Viele Wege führen zum Orgasmus

viele wege fuehren zum orgasmus

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Studie: Orgasmus

Klitoral, vaginal oder am Ende gar cerebral? Viele Wege führen zum weiblichen Orgasmus. Das beschäftigte Wissenschaftler so sehr, dass sie eine Studie über die verschiedenen Formen der weiblichen Höhepunkte veröffentlichten. Wir verraten die Ergebnisse.

Die Frau – eine unbekannte erogene Zone! So scheint es zumindest manchmal. Doch zum Glück gibt es genügend Wissenschaftler, die sich darum kümmern, ob es den G-Punkt denn jetzt wirklich gibt oder ob die Klitoris der Schlüssel zu traumhaften Orgasmen ist . Denn die bislang vorherrschende wissenschaftliche Erkenntnis war, dass es nur klitorale Orgasmen bei Frauen gibt, und dass auch vaginal stimulierte Höhepunkte eigentlich klitoral sind. Etwas anderes hat jetzt ein Forschungsteam der Universität Rutgers in New Jersey herausgefunden und seine Erkenntnisse in der März-Ausgabe 2012 des „Journal Of Sexual Medicine“ veröffentlicht.

Was Männer beim Sex überfordert, zeigt die Galerie (8 Bilder):

Bahnbrechende Erkenntnis: Klitorale Stimulation ist nicht der alleinige Weg zum Orgasmusglück . Frauen können doch tatsächlich auch vaginale Orgasmen erleben – und die fühlen sich völlig anders an und finden auch in anderen Hirnarealen statt als klitorale. Darüber hinaus können Frauen auch allein durch die Stimulation ihrer Brustwarzen zum Höhepunkt kommen. Dazu forderten die Forscher ihre Probandinnen auf, in einem Kernspintomografen auf verschiedene Arten zu masturbieren. Zugegeben, es gibt schönere Orte für die Selbstbefriedigung, aber was tut man nicht alles im Dienste der Wissenschaft!

Während des Höhepunkts verfolgten die Forscher die Hirnströme der Frauen – und widerlegten damit eine vorhergehende Theorie, nach der Klitoris und Vagina nervlich verbunden sind. Psychologieprofessor Barry Komisaruk berichtet: „Falls die Vagina nur durch klitorale Reizung stimuliert werden kann, hätten vaginale und klitorale Stimulation denselben Ort in der Hirnrinde reizen müssen. Dem war aber nicht so“. Für diese Erkenntnis spricht auch, dass Frauen mit Querschnittslähmung, bei denen die Nerven zwischen der Klitoris und dem Gehirn getrennt sind, immer noch vaginale Orgasmen erleben können.

Orgasmus durch Vorstellungskraft

Bei der Nippelstimulation wurde neben der Hirnrinde auch der Genitalbereich aktiviert. Mehr noch: Frauen können sogar zum Orgasmus kommen, indem sie allein an Sex denken. Das bestätigt auch Beverly Whipple, Professorin an der Rutgers University. „ Der Orgasmus findet bei Frauen im Gehirn statt , er wird in vielen Körperregionen empfunden, und er kann durch die Stimulation vieler Körperregionen ausgelöst werden – oder auch nur durch bloße Vorstellungskraft“, berichtet sie in ihrem Essay.

Außerdem bringt sie uns neue Erkenntnisse zum G-Punkt: Nach den Erkenntnissen von Beverly Whipple sinkt die Schmerzgrenze einer Frau um 47 Prozent, wenn Druck auf diesen Punkt in der Scheideninnenwand ausgeübt wird. Bei angenehmer Stimulation sinkt die Schmerzgrenze sogar um 84 Prozent, und bei einem Orgasmus um ganze 107 Prozent. Die Belastung auf diesem Punkt hilft Frauen laut dem Essay angeblich, den Prozess der Geburt besser zu ertragen. Ob es sich beim Druck des Babys im Geburtskanal allerdings um eine angenehme Belastung handelt, sei mal dahingestellt ...

Danke, wir kommen gern! Alles über den Orgasmus verraten wir hier.

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