Und die Frisur sitzt!?

und die frisur sitzt

Haarspray im Redaktionstest

Die JOY-Online-Redaktion hat tagelang gesprüht und gestylt und sechs Haarsprays dem Härtetest unterzogen.

München, Arabellastraße, die Haare sitzen – oder auch nicht? Manchmal müssen wir Redakteurinnen unserer Frisur ein bisschen nachhelfen. Mit kräftig Haarspray wird dafür gesorgt, dass der morgens liebevoll geföhnte Pony auch während des langwierigsten Meeting-Marathons genauso bleibt, wie wir uns das vorstellen. Oder diese eine widerspenstig aufspringende Locke gebändigt ist, auch wenn wir in der Mittagspause durch den Nieselregen eilen.

Die JOY-Online-Redaktion hat deshalb fleißig den Sprühkopf gedrückt und sechs Haarsprays getestet.

Meister-Haarspray für den Haarspray-Meister

Ich bin süchtig nach Haarspray. Gäbe es noch FCKW, ich wäre schuld am Ozonloch. In Anlehnung an meinen enormen Verbrauch und inspiriert vom „Stiffmeister“ aus American Pie verpasste mir eine Freundin den Spitznamen „ Hairspray Meister “. Zum Glück darf ich auch die größte Dose testen: Immerhin 400 Mililiter stecken im „Shaper Plus Hairspray“ von Sebastian. Aber es kommt ja nicht immer nur auf die Größe an, auch die Technik sollte stimmen.Aufsprühen: Unter dem weißen Deckel verbirgt sich ein ganz normaler Sprühkopf. Per Knopfdruck gibt er einen feinen Haarspray-Nebel ab.

Haargefühl: 20 Zentimeter Abstand sollten es laut Packungshinweis sein, damit das Spray die Haare nicht verklebt. Ich gehe aus Gewohnheit immer ein bisschen näher dran – schließlich muss ich meine widerspenstigen Ponywirbel platt drücken und dann schön in Form sprayen. Auch das funktioniert ohne Verkleben, zu nah sollte man es natürlich nicht auf die Haare sprühen.

Duft: Der Duft ist recht zart und zurückhaltend. Vielleicht ein bisschen künstlich – aber hey, das ist ein Haarspray.

Halt: Gibt guten Halt, ohne die Haare zu beschweren. Also keine Angst vor einem Betonkopf à la Margaret Thatcher. Außerdem glänzen die Haare – allein meine Ponywirbel lassen sich mit „Shaper Plus“ leider nicht den ganzen Tag zähmen.Rückstände/Auswaschbarkeit: „Shaper Plus“ beschwert die Haare nicht und lässt sich auch wieder super auskämmen. Von Rückständen kann ich nicht berichten.

Fazit: 16 Euro sind mit Sicherheit nicht ganz billig, auch für 400 Milliliter. Dafür erwirbt man aber auch ein gutes Produkt!

Miriam Müller, Redakteurin JOY Online

Ultra-Halt für feines Haar

In Sachen Haarspray bin ich immer etwas zwiegespalten. Es gibt Zeiten, da kann und mag ich nicht ohne sein. Dann bin ich wieder voll für natürlichen Schwung ganz ohne Spray-Korsett. Gerade kann ich mal wieder nicht ohne; ob ich künftig auch nicht mehr ohne „Fülle&Style für feines Haar “ von Wellaflex leben kann?

Aufsprühen: Ich sprühe mir die erste Ladung auf’s Haupt – mit kräftigem Druck wird der feine Nebel aus der Dose auf meine Haare katapultiert. 

Haargefühl: Ganz ehrlich? Natürlich fühlt sich anders an. Meine Haare sind an manchen Stellen echt verklebt - was mir als Feinhaarträgerin aber nicht ungelegen kommt. Denn aus Erfahrung weiß ich: Das hält lange und fällt nicht wieder so schnell in sich zusammen.

