Untreu: "Ich verführte den besten Freund meines Mannes"

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Ein Seitensprung ist manchmal so verführerisch.
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Inhalt
  1. Verbotener Sex nach einer langen Partynacht
  2. "Du wirst allen Männern den Kopf verdrehen ..."
  3. Ich sehnte mich danach, diesen Mann zu küssen

Verbotener Sex nach einer langen Partynacht

Das schlechte Gewissen fraß Julia (34) fast auf. Sie machte sich Vorwürfe, den schlimmsten Fehler ihres Lebens begangen zu haben. Bis sie sich fragte, warum das Ganze passiert war ...

"Du wirst allen Männern den Kopf verdrehen ..."

Als mir Michael vor einer Woche zu unserem fünften Hochzeitstag ein Liebeswochenende in Paris schenkte, habe ich mich geschämt. Am liebsten hätte ich ihm alles gestanden. Doch als er mich fragte: "Freust du dich?", nickte ich nur gequält. Zum 1000sten Mal ging mir die Nacht vor vier Monaten durch den Kopf.

Damals hatte ich schon ein paar Gläschen Prosecco getrunken, war ein bisschen angeheitert, übermütig.

Ich hatte mich zur Party von Michaels früheren Schulfreunden richtig aufgebrezelt : mit dekolletierter Bluse, engem Rock und hochhackigen Schuhen. Michael meinte kopfschüttelnd: " Julia - du wirst allen Männern den Kopf verdrehen ..."

Ja - und genau das war es, was ich wollte. Ich wollte begehrt werden. Wo Michael und ich die Abende fast nur noch im Jogginganzug vor dem Fernseher verbrachten. Selbst meine Eltern lebten aufregender. Michaels Standardsatz war: "Wozu teuer ausgehen, wenn man es zu Hause doch so gemütlich hat?" Aber nun gab es endlich mal wieder eine rauschende Party.

Ich hatte richtig Spaß, als kurz vor Mitternacht die Tür aufging und Moritz hereinkam.

Michaels bester Freund, ein Weltenbummler. Er kam gerade von einem Bauauftrag in Dubai zurück und sah knackig aus mit seinem eng anliegenden, weißen T-Shirt über den sonnen gebräunten, muskulösen Armen. Ich ertappte mich sogar dabei, wie ich seinen Po in den gut sitzenden Jeans taxierte.

Lächelnd blinzelte er zu mir herüber und ich winkte kurz, doch da wurde er schon überschwänglich von Michael begrüßt. Jetzt würden die beiden wieder stundenlang Bier trinken und Männergeschichten austauschen. Also ging ich tanzen. Einige Zeit später stand Michael neben mir, grinste glasig und stammelte: "Julia - 'tschuldigung. Ich habe zu viel getrunken. Ich muss ins Bett. Hab du noch Spaß."

Ich fragte, ob ich ihn nach Hause bringen sollte.

Aber er schüttelte den Kopf: "Nein, nein, nicht nötig." Also küsste ich ihn zum Abschied und kehrte zurück zur Party, wo Moritz allein im Flur stand. Mein Herz klopfte. Wir kamen ins Gespräch. Das erste Mal allein. Ohne Michael. Ich hing an den Lippen dieses Mannes, bis um vier Uhr die letzten Gäste die Party verließen. Einige von Michaels Freunden hatten verstohlen zu uns hinübergesehen. Das war mir egal. Ich fragte Moritz, ob er noch Lust hätte, ein bisschen spazieren zu gehen. Und seine blauen Augen blitzten.

Ich sehnte mich danach, diesen Mann zu küssen

Meine Gefühle flatterten wie wild und alles in mir sehnte sich danach, diesen Mann zu küssen , der tabu war. Ich wollte nicht an morgen denken. Draußen umfing uns ein warmer Nachtwind und feuerte meine hitzigen Gedanken noch mehr an. Da lehnte ich mich an einen Baum, zog Moritz an mich heran und wir küssten uns so heftig, dass mir schwindelig wurde vor Lust.

Moritz' Stimme klang kratzig, als er sagte: "Ich weiß, wir dürfen es nicht. Aber diese Nacht ist einzigartig. Kommst du mit zu mir?"

Ich fuhr mit zu seiner Wohnung. Schon im Wohnzimmer zog mir Moritz mit fiebrigen Griffen die Bluse aus, Rock, BH und Slip. Als ich nackt vor ihm stand, kostete ich die Sekunden aus, ihm langsam das T-Shirt über den Kopf zu ziehen und die Hose aufzuknöpfen. Er keuchte.

Und auch ich stöhnte laut, als ich seine braune, weiche Haut berührte, seine Muskeln nachzeichnete.

Moritz bedeckte meinen Körper mit Küssen. Hatte ich je ein so starkes Verlangen gespürt? Ich wollte ihn. Jetzt, hier im Wohnzimmer. Wir fielen übereinander her. Gierig, hungrig verschlangen wir uns. Und als Moritz in mich eindrang, kam ich, schnell und gewaltig. So was hatte ich nie zuvor bei Michael empfunden. Wir waren miteinander verschmolzen, ein einziger Körper der Lust, spürten mit feinsten Antennen jede Berührung - zart und heftig, sanft und wild.

Mein Blick zum Wecker riss mich aus dem Fieber. Sieben Uhr. Michael würde jetzt vielleicht gerade aufwachen und sich fragen, wo ich war. Fahrig zog ich mich an und war schon fast aus der Tür, als Moritz vor mir stand, der Blick ganz sanft, das Haar noch strubbelig. Doch ich schob ihn zur Seite. "Wir dürfen uns nie wieder treffen. Kein Wort zu Michael", sagte ich mit dürrer Stimme und ging, ohne mich noch einmal umzusehen. Ich spürte seinen verletzten Blick im Rücken. Tatsächlich vermied ich in den nächsten Wochen jede Situation, in der ich Moritz hätte zu nahe kommen können. Sprach nur das Nötigste mit ihm. Michael erzählte ich, dass ich nach der Party in der Bahn nach Hause eingeschlafen war.

Er glaubte mir.

Aber mir selbst konnte ich nichts vormachen. Ich träumte ständig von dieser Nacht. Von dieser Leidenschaft , die mich beflügelt hatte. Und irgendwann gestand ich mir ein, dass ich solche Gefühle niemals mit Michael erleben könnte. Wir waren fast schon wie Bruder und Schwester. Vertraut, aber ohne Feuer.

Ob ich mit ihm in die Stadt der Liebe fahren soll? Ich weiß es nicht.

 

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