Versteckte Dickmacher: Vorsicht Zuckerfalle!

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Versteckte Dickmacher lauern sogar in vermeintlich gesunden Lebensmitteln.
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Wahre Zuckerbomben statt gesundes Essen

Hätten Sie gedacht, dass in einem Glas Rotkohl gleich 25 Stück Zucker stecken? Viele deftige, aber auch vermeintlich gesunde Lebensmittel sind als versteckte Dickmacher immer noch unbekannt.

Dabei haben es die Produkte in sich: Wer zum Mittag beispielsweise eine Portion Heringssalat und einen Erdbeer-Joghurt isst, nimmt stolze 15 Stück Industriezucker (45 Gramm) zu sich! Damit ist die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Tageshöchstmenge von 50 – 60 Gramm schon beinahe erreicht! Hier sind die versteckten Dickmacher – und ihre gesunden Alternativen .

Mogelpackungen beim Frühstück

Zum gesunden Start in den Tag gehören ein Glas Saft und ein Müsli mit Milch? Kommt darauf an. Denn schon hier lauern versteckte Dickmacher.

Traubensaft: Der Most liefert die nötigen Vitamine für den Tag – aber auch viel Zucker! In 200 ml Traubensaft verbergen sich sage und schreibe 18 Würfel. Fruchtsaftgetränke und Nektare (mit Wasser und Zucker angereichert) enthalten sogar noch mehr Kalorien.

Besser: Wasser mit einem Spritzer Zitrone.

Fertigmüsli: Sie gelten als kerngesundes Frühstück: Müsli-Mischungen mit Getreide, Nüssen, Rosinen – und oft auch Schokolade. Doch diese müssten eher als Süßigkeit angesehen werden. Denn ihr Zuckergehalt ist häufig hoch, teilweise über 50 Prozent. In einer Portion Knuspermüsli mit Milch sind etwa elf Stücke Zucker versteckt. Deshalb lieber ungesüßte Haferflocken mit frischem Obst und Nüssen mischen.

Heimliche Kalorienbomben zur Mittagszeit

Schnell ein Fertigprodukt zum Mittagessen? Besser nicht! Denn ein Blick auf die Zutatenliste verrät oft: Auch hier steckt mehr Zucker drin, als zuerst vermutet.

Fertig-Pizza: Hier lauern nicht nur viel Fett und Salz, sondern auch drei Stück Würfelzucker! Eine besondere Falle ist die fruchtige Pizza Hawaii. Durch die gesüßten Ananasstückchen schlägt die Variante mit sieben Würfeln Zucker zu Buche. Gesunde Alternative: Die Pizza einfach selber machen.

Rotkohl: Zum Sonntagsbraten darf er nicht fehlen – keine Frage. Doch dann am besten selbst gekocht und nicht aus dem Glas. Denn die fertige Variante (680 g) enthält ca. 25 Stück Zucker.

Ketchup: Die kalorienarme Alternative zu Mayonnaise? Leider nicht. Denn eine Flasche Ketchup (500 ml) birgt 43 Stück Zucker! Tipp: Passierte Tomaten mit Gewürzen und Tomatenmark verfeinern.

Versteckte Dickmacher beim Abendbrot

Abends ein Wurstbrot und ein Gläschen Rotwein – so bleibt die Linie schlank? Vorsicht! Hier warten ebenfalls Mogelpackungen.

Dunkles Brot: Sie greifen zum kernig aussehenden Schwarzbrot und denken, Sie tun sich etwas Gutes? Leider gibt es hier eine Falle: Eine dunkle Farbe deutet nicht automatisch auf Vollkorn hin. Viele Brote erhalten nur durch die Zugabe von Malz oder Zuckersirup ihre appetitliche dunkle Farbe. In 100 g Brot können zwei Stück Zucker stecken. Achten Sie beim Einkauf auf Produkte mit Vollkornmehl.

Leberwurst: Wer hätte gedacht, dass in einer 250-Gramm-Leberwurst drei Würfel Zucker versteckt sind? Da wird selbst die Vollkorn-Schnitte zur Kalorienbombe. Gesunde Alternative: Soja-Aufstrich (Reformhaus).

Alkohol: Den Tag mit einem Glas Sekt ausklingen lassen? Noch mal überlegen: In 100 ml sind zwei Stück Zucker enthalten. Prinzipiell gilt bei Wein und Sekt: Je trockener, desto weniger Kalorien. Tipp: Trockenen Weißwein mit Mineralwasser mischen. Auch probiotische Joghurts können viel Zucker enthalten.

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