Duft: Während des Aufsprühens wabert ein typischer Haarspray-Geruch durchs Badezimmer: nicht süßlich und nicht frisch, eher etwas herb. Zum Glück neutralisiert sich der Duft schnell, so dass ich mir ohne Bedenken einen Spritzer meines Lieblingsduftes ins Haar sprühen kann. 

Halt: Meine feinen Haare sitzen, als hätte ich sie in Form gegossen, selbst ein kräftiger Windstoß kann meinem sonst so sensiblen Seitenpony keinen Schaden zufügen. Selbst nach einem kurzen Radsprint sitzt er noch so, wie ich das zu Hause vorm Spiegel vorgesehen hatte. Und auch viele Stunden später macht das Haarspray seinem Zusatz „ultra starker Halt“ alle Ehre!

Rückstände/Auswaschbarkeit: Ich kann nicht klagen. Rückstände sind in meinem blonden Haar nicht sichtbar und auch nach dem Waschen scheint alles verschwunden.

Fazit: Wer sowieso mit einer voluminösen, locker fallenden Mähne gesegnet ist, wird mit diesem Haarspray sicherlich nicht glücklich werden. Wer aber sein mühsam aufs Haupt gestyltes Volumen über die nächsten Stunden retten möchte, ist hier sicherlich gut bedient. Denn 250 Mililiter ulltra-starken Halt gibt’s schon für um 2,30 Euro. 

Katharina Korb-Gerum, Redakteurin JOY Online

Ist es zu stark, bist du zu schwach

Vor drei Jahren habe ich Haarspray als Styling-Partner für mich auserkoren. Je nach Frisur, Friseur und Styling mit gutem bis mittelmäßigem Ergebnis. Momentan steht mein Friseur ein wenig auf Sleek-Look und ich bin mit noch nicht sicher, ob ich auch ein Fan davon werde. Ab und an versuche ich daher, etwas Volumen in meinen eigentlich glatten Look zu zaubern – und das „Volume Sensation Styling Spray“ von Nivea soll mir dabei helfen.

Sprühwolke: Die Düse verklebt nicht und sprüht gezielt. Das bedeutet aber auch, dass kein feiner Nebel ein Netz bildet und alles in Form hält. Sondern ein Strahl bestimmte Stellen gefügig macht.

Haargefühl: Momentan bevorzuge ich es, wenn das Haar sich trotz Spray weich anfühlt. Ich mag es nicht, wenn einzelne Strähnen zusammenkleben. Das „Volume Sensation Styling Spray“ verleiht aber zusätzlich zum Volumen auch starken Halt. Und darum klebt es auch ein ganz klein wenig. Wie soll es auch sonst halten – klar. Ich kämme dann wieder mit meinen Fingern so lange in den Haaren, bis sie wieder hängen und fallen dürfen, wie sie wollen.

Duft: Toll – sehr dezent. Zwar riecht es beim ersten Sprühen stark nach Chemie, aber im Gegensatz zu anderen Produkten, verfliegt der Duft so schnell wie er aus der Flasche gekommen ist. Und ich kann mein Lieblingsparfum auftragen und rieche ausschließlich danach. (Ich mische ungern Deo, Haarspray und Parfum – gemixte Düfte sind teilweise kriminell unangenehm für das Umfeld).

Halt: Sehr stark. Wobei dieses Produkt sich mehr zum Stylen im Detail eignet als zum Konservieren einer ganzen Frisur. Als Styling-Spray ein As!Rückstände/Auswaschbarkeit: Nach einer gründlichen (!) Haarwäsche ist alles gut. Keine Rückstände zu spüren. Aber da muss ich schon ordentlich schäumen und massieren. Ich bin noch kein Profi-Sprayer und ab und an sprühe ich zu viel Spray auf eine Strähne – wenn ich die dann entzweie, sind schon Rückstände auf dem Haar zu sehen.

