Verdurstet: Eltern opfern sich für neunjährigen Sohn

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Ornella und David Steiner reisten sehr gern
Foto: dpa

Es ist das allergrößte Opfer, was Eltern für ihr Kind erbringen können. Ein Ehepaar aus Frankreich starb in der White Sands Wüste in den USA, weil sie ihrem 9-Jährigen Sohn mehr, als sie selbst trinken ließen. Er wurde von Parkwächtern neben seinem toten Vater gefunden.

Obwohl weit über 30 Grad, wollte Ornella und David Steiner mit Sohn Enzo in der Wüste wandern. Die Mutter habe sich unwohl gefühlt, wollte zurück zum Auto. Er und sein Vater seien weitergelaufen. Parkwächter finden zunächst die Leiche der Mutter. Wie ein Wunder: Sie untersuchen die Kamera der Frau und entdecken den Sohn und Ehemann auf den Fotos. Daraufhin suchten sie auch nach den beiden.

Was sie etwas weiter entfernt finden, ist erschütternd: Der kleine Enzo kauert neben der Leiche seines verdursteten Vaters, so der örtliche Polizeichef Benny House der Zeitung „Alamogordo Daily News”. Enzo erzählt den Rettern später, dass seine Eltern ihn immer das Doppelte haben trinken lassen. Das hat dem Jungen das Leben gerettet.

Erschütternd: Angeblich sollen die Eltern nur zwei 600 Milliliter-Flaschen Wasser dabei gehabt haben. Zur Zeit der Wanderung herrschten 38 Grad. Die Parkleitung empfiehlt rund 3,6 Liter pro Person mit sich zu führen und rät von Ausflügen bei über 30 Grad ab.

Inzwischen ist Enzo mit seiner Großmutter vereint. Sie holte ihn nach dem Tod der Eltern aus den USA ab. Beide sollen wieder in Frankreich sein.

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