Verdauung anregen: Das hilft bei Verstopfung!

verdauung anregen
Ein altbewährtes Hausmittel, um die Verdauung anzuregen: Trockenobst.
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Verstopfung - was tun?

Wie lässt sich die Verdauung anregen? Jeder Dritte hat häufiger Verstopfung. Zu viel, zu fett, zu schnell - bewährte Hausmittel, die die Verdauung anregen.

Zu viel, zu fett, zu schnell - Essgewohnheiten, unter denen die Verdauung tagelang leidet. Hinzu kommen eine ballaststoffarme Ernährung und wenig Bewegung. Etwa jeder Dritte hat häufig Verstopfung! Doch meist helfen schon einfache Tricks und altbewährte Hausmittel die Verdauung anzuregen.

Nur träge oder verstopft?

Dreimal täglich bis dreimal pro Woche - jeder hat einen anderen Verdauungs-Rhythmus. Verstopfung (Obstipation) liegt erst vor, wenn die Stuhlentleerung unvollständig bleibt, starkes, schmerzhaftes Pressen nötig ist und die Betroffenen unter Völlegefühl und Blähbauch leiden. Dauern diese Beschwerden länger als drei Monate an, handelt es sich um eine chronische Verstopfung.

Die Verdauung sanft anregen

Ist die Verstopfung nur vorübergehend, kann eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten die Verdauung anregen. Prinzipiell gilt: wenig Zucker und Fett, viele Ballaststoffe (frisches Gemüse, Vollkornprodukte) und Wasser (Empfehlung: zwei Liter pro Tag). Aber Vorsicht: Ist der Darm Ballaststoffe nicht gewohnt, reagiert er auf zu schnelle Veränderungen mit schmerzhaften Blähungen. Deshalb die Ernährung nach und nach umstellen.

Nachhilfe Zwischen den Mahlzeiten über den Tag verteilt mindestens 1,5 l Wasser und Kräutertee trinken. Das regt die Verdauung an. Achtung: Alkohol und Kaffee dehydrieren. Danach ein Glas Wasser trinken.

Getrocknete Früchte Feigen, Datteln, Rosinen und Pflaumen quellen im Darm auf und schieben den Stuhl an. Tipp: Der britische "Christmas-Pudding" besteht aus gepresstem Trockenobst (ca. 10 Euro, Online-Shops).

Verdauungsspaziergang Nach der Hauptmahlzeit sollten wir uns mindestens 30 Minuten lang bewegen. Das regt die Verdauung an und hilft darüber hinaus beim Stress-Abbau - ein weiterer Grund für Verstopfung. Denn erst bei geistiger Entspannung kann der Darm richtig arbeiten.

Lorbeerblätter Es sind ihre Bitterstoffe und ätherischen Öle, die Lorbeerblätter zu echten Magenfreunden machen. Sie sorgen dafür, dass bei üppigen Mahlzeiten kein Völlegefühl aufkommt. Gleichzeitig regen sie die Verdauung, indem sie die Magensaftproduktion anregen. Das beugt Verstopfung und Krämpfen vor. Deshalb raten Heilkundler bei Magen-Darm-Problemen dazu, beim Kochen ein bis zwei Lorbeerblätter dem Essen beizugeben.

Apfelessig verfügt über Aminosäuren und Enzyme, die dieVerdauung anregen, die Entgiftung fördern und die Darmflora stärken. Dazu 1 EL Apfelessig in 200 ml Wasser rühren und täglich morgens auf nüchternen Magen trinken. Das stärkt auch das Immunsystem. Wem das zu bitter ist, kann etwas Apfelsaft oder Honig dazugeben.

Verdauung anregen: Abführmittel

Sie haben einen schlechten Ruf - dabei sind sich die Mediziner inzwischen einig darüber, dass die Einnahme von Abführmitteln sinnvoll und unbedenklich ist. Auch über einen längeren Zeitraum hinweg! Faustregel: Wer einen Monat lang regelmäßig länger als drei Tage keinen Stuhlgang hat, leidet unter chronischer Verstopfung. Patienten, bei denen die Umstellung der Ernährung nicht hilft, sollten einen Arzt aufsuchen. Er kann über verschiedene Abführmittel beraten. Entgegen der allgemeinen Annahme machen diese nicht "süchtig" - das heißt: die Dosis muss mit der Zeit nicht erhöht werden, um konstant die gewünschte Wirkung zu erzielen.

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