Türkische Riviera – Ferien für Entdecker

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Im Süden "Kleinasiens" liegt die Hafenstadt Antalya, die mittlerweile zu einem attraktiven Ferienort für Touristen geworden ist
Foto: Kultur- und Tourismusministerium Ankara

Sonne und Kultur, an dieser Küste findet man beides. Obendrein wird man mit orientalischer Gastfreundschaft verwöhnt

Gegensätze ziehen mich magisch an. Deshalb gefällt es mir an der türkischen Riviera so gut. Antalya liegt in einer weiten, fruchtbaren Ebene. Hier wachsen Bananen, Zitrusfrüchte und sogar Reis unter der im Frühjahr angenehm warmen Sonne. Aber am Horizont erhebt sich das schroffe Taurusgebirge. Während wir uns an der Küste vor Sonnenbrand hüten müssen, liegt auf den über 2.000 Meter hohen Bergen noch Schnee. Der Strand ist belebt von fröhlichen jungen Menschen, die sich vor Ruinen und Bauten der Antike am klaren Mittelmeer verlustieren. Antalya ist eine quirlige Großstadt mit fast 700.000 Einwohnern. Hier landen fast alle Ferienflieger, doch die Urlauber verteilen sich an der ganzen, einige hundert Kilometer langen Küste rechts und links der Provinzhauptstadt Antalya. Wir bleiben erst mal hier.

Vor 2.100 Jahren wurde die Stadt gegründet. Kein Wunder, dass uns auf Schritt und Tritt Zeugen der Vergangenheit begegnen! So wird etwa die schöne Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen von der nicht ganz so attraktiven Neustadt durch das beeindruckende Hadrianstor getrennt, das im Jahr 130 von den Römern erbaut wurde. Ich muss unbedingt zum Gewürzbasar. Die Gerüche und Farben dort sind der sinnliche Beweis dafür, dass ich mitten im Orient bin. Trotzdem sprechen hier viele deutsch. Als die Händler bemerken, dass ich aus Hamburg komme, werde ich zum Tee eingeladen. Sie erzählen von ihrer Zeit als Gastarbeiter in Deutschland und wollen mich gar nicht weglassen.

Aber ich will ja noch ins 130 Kilometer entfernte Demre, dem antiken Myra. Vor über 3000 Jahren lebte hier das geheimnisvolle Volk der Lykier. Sie haben fantastische Felsengräber hinterlassen, die aussehen wie Häuser und mit beeindruckenden Reliefs verziert sind. Einen ehemaligen Bewohner der Stadt kennt heute jedes Kind: Niko laus lebte als Bischof in Myra. Ihm zu Ehren wurde hier im 8. Jahrhundert die Nikolaus- Basilika erbaut. Und nach Side fahre ich auch. 65 Kilometer östlich von Antalya liegt die 6000 Jahre alte Stadt, wieder so ein kontrastreicher Mix aus modernem Urlaubs ort und antiken Überbleibseln. Neben dem schönen Sandstrand gibt es hier uralte Theater und griechische Tempel. Ich setze mich auf einen Marmorbrocken, der vielleicht eine Säule war, und genieße die Frühjahrssonne auf meiner Haut. Damals und heute: An der türkischen Riviera vertragen sich Gegensätze wirklich gut.

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