Venedig: Auf den Spuren der Einheimischen

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Abseits der Touristenpfade...

Kleine Boote sind vor den Haustüren festgemacht, Kinder spielen in den schmalen Gassen und Hausfrauen hängen ihre Wäsche auf Leinen hoch über den Kanälen. Diese Szene scheint ungewöhnlich für Venedig. Ist sie aber gar nicht. Denn das wahre Herz der Lagunenstadt schlägt nicht auf dem Markusplatz oder der Rialtobrücke. Es sind vielmehr Stadtteile wie Cannaregio und Dorsoduro, in denen das wahre Leben der Einheimischen stattfindet.

Eigentlich schade, dass sich die meisten Touristen nur selten hierher verlaufen. Dabei gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken.

Gemütliche Cafés, günstige Preise

Vom dichten Gedränge rund um die Lebensader der Stadt, den Canal Grande, ist hier nur sehr wenig zu spüren. Und es gibt gute Gründe, dem großen Gedränge aus dem Weg zu gehen. 30 Millionen Besucher kommen jedes Jahr nach Venedig – doppelt so viele wie nach Rom. Und das hat Folgen: Die Schlangen vor den Sehenswürdigkeiten werden immer länger und auch die Preise steigen unaufhörlich.

Auf dem Markusplatz werden für einen einfachen Espresso mittlerweile bis zu 6 Euro fällig. In Cannaregio im Norden aber findet man noch kleine und preiswerte Cafés, in denen auch die Einheimischen gerne einkehren.

Stadtrundfahrt mit dem Wasserbus

Schlendern Sie zum Beispiel am Kanal Rio Madonna dell’Orto entlang, vorbei an der gleichnamigen Kirche und dem Palazzo Mastelli mit den Kamelfiguren an seiner Fassade. Wer sich von hier aus Richtung Südwesten hält, kommt zum Campo di Ghetto Nuovo, dem ehemaligen Judenviertel der Stadt. Heute gibt es hier wieder eine kleine jüdische Gemeinde.

Am Cannaregiokanal noch etwas weiter südlich haben Sie die Möglichkeit, all die Schönheiten Venedigs von der Wasserseite aus zu sehen. Steigen Sie in ein Vaporetto, also einen Wasserbus. Die Linien 51 und 52 umrunden die Altstadt (12-Stunden-Karte für 16 Euro). In gemächlichem Tempo geht es durch den Canal Grande und vorbei am Arsenal. Und wer umsteigt, kann auch die anderen Inseln der Lagune mit dem Vaporetto erkunden – etwa die Glasbläser-Insel Murano oder das kleine Burano mit seinen bunten Häuschen.

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