Trendsport Yoga – gesund für Körper und Geist oder risikoreich?

Ist Yoga wirklich so gesund, wie viele glauben?

„In einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist“ – jeder kennt diese lateinische Redewendung. In Verbindung mit einer Sportart fällt den meisten spontan Yoga ein, das sich in den letzten Jahren rasant zum Trendsport gemausert hat. Doch sorgt der fernöstliche Sport tatsächlich für einen gesunden Körper und Geist?

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Die Entstehung des Yoga reicht etwa 3500 Jahren zurück. Ursprünglich handelte es sich bei Yoga um eine Kombination aus Meditiation und verschiedenen Atemübungen, die in Indien von Weisen praktiziert wurde. In Europa verbreitete sich die Praktik sehr viel später. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die ungarische Künstlerin Elisabeth Haich . Sie gründete die erste Yoga-Schule in Ungarn und der Schweiz und veröffentlichte viele Bücher zum Thema, die Yoga zu mehr Popularität verhalfen. Ab den 60er Jahren eröffneten auch in Deutschland immer mehr Yogaschulen, heute ist der Trendsport fast überall zu finden. In Berlin gibt es bereits so viele Studios, dass man damit Bestenlisten füllen kann .

Wie gesund ist Yoga wirklich?

Die meisten Menschen beschreiben Yoga damit, dass es „guttut". An Yoga haftet ein Lifestyle-Flair, es gilt als Stresskiller und soll zu mehr Körperbewusstsein verhelfen. Viele Menschen kommen mit Yoga in Berührung, wenn sie an Überarbeitung, Erschöpfung, Nervosität oder Schlafmangel leiden, denn Yoga verspricht in erster Linie Entspannung. Des Weiteren hilft der Sport bei Rückenschmerzen, Verspannungen, Kreislaufbeschwerden und Gelenkproblemen. Im Großen und Ganzen schafft Yoga also tatsächlich einen gesunden, starken Körper und einen entspannten, ebenso starken Geist.

Detaillierter betrachtet, entspannt, kräftigt und strafft Yoga die Muskeln. Es regt den Stoffwechsel an und wirkt sich positiv auf Nervensystem und Körper aus. Selbst die Blutwerte und das Immunsystem verbessern sich durch regelmäßige Yoga-Praxis.

Welche Yoga-Art ist die richtige für mich?

Yoga ist äußerst vielfältig. Es existtieren viele verschiedene Yoga Arten, die ihr Hauptaugenmerk jeweils auf unterschiedliche Aspekte legen. Einige der verschiedenen Yoga Arten haben wir bereits vorgestellt . In Deutschland und generell im Westen ist das Hatha Yoga am verbreitesten. Hatha Yoga legt das Augenmerk auf ein stärkeres Körperbewusstsein, Flexibilität und Geduld. Es werden Muskeln, Bänder und Sehnen gestärkt. Entspannungs- und Atemtechniken stärken zusätzlich den Geist.

Immer mehr Beachtung hierzulande bekommt das Bikram Yoga, in Deutschland als Hot Yoga bekannt. Hot Yoga wird bei einer Raumtemperatur von 35-40 ° C und erhöhter Luftfeuchtigkeit durchgeführt. Die erhöhten Temperaturen sorgen für ein intensives, aber schonendes Ganzkörpertraining. Der leichte Saunaeffekt soll zudem entgiftend wirken, einen medizinischen Beweis dafür gibt es jedoch nicht.

Es empfiehlt sich, einige Yoga-Arten auszuprobieren bevor man sich auf eine Art festlegt.

Was beim Yoga beachtet werden sollte

Generell zählt Yoga zu den Sportarten, die von jeder Alters- und Gewichtsklasse ausgeübt werden können. Wer dabei allerdings nicht auf seinen Körper hört, riskiert gefährliche Verletzungen. Falsche Ausführung und eine zu hohe Belastung können riskant werden und Bandscheibenvorfälle und Gelenkschmerzen verursachen. Um dies zu vermeiden, ist vor allem ein guter Trainer wichtig. Von Videokursen ist abzuraten, denn nur ein gut ausgebildeter, anwesender Trainer erkennt den Leistungsstand der Praktizierenden und kann individuell auf diesen eingehen. Ebenso wichtig ist es, dem eigenen Körper zu vertrauen. Yoga sollte niemals weh tun, bei Schmerzen werden die Muskeln überstrapaziert. Bis Muskeln und Sehnen dehnbarer werden, können durchaus bis zu vier Monate vergehen.

Richtig ausgeführt ist Yoga eine Allround-Sportart, die sich ihr Trend-Dasein verdient hat. Wer regelmäßig und korrekt Yoga praktiziert, stärkt Körper und Geist und wird mit einer straffen, formschönen Figur belohnt.