Trainieren mit Musik

trainieren mit musik

Foto: Thinkstock

Fitness-Studie

Dass Sportler anders trainieren, wenn sie während ihres Workouts Songs lauschen, daran besteht kein Zweifel. Doch wie genau das Zusammenspiel von Fitness und Musik funktioniert, erforschen Wissenschaftler nur langsam.

Besser biken mit Beats

Probier’s mal mit Musik! Warum tragen so viele Jogger MP3-Player in den Ohren? Klar, mit den richtigen Songs macht es mehr Spaß und es läuft sich irgendwie auch leichter! Klingt simpel, ich es aber nicht ganz – denn die Wissenschaft hat durch ihre Studien bereits viele Erkenntnisse, aber auch noch offene Fragen.

So fand eine Untersuchung britischer Forscher in 2010 heraus, dass sich das Fahrverhalten von musikhörenden Bikern den Beats ihrer Songs anpasst. Das Ergebnis der Studie belegt: Wurden die Lieder ohne das Wissen der Radler langsamer abgespielt, verringerte sich mit der Geschwindigkeit auch die zurückgelegte Distanz, bei abflachendem Puls. So richtig gut gefiel das den Sportlern nicht.

Bei einer erhöhten Abspielgeschwindigkeit der Tracks traten die Biker hingegen viel kraftvoller in die Pedale, legten eine größere Strecke zurück und hatten einen erhöhten Puls. Die Sportler hatten mehr Spaß, empfanden das Training trotz Musik aber nicht als einfacher. Das erhöhte Tempo konnte sie nicht über die Anstrengungen des Workouts hinwegtäuschen, motivierte sie aber, mehr Power zu geben.

So beeinflusst Musik den Körper

Das Zusammenspiel von Fitness und Musik ist also faszinierend: Wer beim Trainieren „gute“ Songs hört, kann seine Motivation oder sogar seine Leistung steigern. Gut bedeutet hier, Lieder mit den passenden Beats und der richtigen Geschwindigkeit für das individuelle Trainingsziel. Das kann ein Song von Katy Perry, Rihanna oder auch Lady Gaga sein.

Was bislang noch unentschlüsselt blieb: Wie genau Musik den Körper beeinflusst.

Eine US-Studie, ebenfalls aus dem Jahr 2010, fand dazu heraus, dass Basketballer während eines Spiels  die Körbe besser treffen, wenn sie vorher eingängig peppige Musik gehört hatten. Die Rhythman schienen die Sportler vom Erfolgsdruck, den Zuschauern und den einstudierten Bewegungsabfolgen abzulenken. Diese vollführte der Körper fast automatisch – und mit besserem Erfolg als ohne vorherige Musikstunde.

Ob bei diesem Phänomen zuerst der Körper oder zuerst der Kopf samt Bewusstsein auf die Rhythmen reagiert, können die Forscher allerdings noch nicht mit Sicherheit sagen.

Fest steht aber: Musik hat beim Sport die Fähigkeit uns anzutreiben, uns abzulenken und uns zu einer besseren Leistung zu pushen. Sie verändert die Wahrnehmung und die sportliche Performance. In diesem Sinne: Bitte „Play“ drücken!

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