Viktoria Brams: „Ich habe gelernt, mein Leben wieder zu genießen“

victoria brams leben h2
„Die Trauer kommt immer wieder, aber ich habe das gut im Griff“, sagt Viktoria Brams.
Foto: Getty Images

Das macht Mut! Sie meistert ihr Leben nach dem Tod ihres Partners

Mit Viktoria Brams (68) zu sprechen, ist immer angenehm. Sie ist keine Frau, die jammert, die vor Selbstmitleid vergeht. Dabei hätte die Schauspielerin allen Grund, denn sie musste viele Schicksalsschläge einstecken: Ende 2008 verlor Viktoria Brams ihre große Liebe, TV-Star Michael Hinz († 68). Im Jahr zuvor war ihr Vater gestorben, im Frühjahr 2011 folgte ihm Mutter Elisabeth. Und sie selbst wurde plötzlich arbeitslos. 2010 kam das Aus für ihre ARD-Serie „Marienhof“ – nach 18 Jahren.

Wir trafen den TV-Star beim „Hermes Eagles Golf Cup“ in Belek (Türkei).

Hadern Sie eigentlich mit Ihrem Schicksal?

Viktoria Brams: Nein – ich habe keinen Grund dazu. Mein Vater war fast 96, meine Mutter 91. Wir hatten so viele wunderbare Jahre. Sie waren bereit zu gehen. Und beruflich: Es ist traurig, dass die Serie eingestellt wurde. Aber heute spiele ich Theater. Es kommt auf die Einstellung an: Wenn ich mein Leben betrachte, sind alle meine Wünsche erfüllt worden.

Wie beschreiben Sie die Lebensphase, in der Sie jetzt sind?

Viktoria Brams: Ich fühle mich gerade im Moment ein bisschen freier, als ich es noch vor Jahren war, kann mein Leben wieder genießen. Ich kann einfach mein Golfpack nehmen, irgendwo eine Runde spielen. Das ist persönlicher Luxus. Auch dieses „Oh Gott, meine Falten!“ ist weg. Das ist eine absolute Befreiung. Ich stehe unter keinem Druck mehr.

Das einzige, was fehlt, ist der starke Arm meines Mannes. Wir zwei hätten so gern noch 20 Jahre zusammen verbracht. Aber wenn es nicht geht – ich komme jetzt gut zurecht und muss mich daran freuen, was ich gehabt habe. Mein Mann hat mir 41 Jahre lang täglich „Ich liebe dich!“ gesagt. Ich hatte so viel Fürsorge und Liebe. Das hat mich zu einem ruhigen, ausgeglichenen Menschen gemacht.

Sie haben viele Freunde, auch hier im Wohltätigkeits-Golfclub „Eagles“. Ist kein neuer Partner darunter?

Viktoria Brams: Nein, wie soll das gehen? Der Mann täte mir jetzt schon leid. Ich bin immer noch ganz erfüllt von Michaels Liebe.

Was bedeutet heute Glück für Sie?

Viktoria Brams: Ein Leitspruch, den ich auch meinen Kindern mitgegeben habe, ist: Erwartet doch nicht so viel! Ich hatte nie riesige Wünsche. Meine Wünsche waren ganz einfach. Ich danke Gott, dass ich so arbeiten durfte. Dass ich finanzielle Sicherheit habe. Das ist sehr wichtig. Und dafür, dass ich gesund bin. Wenn ich rausschaue und die Sonne scheint, da geht mir das Herz auf. Ich glaube, ich bin ein glücklicher Mensch.

Kategorien: