Tunesien – Sonne, Strand und Stille

plage
Sandstrände, so weit das Auge reicht
Foto: Fremdenverkehrsamt Tunesien

Während bei uns der Herbst Einzug hält, kann man in Nordafrika noch wunderbar Badeurlaub machen

Der warme Wüstenwind streicht über die Frühstücksterrasse, die Sonne zaubert tausend kleine Lichter auf das türkisfarbene Meer. Es ist, als hätte jemand einen Farbfilm eingelegt. Denn während es in Deutschland schon grau und kühl ist, herrschen hier in dem Land zwischen Mittelmeer und Sahara noch Temperaturen um die 30 Grad. Die erste Woche unseres Sommerverlängerungs-Urlaubs verbringen wir etwas außerhalb von Mahdia, direkt am fast weißen Sandstrand. Tagsüber genießen wir das noch 24 Grad warme Meer und entspannen auf der Liege.

Doch gegen Abend sind wir neugierig und begeben uns auf Entdeckungstour ins 50.000-Einwohner-Städtchen Mahdia mit seinen schon über 1.000 Jahre alten Gemäuern. Im Zentrum der Altstadt findet regelmäßig ein Markt statt. Wir fühlen uns wie zu Besuch in 1.001 Nacht. Berge von bunten Gewürzen und Früchten werden angeboten. Genauso wie Teller, Töpfe und Schnitzereien. Wir wollen eine Schale erstehen und während ich extrem süßen Pfefferminztee schlürfe, feilsche ich, bis ich den Verkäufer von 10 auf 5 Euro heruntergehandelt habe. Und er mir versichert, ich hätte ihn für immer ruiniert. Allerdings höre ich später, dass das immer noch zu viel und 2 Euro angemessen gewesen wären.

Nach fünf herrlichen Strandtagen fahren wir für zwei Tage mit einer organisierten Tour (ca. 100 Euro) in die Sahara. Unsere erste Station ist Douz. Von hier reiten wir im Morgengrauen auf einem Kamel in die Wüste. Einige Mitreiter wissen jetzt, warum man von "Wüstenschiffen" spricht. Auf dem schwankenden Kamelrücken kann man regelrecht seekrank werden. Aber ich genieße diesen Ausflug ganz besonders. In dieser Welt der Extreme – wo es nachts bis zu 0 Grad kalt und tags über bis zu 40 Grad heiß wird – ist man vor allem von der Stille berauscht. Und von der Weite. Es ist wunderschön, wie die Sonne frühmorgens die unendlichen Dünen und Täler in ockerfarbenes Licht taucht. Und einen so blauen Himmel habe ich, glaube ich, noch nie gesehen...

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