Vegane Rezepte zum Genießen

vegane rezepte zum geniessen
Vegane Rezepte
Foto: Thinkstock

Rezept: Vegan Kochen

Die vegane Küche ist langweilig und einseitig? Von wegen! Profi-Koch Surdham Göb verleiht mit seinem Kochbuch dieser Ernährungs-Philosophie neuen Pepp. Wir stellen Ihnen einige interessante Kreationen vor, die lecker und gesund sind.

Was platziert man in der Mitte des Tellers, wenn man auf Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte verzichten möchte? Dieser Aufgabe stellt sich Profikoch Surdham Göb in seinem Kochbuch „Meine vegane Küche“. Die Antwort mag für Nicht-Veganer auf den ersten Blick schwierig sein, doch der gebürtige Südtiroler serviert uns Vielfältigkeit – schon bei den kulinarischen Einflüssen.

Während manche Gerichte mediterran angehaucht sind, verbinden andere orientalische und asiatische Komponenten. Der Klassiker Tofu spielt dabei nur eine Nebenrolle. Dafür kommen häufig Reisprodukte, Seitan und verschiedene Kürbisse zum Einsatz. Neben Anregungen für mit Menüs mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert gibt es auch Rezepte für ausgefallene Drinks, Sandwiches, Törtchen und Kuchen.

Literatur-Tipp:

In seinem veganen Kochbuch stellt Surdham Göb ausgefallene Kreationen aus aller Welt vor und liefert jede Menge Hintergrundinfos zu Herkunft und mehr.

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Dhal-Suppe mit Chapati

Dhal-Suppe: Zutaten für vier Personen

100 g rote Linsen100 g gelbe Linsen1 EL Senfsamen1/4 TL Kurkuma1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel1/2TL Koriandersamen1/2TL gemahlener Kardamom3 EL Sonnenblumenöl1 Karotte40 g Ingwer1 ZucchiniSalz

Die Linsen und Gewürze in einem Topf bei kleiner Hitze im Öl anschwitzen. Karotte und Ingwer schälen, würfeln und anbraten. Zucchini klein schneiden und unterrühren. Die Hitze etwas erhöhen und salzen. Nach einiger Zeit werden die Linsen glasig und schimmern fast, erst dann mit Wasser aufgießen, so dass die Linsen leicht bedeckt sind. Einmal aufkochen lassen und die Hitze wieder reduzieren, so dass die Suppe nur sanft köchelt. Wenn die Linsen zerfallen, ist die Suppe fertig. Je nachdem, wie man das Gericht servieren will, ergänzt man es mit Wasser zu einer Suppe oder reicht es trocken als Gemüsebeilage.

Chapati: Zutaten für vier Personen

200 g Weizenmehl Type 550Salz1 EL pflanzliche Margarine

Aus Mehl, 110 ml Wasser und Salz einen glatten Teig kneten und mit Frischhaltefolie abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig in acht gleich große Kugeln teilen und diese auf einer bemehlten Fläche zu sehr dünnen, runden Fladen ausrollen.

Eine gusseiserne oder beschichtete Pfanne erhitzen und einen Fladen in der Pfanne trocken backen. Nach ein paar Minuten wenden. Sobald das Chapati ein wenig aufgeht, etwas Margarine in die Pfanne geben und das Ffladenbrot einmal darin wenden. Das Chapati aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller, der mit Alufolie oder einem zweiten Teller abgedeckt ist, bis zum Servieren warm halten. Mit den restlichen Teigkugeln ebenso verfahren. Die Pfanne zwischendurch mit Küchenpapier auswischen, damit das Mehl und die Margarine nicht verbrennen.

Tipp und Infos:

Ein gutes Dhal ist schnell gemacht und unglaublich lecker. Ein paar Dinge sind wichtig, damit es wirklich lecker schmeckt. Die gelben und roten Linsen müssen gut angebraten werden, und die Senfsamen dürfen nicht fehlen; sonst braucht man zumindest Koriandersamen, denn etwas in der Suppe muss einfach knacken beim Beißen. In Indien soll es so viele Sorten Dhal geben wie Inder; ganz besonders gutes Dhal habe ich im Norden von Indien gefunden. Zusammen mit Chapati-Brot ist es eine vollwertige Mahlzeit, Dhal beruhigt und wärmt, befriedigt und tanzt auf dem Gaumen.

Spinattorte mit Butternut-Kürbissauce

Spinattorte: Zutaten für vier Personen

Pfannkuchen:

200 g Dinkelmehl Type 630350 ml Sojamilch natur (zum Beispiel von Natumi)3 gehäufte TL Buchweizenmehl1 EL RohrohrzuckerSalz1 TL Backpulver4 EL Sonnenblumenöl

Alle Zutaten bis auf Backpulver und Öl zu einem feinen, dünnen Teig verquirlen und möglichst eine halbe Stunden ruhen lassen. Erst jetzt das Backpulver dazugeben und noch einmal gut verrühren. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, eine Schöpfkelle voll Teig hinein geben und durch Schwenken zu einer dünnen Schicht verlaufen lassen. Ist der Pfannkuchen von einer Seite gebräunt, wenden und ebenfalls bräunen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren, so dass es sieben bis acht Pfannkuchen ergibt. Diese auf einem Teller übereinander stapeln.

