Unfassbar dreist: Mann täuscht vor, im Koma zu liegen

alan knight koma
Das Schauspiel inszenierte Alan Knight zusammen mit seiner Frau.
Foto: iStock/ Symbolbild

Betrüger durch Videoüberwachung überführt

Zwei Jahre lang tat Alan Knight so, als wäre er gelähmt. Zeitweilig täuschte er sogar vor, er würde im Koma liegen. Jetzt flog sein dreistes Schauspiel auf.

Warum täuscht ein Mann vor, im Koma zu liegen? Die Antwort auf diese Frage ist mindestens genauso verrückt, wie das Schauspiel, dass Alan Knight aus Wales über zwei Jahre lang zusammen mit seiner Frau Helen Knight inszenierte. Denn der Mann täuschte vor, lebensgefährlich krank zu sein, um einem Gerichtsverfahren zu entgehen.

Zuvor hatte Alan Knight seinen gutgläubigen und an Alzheimer erkrankten Nachbarn um über 41.000 Pfund (rund 52.000 Euro) betrogen. Innerhalb von drei Jahren brachte Knight seinen Nachbarn Ivor Richards um dessen Altersersparnisse. Zusammen mit seiner Familie fuhr er mithilfe des Geldes in den Urlaub und leistete sich einen neuen Wohnwagen.

Schließlich kam die Polizei ihm auf die Schliche. Den Gerichtsterminen entzog Alan Knight sich jedoch wiederholt, in dem er nicht nur vortäuschte, querschnittsgelähmt zu sein, sondern zeitweilig auch so tat, als würde er im Koma liegen. Zwei Jahre lang konnte Alan Knight sich so seiner rechtmäßigen Strafe entziehen.

Doch es häuften sich die Berichte von Nachbarn, die behaupteten, Knight völlig gesund auf seinem Grundstück gesehen zu haben. Auch seine behandelnden Ärzte im Krankenhaus berichteten, ihren Patienten dabei beobachtet zu haben, wie er sich ganz normal bewegt hätte.

Den endgültigen Beweis dafür, dass der Betrüger seine Erkrankungen alle nur vortäuschte, lieferte letztendlich verschiedene Überwachungsaufnahmen eines Supermarktes, die im Video unten zu sehen sind. Alan Knight beging den Fehler zusammen mit seiner Frau in einem mehrere Kilometer entfernten Supermarkt einkaufen zu gehen - völlig gesund und ohne Rollstuhl.

Das Gericht konnte ihn so überführen. Letztendlich gestand Alan seine Tat. Er muss nun mit einer Gefängnisstrafe wegen Diebstahls und Urkundenfälschung rechnen.

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