BodyshamingUnrasierte Achselhöhlen sorgen bei Facebook für Shit-Storm

Die junge Studentin Laura postet von sich ein Foto auf ihrer Facebook-Seite. Daraufhin hagelt es Kommentare voller Bodyshaming...

Eine belgische Fotografin, Florence Lecloux, schreibt auf ihrer Homepage: "Niemand hat das Recht, dir vorzuschreiben, was du mit deinem Körper zu tun hast." Passend dazu präsentiert Lecloux Fotos, die sie von der belgischen Philosophie-Studentin Laura geschossen hat.

Laura ist jung, hübsch - und hat unrasierte Acheln. Diese präsentiert sie selbstbewusst in Leclouxs' Kamera.

Laura steht hinter der Aktion der Fotografin, die Fotos gefallen ihr. Also postet sie eins davon auf ihrer Facebook-Seite.

Die Folge: tausende Kommentare - die meisten davon sind pures Bodyshaming, wie etwa "Ich kotze 146 Mal."

Vernichtendes Bodyshaming
"Du bist widerwärtig", "Deine Fotos sind scheußlich!", "Schmutzige Lesbe"...
Foto: facebook / Laura De

Laura haben die Kommentare zunächst tief getroffen. Was tun? Sie fragte feministische Gruppen um Rat - und diese spornten sie an, zu ihrem Statement zu stehen. Also postete Laura ein weiteres Foto von sich und kommentierte:

"Ich bin ein Mädchen, das entschieden hat, mit seinem Körper zu machen, was es will. Die Konsequenzen sind kollektive Demütigung, Beleidigungen und Drohungen... Mir wird oft gesagt in Belgien und Frankreich brauche man keinen Feminismus, da Frauen genug Rechte hätten. Diese Gewalt zeigt, dass das nicht so ist.“

Damit rechnete sie mit den Bodyshamern und Hatern ab.

Anschließend bedankte Laura sich bei allen, die ihr Mut machten und für die Rechte aller "Minderheiten" einstehen:

"Mädchen, Jungs und Queers, die mit Mut und Starrheit für eine fairere Welt kämpfen, ihr seid meine Helden."

Einige Monate später postete sie dieses Foto auf Facebook:

"Mein Körper. Meine Wahl." ("Un principe : Mon corps, mes choix.")

Unter diesem Foto erklärt sie, dass sie keinesfalls nur für Achselhaare plädiert. Auch nicht für glatt rasierte Achselhöhlen. Ihr geht es um die Freiheit eines jedes einzelnen Menschen, mit seinem Körper zu tun, was er will - auch wenn es viellei9cht nicht gerade dem gängigen Schönheitsideal der Gesellschaft entspricht.

Wir finden: Recht hat sie!

 

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