen Liedertexten. Oft wird aber mit Tränen getrickst und manipuliert. Der Beschützer-Instinkt des Mannes ist hierfür nämlich äußerst anfällig. Doch aufgepasst! Der moderne Mann - der ja bekanntlich seinen Gefühlen freien Lauf lässt und gelegentlich auch schon einmal schluchzend die Schulter seiner Partnerin befeuchtet - kann mittlerweile gut zwischen den verschiedenen Tränensorten unterscheiden.

Nur echte Tränen sind gute Tränen. Denn was vielfach beim Manne unterschätzt wird, ist dessen Hang zur Ehrlichkeit - von einigen Ausnahmen in Wirtschaft und Politik einmal abgesehen. Deshalb stoßen die Zeichen wirklicher Traurigkeit auch meistens auf sein Mitgefühl. Wenn Sie ein halbwegs gefühlvolles Exemplar abbekommen haben, kennen Sie die Worte: "Komm her, Schatz. Was ist denn los?" sicher. Andernfalls hat Ihr Partner sicher andere Vorzüge.

Echte und falsche Tränen

Zu den echten gehören auch die "Film-Tränen". Gemeint sind aber nicht die der Schauspieler sondern die Tränchen, die uns der Spannungsbogen der Geschichte abverlangt. An der Stelle sei angemerkt, dass auch wir Männer hiervor nicht gefeit sind. Mein Tipp lautet: Männer müssen nicht so tun, als hätten sie sich verschluckt, wenn der Kloß im Hals drückt - SIE merkt das ... Und was ist schon unmännlich daran, gerührt zu sein, wenn der beste Freund des Helden diesem zur Seite steht, obwohl die Situation aussichtslos erscheint? So viel Freundschaft und Treue hätte selbst Herkules das Wasser in die Augen getrieben!

Ebenfalls durch Film und Fernsehen hat der moderne Mann aber gelernt, auch andere Tränenarten zu erkennen. Während sich der Mann von heute bei echten Tränen zunehmend als sensibel erweist, schaltet er bei Fake-Flennen häufig auf stur oder reagiert sogar aggressiv. Quengel-Tränen, die einfach nur als lästig wahrgenommen werden und ihren Zweck damit ja auch schon erfüllen, stellen dabei nur die harmloseste Kategorie dar.

Tränen nagen an seinem Stolz

Wesentlich gefährlicher für die Harmonie in der Beziehung sind die Strategie-Tränen, die von der Frauenwelt auch gerne völlig unvermittelt eingesetzt werden. Wenn der Liebste nicht völlig auf den Kopf gefallen ist und seine Welt aus mehr als "Kartoffelchips und Fußball" besteht, dann wird er den Versuch entlarven. Ob er das Spiel dann mitspielt oder nicht - es bleibt etwas zurück und das sitzt tief: Das Gefühl, der Böse zu sein, der seinen Schatz zum Weinen gebracht hat, ist für manche ja noch erträglich. Aber das Wissen, der Partnerin nicht uneingeschränkt vertrauen zu können, killt jede Beziehung.

Schließlich und endlich sind da noch die Grauzonen und Mischformen in der vielfältigen Welt der Tränen. Freudentränen oder Tränen der Wut beispielsweise. Bei letzteren ist ernsthaft Vorsicht geboten. Sie sind nahezu immer echt und oft berechtigt. Für beide Partner gilt: Wer den anderen so wütend gemacht hat, trägt oft einen großen Teil der Schuld.

Schwierig ist es bei Tränen der Enttäuschung. Sie nagen am Stolz des Mannes. Ein Mann will seine Frau in jeder Hinsicht zufrieden stellen. Manchmal rettet ein wenig Beherrschung schon einmal die Beziehung . Abwägungssache. Einen Versager will Frau sich ja auch nicht unbedingt züchten, oder?

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