TV-Koch Ole Plogstedt wendet sich mit Brief an Angela Merkel

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Foto: © Ole Plogstedt

Die Toten Hosen, Jan Delay und Anna Loos haben unterzeichnet

Zusammen mit Oxfam kämpft der RTL 2-Kochprofi gegen die staatliche Förderung von Argrarkonzernen. Lest hier, was er von der Bundeskanzlerin fordert.

Rund eine Milliarde Menschen auf der Erde leben direkt von der Landwirtschaft. Durch den Verkauf selbst geernteter Lebensmittel sichern sich Kleinbauern die eigene Existenz sowie die ihrer Familien. Die traditionellen Ernteverfahren bringen hohe Erträge, sind umweltschonend und gelten als besonders nachhaltig.

Doch das idyllische Bild der Landwirtschaft ist bedroht: Agrarkonzerne aus den Industrienationen erschließen zunehmend die Entwicklungsländer, bringen dort genverändertes Saatgut und Pestizide zum Einsatz. Dazu kaufen sie den Kleinbauern Ackerflächen ab und berauben sie damit ihrer Lebensgrundlage.

Entwicklungshilfe für milliardenschwere Agrarkonzerne

Das Unglaubliche daran: Die Agrarriesen werden von der Bundesregierung finanziell unterstützt! Unter dem irreführenden Schlagwort der Entwicklungshilfe erhalten Chemie-Konzerne wie Bayer oder BASF Hilfsgelder in Milliardenhöhe – während die Kleinbauern um ihre Zukunft bangen müssen.

Gegen diese Ungleichverteilung protestiert TV-Koch Ole Plogstedt, der regelmäßig bei den "Kochprofis" auf RTL 2 zu sehen ist. Durch seinen Beruf sieht 46-Jährige tagtäglich, welchen Überfluss an Lebensmitteln es hierzulande gibt. Ganze Paletten noch genießbarer Produkte landen jeden Tag im Müll, weil das Angebot die Nachfrage übersteigt. Zeitgleich leiden Milliarden Menschen auf der Welt an Hunger. Dieses Ungleichgewicht geht Ole Plogstedt gewaltig gegen den Strich.

Gemeinsam mit dem international tätigen Wohltätigkeitsverband Oxfam will Ole Plogstedt die Ungerechtigkeit stoppen und hat jetzt einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Entwicklungsminister Gerd Müller geschrieben.

Ole Plogstedt und 145 Prominente wollen Gerechtigkeit

Darin fordert der TV-Koch, die staatliche Entwicklungshilfe für Megakonzerne zu stoppen. "Mit Armutsbekämpfung hat das nichts zu tun – tatsächlich ist dieser Ansatz menschenrechtsverletzend und zerstörerisch.", so Ole Plogstedt. Gerade Angela Merkel, die sich gerne als Klima- oder soziale Kanzlerin präsentiert, müsse dies doch sauer aufstoßen.

TV-Koch und Oxfam-Beauftragter Ole Plogstedt ist mit seinem Anliegen nicht allein. Seinem offenen Brief an Angela Merkel haben sich 145 Prominente angeschlossen, darunter zum Beispiel Anna Loos, Jan Josef Liefers, Roger Willemsen, Andrea Sawatzki, Jan Delay sowie auch die Bands Fettes Brot, Die Toten Hosen, Beatsteaks und In Extremo.

Eine dazugehörige Petition zum Stopp der Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne wurde bislang von mehr als 24.000 Menschen unterzeichnet. Mit jeder Stimme wird der Druck auf die Bundesregierung größer, zu dieser Problematik Stellung zu beziehen. Bis es soweit ist, werden Oxfam und Ole Plogstedt keine Ruhe geben.

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