Überstunden: Wie viel ist zu viel?

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Mal Überstunden zu machen ist klar: Aber wo liegen die Grenzen?

Für Arbeitnehmer gehören Überstunden inzwischen offenbar dazu. Eine Umfrage der Uni Leipzig ergab: 85 Prozent der Verbraucher arbeiten etwa sechs Stunden pro Woche länger.

Klar, dass man auch mal mehr arbeitet, wenn die Situation in der Firma das erfordert. Wenn aber Überstunden zur Gewohnheit werden, fragt sich mancher: Was muss ich tun und was bekomme ich dafür?

Grundsätzlich gilt: Von Ausnahmen abgesehen, darf der Chef Überstunden nur dann anordnen, wenn das im Arbeitsvertrag steht oder durch eine Betriebsvereinbarung geregelt ist.

Und auch hier gelten Obergrenzen: Die Arbeitszeit darf nicht mehr als 10 Stunden täglich und 60 Stunden pro Woche betragen.

Die mehr geleistete Arbeit muss Ihnen wie eine normale Arbeitsstunde bezahlt werden. Freizeitausgleich anstelle von Geld brauchen Sie nur dann zu akzeptieren, wenn es hierfür ausdrückliche Regelungen gibt.

Selbst wenn der Arbeitgeber die Mehrarbeit nicht verlangt hat, steht Ihnen eine Bezahlung zu. Voraussetzung: Ihr Chef weiß, dass Sie Überstunden ableisten und nimmt dies hin.

Werden in Ihrem Betrieb Überstunden angeordnet, die den gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen zuwider laufen, brauchen Sie diese nicht abzuleisten. Ihr Chef darf Sie deswegen auch nicht abmahnen oder Ihnen gar kündigen.

Bevor Sie sich jedoch weigern, sollten Sie sich unbedingt vorher vom Betriebsrat oder von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

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