Urban Outfitters muss Bild wegen Thigh Gap entfernen

urban outfitters slip thigh gap
Ein ähnliches Foto musste Urban Outfitters aus seinem Onlineshop entfernen.
Foto: Urban Outfitters

Magersüchtig oder einfach nur schlank?

Wie dünn ist normal und ab wann müssen Labels für XS-Models zur Verantwortung gezogen werden? Diese Frage spaltet nach einer Abmahnung gegen Urban Outfitters derzeit die Gemüter.

Mode-Skandalnudel Urban Outfitters hat es mal wieder in die Schlagzeilen geschafft: Das Label warb jüngst mit einem ziemlich dünnen Model für Unterwäsche. Und wurde prompt von der britischen "Advertising Standards Authority" (ASA) dazu aufgefordert, das Foto zu entfernen.

Die ASA, die im Vereinigten Königreich als Kontroll-Gremium für Werbung fungiert, hatte den Hinweis von einer anonymen Quelle erhalten und das Bild als unpassend eingestuft. "Wir finden das Model zu dünn. Die Lücke zwischen den Oberschenkeln des Models ist besonders groß , ihre Oberschenkel und Knie haben dieselbe Breite." hieß es in einer Erklärung. Die Werbung stelle damit eine Gefahr für die jungen, leicht beeinflussbaren Kunden des Labels dar.

Urban Outfitters tauschte das Bild zwar aus (siehe oben), sieht sich selbst aber nicht in der Schuld. Das Model hätte eine Taille von 60 Zentimetern und sei von Natur aus ziemlich dünn. Viel Unterschied macht das neue Foto übrigens nicht, schließlich wirbt Urban Outfitters auf seiner Seite ausschließlich mit sehr schlanken Models.

Gefährlich ist daran weniger das Thigh Gap der Models, sondern die Tatsache, dass sowohl Urban Outfitters als auch andere Labels ein sehr einseitiges Schönheitsideal promoten. Frauen gibt es immerhin in allen Größen: Groß, klein, schmal und kurvig - und nichts davon sollte ein Trend sein.

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