Fazit: Ich denke, „Volume Styling Spray“ ist eher was für Profis, die wissen, was sie tun und nicht nur verloren in der Gegend rumsprühen wie ich. Der Preis von 2,70 Euro für 250 Milliliter ist sehr fair.

Claudia Casagrande, Redaktionsleitung JOY Online, SHAPE Online, COSMOPOLITAN Online

Sanfter Volumen-Zauberer

Der Haar-Gott hat es nicht besonders gut mit mir gemeint. Meine Pseudo- Mähne ist nicht nur sehr dünn, sondern eine schlappe Drama-Queen: Nach jedem aufwendigen Fönversuch fällt sie innerhalb von Sekunden wieder in sich zusammen. Deshalb greife ich regelmäßig zum Toupierkamm, was dem Gesundheitszustand meiner Haare nicht gerade förderlich ist. Ob ich mit dem „Extra Volumen Spray“ von Gard Professional endlich ein bisschen Stand in meine Haare zaubern kann?

Aufsprühen: Was da mit einem erstaunlich leisen „Pffff“ aus dem handlichen Druckknopf kommt, überrascht mich zunächst angenehm: Die Sprühnebel ist sehr fein und legt sich sanft aufs Haar. Doch weil die Wolke sehr groß ist, ist es selbst aus der Nähe schwer, einzelne Strähnen zu treffen.

Haargefühl: Einmal aufgesprüht, merke ich nicht viel von dem Haarspray, es ist nicht schwer und ich habe auch nicht das Gefühl, Beton auf dem Kopf zu transportieren.

Duft: Leider ist der Duft für meine Nase nicht sehr angenehm, denn das Haarspray riecht direkt nach dem Aufsprühen ziemlich süß. Doch zum Glück verfliegt der Duft nach kurzer Zeit wieder, so dass ich ohne Bedenken mein Lieblingsparfum auflegen kann.

Halt: Ein paar Sprühstöße kopfüber ins Haar – tatsächlich, meine Mähne hat ordentlich Volumen! Das fällt zwar nach immerhin erst einer guten Stunde ein wenig in sich zusammen, aber selbst abends sehe ich immer noch aus wie halbwegs frisch toupiert. Damit mein Pony jedoch genau da bleibt, wo ich ihn haben will, muss ich die Sprühdose schon mehrere Male ansetzen, eine Miniwolke reicht leider nicht aus.

Rückstände/Auswaschbarkeit: Kleine Knötchen und verklebte Strähnen sind mein Alptraum. Mein Test-Haarspray lässt sich jedoch ohne Ziepen, Zurren und Tränen ganz easy ausbürsten, selbst an Stellen, an denen ich es vielleicht ein bisschen mit der Menge übertrieben habe.

Fazit: Einen Bienenstock-Hinterkopf wie Amy Winehouse  zaubert dieses Haarspray sicher nicht. Doch wer sein plattes Spaghetti-Haar ein wenig aufpimpen möchte, ist mit dem „Extra Volumen Spray“ von Gard Professional gut bedient. Bei einem Preis von um 1,80 Euro für 250 Milliliter eine absolut faire Anschaffung.

Frauke Hansen, Redakteurin COSMOPOLITAN Online

Weißer Haar-Riese

Freude! Ich habe den iPod unter den Haarsprays zum Testen erhalten! Allein der Anblick der weißen Dose versprüht schon schlichte Eleganz. Mal sehen, ob das „Motion Hold“-Haarspray von Sassoon auch hält, was es verspricht. Flexibler Halt ist nämlich genau das, was ich suche! Denn bei meiner schweren Mähne kann man noch so versuchen, schöne Wellen zu föhnen – ohne Haarspray hält da nichts länger als eine Stunde.

Aufsprühen: Wow! Ich glaube, ich hatte noch nie ein Haarspray, das eine dermaßen feinneblige Sprühwolke produziert hat. Unweigerlich muss ich an ein Erfrischungsspray denken, so fein und leicht lässt es sich aufsprühen.Haargefühl: Das letzte, was man bei schweren Haaren will, sind Pflege- oder Stylingprodukte, die die Haare unnötig beschweren. Auch hier kann das „Motion Hold“-Haarspray punkten! Meine Haare fühlen sich schön locker und leicht an und sind nicht verklebt.

