Umfrage: Mehr als die Hälfte der Deutschen möchte keine 1- und 2-Cent-Stücke mehr

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Die Mehrheit der Deutschen könnte gut auf 1- und 2-Cent-Münzen verzichten.
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Kupfergeld ist unbeliebt bei den meisten deutschen Bürgern

Einer aktuellen Umfrag zufolge könnte mehr als die Hälfte der der Deutschen auf das Kleingeld aus Kupfer verzichten.Andere Euro-Länder machen bereits vor, wie es ohne 1- und 2-Cent-Münzen geht.

Es beult das Portemonnaie aus und wird meistens links liegen gelassen: das Kleingeld. Kein Wunder, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen die 1- und 2-Cent-Stücke gerne aus dem Verkehr gezogen sehen würde.

Bei einer Umfrage des Online-Portals myMarktforschung.de gaben fast 53 Prozent der Befragten an, dass sie die Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen aus Kupfer befürworten würden. Vor allem die jüngeren Umfrageteilnehmer im Alter von 18 bis 29 Jahren könnten gut auf 1- und 2-Cent-Stücke verzichten. Knapp 61 Prozent stimmten hier dafür, das Kleingeld in Zukunft nicht mehr verwenden zu wollen.

Im Vergleich dazu sagten allerdings auch rund 28 Prozent der Befragten, dass sie die 1- und 2-Cent-Münzen gerne behalten wollen würden.

Auf Seiten der EU-Kommission denkt man schon lange über eine Abschaffung des Kleingelds aus Kupfer nach. Denn die Herstellung der Münzen ist teurer. Kupfer ist ein kostspieliger Rohstoff. In anderen Euro-Ländern wie zum Beispiel den Niederlanden verzichtet man bereits auf 1- und 2-Cent-Münzen. Hier werden krumme Beträge an den Supermarktkassen auf 5-Cent auf- oder abgerundet. Die Betreiber der Supermärkte müssen so kein teures Kleingeld bei der Bank beschaffen. Die Kunden profitieren von kürzeren Wartezeiten, da Einkäufe schneller abgewickelt werden können. In Finnland verfährt man nach dem gleichen Prinzip.

In Deutschland fürchtet man allerdings, dass Kunden mit dieser Methode hinters Licht geführt werden könnten. Gemeinnützige Organisationen haben außerdem Angst davor im Fall einer Abschaffung der 1- und 2-Cent-Stücke, auf Spendenbeiträge verzichten zu müssen. Schließlich werden gerade Münzen mit geringem Wert schneller mal in den Spendentopf geworfen. Und hier zählt wirklich jeder Beitrag - sei er auch noch so klein.

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