Mama-BlogUmzug mit Kleinkind - Mamas Alpträume werden wahr!

Ein Umzug mit Kleinkind kann für die Mutter ganz schön anstrengend sein, denn Kinder lieben es, alles wieder auszupacken.
Ein Umzug mit Kleinkind kann für die Mutter ganz schön anstrengend sein, denn Kinder lieben es, alles wieder auszupacken.
Foto: Timea Sternkopf

Mama-Bloggerin Timea aus München schreibt für Wunderweib.de über ihr neues Leben als Mama einer 1-jährigen Tochter. Jede Woche lernt sie etwas Neues, sie wundert sich, lacht und weint. Diese Woche sinniert sie über das Landleben und fürchtet sich vor einem Umzug mit Kleinkind.

Ein Umzug mit Kleinkind ist Sisyphusarbeit!

"Ein Umzug bedeutet immer Unannehmlichkeiten - Stress, Schweiß, Behördengänge inklusive. Mit Kleinkind bedeutet es Verzweiflung und Haare raufen. Das erlebe ich nun am eigenen Leib. Umzug mit Kleinkind - meine Alpträume werden wahr!

Ich war schon immer ein Großstadtkind. Die Stadt ist mein Dorf, Millionen Menschen meine Nachbarn. Ich versinke in Anonymität wann ich will, wo ich will. Das wird nun ein Ende nehmen. Wir entschieden uns aus Platzgründen ein Haus zu mieten. Da das in der Stadt München ohne einem prall gefüllten Bankkonto und einem Gehaltszettel, der an den Hauptgewinn im Lotto erinnert schier unmöglich ist, wählten wir das Land. Da wo sich Fuchs und Hase “Gute Nacht” sagen - da ziehen wir hin. Landluft, Ruhe und Idylle werden Abgase, hupende Autos und ein pulsierendes Nachtleben (wer auch immer daran teilnimmt…) ablösen. Meine Tochter wird ein Landei. Etwas, das ich nie war und wahrscheinlich auch nicht so schnell werde - zumindest in meinem Kopf.

Groß war unsere Freude, als wir nach monatelangem Suchen, Besichtigen, Schleimen, endlich die Zusage für unser Haus bekommen hatten. Meine Familie, die im Ausland lebt, muss nie wieder im Hotel übernachten, weil sie zwischen Kinderzelt, Essenskrümel und Hundekörbchen keinen Platz findet. Nun wird jeder sein Gästezimmer haben und das ist gut so. Dafür packe ich gerne meine Koffer (beziehungsweise 100 Kartons…) und sage Adieu!

Ich bin in meinem Leben schon etliche Male umgezogen, nach dem zehnten Mal habe ich aufgehört zu zählen. Aber, es ist das erste Mal, dass ich statt Kumpels, Bier und Kleintransporter auf die Dienste eines Umzugsunternehmens zurückgreife. Das Leben ist so schon stressig genug, da wollten wir nicht an der falschen Stelle sparen. Doch das Problem ist gar nicht der Umzug selber, sondern das Packen, das wir selbstverständlich selber erledigen. Fremde Hände in meiner Unterwäsche und meiner Büchersammlung sind mir ein Graus.

Meine liebe Tochter packt alles wieder aus

Der erste Umzugskarton, den ich mühsam zusammensteckte, wurde prompt mit einer Rasselkatze und einem Plastikpferd befüllt. Léla mag gerne packen. Nur nicht das, was gerade eingepackt werden sollte. Und noch viel lieber mag sie auspacken. Das kann sicherlich jeder bestätigen, der schon einmal mit Kleinkind versucht hat, einen Koffer für den Urlaub zu packen.

Léla mag lieber auf Kisten turnen, als sie einzupacken.
Léla mag lieber auf Kisten turnen, als sie einzupacken.
Foto: Timea Sternkopf

Da ich so langsam meine Zweifel habe, ob ich in zehn Tagen meine Sisyphusaufgabe erledigt haben werde, bat ich meine Mutter um Hilfe, die extra für den Umzug angereist kommt. Nun, da ich meinen süßen, kleinen Störenfried für die nächsten Tage beschäftigt und bespaßt weiß, bleibt noch die eine große Sorge übrig.

Wie zum Henker werde ich arbeiten, wenn ich ab Mitte Dezember keinen Krippenplatz mehr haben werde für Léla?

Weihnachten steht vor der Tür, eine Eingewöhnung in der neuen Krippe vorher erscheint mir sinnlos, denn wie jede Einrichtung, schließt auch diese für zwei Wochen. Das bedeutet Lélas Eingewöhnung startet Anfang nächsten Jahres. Doch wie lange dauert diese? Sie kennt zwar mittlerweile das Konzept von “Mama geht arbeiten”, in einer neuen Umgebung allerdings ist es unvorhersehbar, wie sie sich fühlen wird. Ich arbeite freiberuflich, aber ich konnte mich noch nie konzentrieren, wenn Léla zuhause war.

Wer kann denn schon arbeiten, wenn so ein niedliches und vor allem lautes Wesen um einen rumwuselt? Klar würde ich mich auch gerne Vollzeit um Léla kümmern, aber ich muss nun mal ein-zwei Brötchen verdienen. Mir stellt sich die Frage: Wie bewältigt Ihr Mamis mit Festanstellungen einen Umzug mit dazugehöriger Ein(um)gewöhnungsphase in der Krippe? Und nein, mein Mann hat nicht so viel Urlaubstage.

Es bleibt spannend und ich bleibe verzweifelt."

Eure Timea

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