Duft: Ein frischer und doch süßlicher Duft hüllt mich beim Stylen ein. Er erinnert mich ganz dezent an Pfirsiche , was ich mag. Genauso wie die angenehm riechende Note, die meine Haare bei größeren Kopfbewegungen hinterlässt.

Halt: Nun zu der Härte-Test-Kategorie. Ich möchte locker-leichte Wellen haben, die natürlich fallen und sich nicht bei jeder Handbewegung durchs Haar ein bisschen mehr verabschieden. Was soll ich sagen: mit Bravour bestanden! Das nenn’ ich mal flexiblen Halt.

Rückstände /Auswaschbarkeit: Es gibt nichts Unangenehmeres als weiße Haarsspray-Rückstände, die einen ungepflegten Eindruck machen. Selbst nach zwei Tagen ist bei diesem Haarspray nicht die geringste Spur von den kleinen Übeltätern zu sehen.

Fazit: Bei 20 Euro für 300 Milliliter kann man meiner Meinung nach Einiges erwarten. Wie gesagt: das „Motion Hold“-Haarspray von Sassoon ist für mich der iPod unter den Haarsprays. Es schmückt mein Bad, überzeugt in allen Punkten, ist aber eben auch nicht gerade billig.

Janine Wadewitz, Praktikantin Onlineredaktion

Waschen, legen, pumpen

Ich gebe zu: Ich bin eine Styling-Puristin und sprühe oder knete mir nur ungern mehr Mittelchen als nötig auf den Kopf. Marlies Möller soll meine Skepsis verschwinden lassen. Denn ihr leichtes „Essential Finally Hair Spray“ verspricht mir, dass es die Haare nicht verklebt, wieder komplett ausgebürstet werden kann und außerdem Schutz vor Luftfeuchtigkeit bietet. Das wären ja gleich drei Dinge auf einmal. Ich stürze mich also mal optimistisch in das Abenteuer „Haarspray testen“.

Aufsprühen: Hier wird nicht gesprüht, sondern gepumpt. Das funktioniert auch ohne Probleme und hinterlässt keinen dunstigen Sprühnebel.

Haargefühl: Durch die auf der Flasche empfohlene sparsame Anwendung schaffe ich es, meine Haare nicht zur befürchteten starren und klebrigen Helmfrisur zu machen. Sie fühlen sich zwar schon rauer an, bleiben aber elastisch.

Duft: Der Duft ist angenehm. Ein bisschen wie ein blumiges Parfum, aber wesentlich weniger intensiv.

Halt: Das Spray enthält Chitosan, einen „natürlichen Filmbildner“. Dadurch wird das Haar gefestigt, ohne zu kleben oder auszutrocknen. Stimmt wohl, meine Frisur sitzt jedenfalls bis zum Abend!

Rückstände/Auswaschbarkeit: Das „Essential Finally“ ist harzfrei und soll sich deshalb „rückstandslos“ auswaschen und ausbürsten lassen. Ich glaube, das kann ich bestätigen. Nach meinem Bürst-Ritual am Abend fühle ich jedenfalls nichts mehr von dem Spray.

Fazit: Mit einem Haarlack werde ich mich zwar wohl nie anfreunden können, aber ein softes Spray wie das „Essential Finally“ würde ich schon wieder benutzen. Nicht täglich, davon würde mich schon allein der Preis – 22 Euro für 125 Milliliter – abhalten, aber vielleicht hilft es ja, um an „Bad Hair Days“ doch noch eine ordentliche Frisur hinzukriegen. Es steht jetzt jedenfalls immer einsatzbereit in meinem Badregal.

Marina Schreier, Volontärin Onlineredaktion

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