Spinatfüllung:

1 kg Spinat1/4 Muskatnuss4 EL OlivenölSalz

Den Spinat waschen und abtropfen lassen. Falls nötig von den Stielen den rosa Wurzelteil entfernen. In einem gro0en Topf Salzwasser zum Kochen bringen, den Spinat hineingeben und herunterdrücken, bis er ganz von Wasser bedeckt ist. Sofort wieder abgießen und in kaltem Wasser abschrecken. Abtropfen lassen und in grobe Streifen schneiden. Mit den Händen das restliche Wasser gut ausdrücken. Den Spinat mit geriebener Muskatnuss, Olivenöl und Salz würzen.

Tofu-Creme:

150 g Tofu4 EL Hefeflocken (von Natura)3 EL OlivenölSalz, Pfeffer aus der Mühle

Den Tofu mit den Händen grob zerbröseln und zusammen mit den weiteren Zutaten in ein hohes Gefäß geben. Mit einem Pürierstab zu einer feinen Creme pürieren.

Butternut-Kürbissauce:

300 g Butternut-Kürbis2 EL RapsölSalzSaft von 1/2 Zitrone

Den Kürbis schälen und in grobe Stücke schneiden. In einem kleinen Topf zusammen mit 150 ml Wasser, Öl und Salz kochen. Sobald der Kürbis weich ist, mit einem Pürierstab pürieren. Mit etwas Zitronensaft abschmecken.

Dekoration:

1 rote Strauchtomate1 gelbe Tomate1 grüne TomateTomaten in 1-2 cm dicke Scheiben schneiden.

Fertigstellung der Spinattorte:

Einen Pfannkuchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und etwas Spinat gleichmäßig darauf verteilen. So weiterfahren, bis Pfannkuchen und Spinat aufgebraucht sind; mit einem Pfannkuchen abschließen. Die Tofu-Creme daraufstreichen und mit Tomatenscheiben garnieren. Einen Spritzer Olivenöl darüberträufeln und die Torte im Backofen bei 220 Grad 15 Minuten backen. Mit Kürbissauce servieren.

Tipps und Infos:

Alle lieben Pfannkuchen! Und so schön angerichtet, eignen sie sich super für eine Einladung, da man alles gut vorbereiten kann. Wenn die Gäste kommen, muss die Torte nur noch in den Backofen, bis sie heiß ist. So hat man Zeit für den Besuch, das Zusammensein, Gespräche. Essen beruhigt die Gemüter, man genießt, und auch schwierige Dinge lassen sich bei einem guten Essen einfacher besprechen.

Stachelbeer-Cupcakes

Zutaten für vier Personen

Teig:

310 g Weizenmehl Type 550200 ml Reismilch130 g pflanzliche Margarine110 g Rohrzucker1/2 TL Natron24 rote Stachelbeeren

Alle Zutaten bis auf das Natron und die Stachelbeeren in der Küchenmaschine gut drei Minuten zu einem glatten Teig rühren. Erst zum Schluss das Natron dazugeben und noch einmal aufschlagen, damit es sich gut verteilt.

Die Cupcake-Formen mit Papierförmchen auslegen und gleichmäßig mit Teig füllen. Jeweils eine Stachelbeere tief in den Teig drücken. Die restlichen zwölf Stachelbeeren zum Dekorieren beiseitestellen. Im Backofen bei 150 Grad 25 Minuten backen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Creme:

1 unbehandelte Saftorange130g pflanzliche Margarine90 g Rohrzucker100 ml Reismilch200 ml Sojasahne (zum Beispiel von Natumi)

Die Orange waschen, die Schale in möglichst feinen Zesten abziehen; den Saft auspressen. Die Orangenzesten auf einem mit Backpapier auslegten Blech verteilen. Direkt nach dem Backen der Cupcakes im ausgeschalteten Backofen etwa zehn Minuten trocknen lassen.

Die Margarine mit Zucker, Reismilch und Orangensaft zu einer glatten Creme verrühren. Das dauert einige Minuten; nicht verzagen, einfach weiterrühren, bis es cremig wird. Die Sojasahne in der Küchenmaschine steif schlagen. Dann die Margarinemasse hinzugeben und rühren, bis eine gleichmäßige Creme entstanden ist.

Fertigstellung der Cupcakes:

Die Creme in einen Spritzbeutel füllen und die ausgekühlten Cupcakes damit dekorieren. Zum Schluss eine Stachelbeere daraufsetzen und wenig getrocknete Orangenzesten darüberstreuen. Damit die Creme schön fest ist und noch besser schmeckt, die Cupcakes eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Tipps und Infos:

In die Suche nach einer anständigen Cupcake-Creme habe ich einige Zeit investiert. Diese weiße Creme ist einfach göttlich, ein bisschen wie Eiskonfekt, aber ohne Schokolade. Am besten schmeckt sie direkt aus dem Kühlschrank: frisch, cremig, weich und doch etwas zum Beißen dran. Welches Obst verwendet wird, um Geschmack und Farbe zu geben, ist egal – denn auf Weiß sieht alles gut aus!

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